Dyspareunie

Scheidentrockenheit: Deshalb verliert man die Lust an Sex

Wer unter Scheidentrockenheit leidet, hat oft Dyspareunie: Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs. Und die können so stark sein, dass das Sexualleben komplett einschläft.

Eine Studie belegt: Scheidentrockenheit ist der Grund für wenig Sex
Scheidentrockenheit verursacht Schmerzen beim Geschlechtsverkehr - weshalb viele betroffene Frauen die Lust gänzlich verlieren. Foto: debraleewiseberg / iStock
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Zu dieser Erkenntnis kam eine Umfrage des Magazins British Journal of Obstretics & Gynaecology, bei der rund 7.000 britische Frauen befragt wurden, ob sie Geschlechtsverkehr als schmerzvoll empfinden. Das Ergebnis: Ein Großteil der Fünfzig- bis Siebzigjährigen leidet an Scheidentrockenheit. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit in dieser Altersgruppe am höchsten, unter Schmerzen beim Sex zu leiden.

Scheidentrockenheit in der Menopause

Dies tritt besonders verstärkt auf, wenn sich die Frau gerade in der Menopause befindet. Die Ursache dafür ist der sinkende Östrogenspiegel zu Beginn der Wechseljahre: Der Körper produziert von dem Hormon weniger, was zum Austrocknen der Schleimhäute führen kann. Dies betrifft vor allem die Scheide: In ihr befinden sich besonders viele Rezeptoren für Östrogene.

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Die Folge: Unbefriedigendes Sexualleben

Neben dauerhaftem Juckreiz und hoher Anfälligkeit für Infektionen mit Bakterien und Pilzen ist die sinkende sexuelle Aktivität eine unangenehme Folge von Scheidentrockenheit. Die Betroffenen fürchten sich vor den Schmerzen, die durch die Reibung beim Geschlechtsverkehr entstehen - und verzichten deshalb lieber ganz darauf.

So sagte ein Viertel der befragten Frauen, dass sie in den letzten sechs Monaten extreme Schmerzen beim Sex verspürten. Einige Frauen berichteten sogar, dass dies jedes Mal der Fall sei, wenn sie mit ihrem Partner intim werden. Und ein Drittel schilderte, dass sie ihr Sexualleben aufgrund dieser Schmerzen als nicht befriedigend empfinden.

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Das hilft bei Scheidentrockenheit

So kommt die Lust zurück: Wichtig ist, dass die hormonbedingte Trockenheit der Scheidenschleimhäute durch Präparate ausgeglichen wird. Dies geht beispielsweise mit

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Frauen ab 50 sind dennoch zufriedener

Auf der anderen Seite hat eine weitere britische Studie ergeben, dass Frauen mittleren Alters generell mit ihrem Sexleben zufriedener sind als jüngere Frauen. Und sie sind sogar zufriedener als Männer: Dreiviertel der 50-bis 79-Jährigen gibt an, zufrieden zu sein - bei den Männern sagt dies nur die Hälfte. Das liegt besonders daran, dass Männer mit steigendem Alter häufig Erektionsprobleme bekommen. Im Gegensatz zu jungen Frauen sind Frauen ab 50 Jahren zufriedener, weil sie mit sich und ihrem Körper im Reinen sind. Außerdem trauen sie sich eher, ihre Wünsche klar zu äußern.

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Scheuen Sie sich also nicht davor, Ihrem Partner zu sagen, was sie sich wünschen und Ihrem Arzt von dem Problem der Scheidentrockenheit zu berichten - Spaß im Bett ist die Belohnung für Ihre Offenheit.

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