'Tatort'-Kommissarin im Interview

Ulrike Folkerts: Vom Tal der Tränen zum großen Glück

Erfahren Sie im Interview, was die 'Tatort'-Kommissarin Ulrike Folkerts über ihren runden Geburtstag und ihr Leben erzählt.

Die Schauspielerin Ulrike Folkerts
Ulrike Folkerts feiert am 14. Mai ihren 60. Geburtstag. Foto: Imago / Skata

Ulrike Folkerts: "Älter zu werden nehme ich ganz locker"

Sie liebt den Trubel der Metropole in ihrer Heimatstadt Berlin. Aber Kraft tankt Ulrike Folkerts in ihrer Datsche, einem Wochenendhäuschen in der Uckermark (Brandenburg). Dort hat sie kein Internet – und das Handy bleibt auch aus.

Neue Post: Frau Folkerts, Ihren 60. Geburtstag am 14. Mai bezeichnen Sie als „Start in Phase drei“ ...

Ulrike Folkerts: Die Haare werden gefärbt, die Wechseljahre sind da. Der Körper verändert sich langsam, aber spürbar. Älter zu werden nehme ich ganz locker. Aber: Die Zahl 60 ist natürlich eine Zäsur. Wie viel Zeit bleibt mir noch? Höchstens 30 Jahre! Deshalb spreche ich von „Phase drei“. Diese Phase muss anders gelebt werden als die beiden davor.

Was meinen Sie damit?

Es geht jetzt nicht mehr darum, den anderen oder mir selbst etwas zu beweisen. Jetzt geht’s darum, sich darauf zu besinnen, dass das eine Leben, das wir haben, endlich ist. Ich habe das große Glück, mit meiner Freundin eine sehr glückliche Partnerschaft zu führen. Dafür hätte ich gerne noch mehr Zeit.

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Ihr Leben beschreiben Sie als nicht besonders geradlinig, sondern kurvenreich...

Ich habe verdammt oft gute Entscheidungen getroffen. Ich bin allerdings nicht in einen Glückstopf gefallen. Vieles habe ich über Umwege erreicht. Glück empfindest du, wenn du dich auch durch ein Tal der Tränen gekämpft hast.

Hat Ihnen das Image der starken Frau, dass Sie durch Ihre Rolle als 'Tatort'-Kommissarin haben, geholfen?

Ja. Am Anfang meiner Karriere war ich schüchtern und voller Selbstzweifel. Vor allem war ich immer sehr misstrauisch, wurde schnell bockig. Mit den gesammelten Erfahrungen habe ich mich verändert. Ich kann heute nicht nur „Nein“ sagen, sondern auch „Nein, ich will es so und so“.

Sind Sie auch experimentierfreudiger geworden?

Je älter ich werde, desto entspannter bin ich. Ich bin neugieriger und offener für Ungewöhnliches geworden. Man sollte einfach nie sagen: "Ich weiß schon alles – und fertig!" Es ist nie zu spät, dazuzulernen!

Und was lieben Sie an Ihrem Rückzugsort in Brandenburg am meisten?

Einen langen Spaziergang durch den Wald, Bäume zählen, vorbei ziehenden Wolken zuschauen – das alles ist wie eine Meditation. Hier in der Nähe meiner Datsche kann ich den Schalter sofort auf "Kraft tanken" und "Ruhe" umlegen.

Wird das später auch Ihr Altersruhesitz sein?

Nein! Da stelle ich mir eher einen abgeschiedenen Ort in Südeuropa am Wasser vor.

Könnte das nicht irgendwann langweilig werden?

Meine Freundin hat mir versprochen, dass ich zum 70. Geburtstag einen schokobraunen Königspudel geschenkt bekomme, von dem ich schon so lange träume. Der wird uns ordentlich auf Trab halten.

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