Küchenkräuter Rosmarin anpflanzen, pflegen und ernten

Der mediterrane Rosmarin ist mit seinem würzigen Aroma eine beliebte Pflanze in heimischen Kräutergärten. Wie Sie Rosmarin richtig anpflanzen und pflegen zeigen wir Ihnen hier.

Inhalt
  1. Herkunft und Aussehen
  2. Rosmarin anpflanzen und pflegen
  3. Richtig ernten und trocknen
  4. So gelingt das Vermehren
  5. Tipps für das Überwintern der Pflanze 
  6. Rosmarin für den Balkon
 

Herkunft und Aussehen

Der aus dem Mittelmeerraum stammende Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler. Sein lateinischer Name 'Rosmarinus' bedeutet übersetzt Tau des Meeres und weist auf sein ursprüngliches Vorkommen an Mittelmeerküsten hin. Er liebt mildes, sonniges Klima und ist vermehrt in steinigen Küstenregionen zu finden, weshalb er sich auch für einen Steingarten sehr gut eignet. 
Seine nadelförmigen Blätter sind stark duftend und schon im Mittelalter wurde ihm eine heilende Wirkung zugesprochen. 

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Der Strauch wächst buschig und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Zwischen März und Mai zeigt sich der Rosmarin in seiner vollen Pracht und hat je nach Sorte blauviolett, hellblau, rosa oder weiße Blüten. 

Rosmarin Blüte
Die Lippenblüten locken zahlreiche Insekten an. 
 

Rosmarin anpflanzen und pflegen

Damit sich der Rosmarin auch in unseren Breitengraden heimisch fühlt, benötigt er einen sonnigen, warmen und geschützten Standort. Ab Mai kann er in den Garten ausgepflanzt werden. Die Pflanze ist sehr hitzeverträglich und bevorzugt durchlässige, mäßig trockene und kalkhaltige Böden. Garantieren Sie auf jeden Fall eine gute Entwässerung, denn Staunässe verträgt Rosmarin gar nicht. Hierfür eignen sich hervorragend eine Kiesschicht als Drainage oder ein erhöhter Standort. 
Wenn Sie bei der Standortwahl ihres Rosmarins auf alle Vorlieben der Pflanze geachtet haben, sollte einer baldigen Ernte nichts mehr im Wege stehen. Die Pflanze benötigt nur wenig Wasser, gießen Sie sie also sparsam. Wenn Sie ihren Rosmarin doch einmal zu wenig gegossen haben, zeigt er dies durch verlieren seiner Nadeln. Auch in Bezug auf Dünger ist die Pflanze sehr genügsam. Im Frühjahr können Sie ihren Rosmarin sparsam mit Hornspänen oder anderem organischen Dünger versorgen. Genau wie bei der Wässerung ist auch hier weniger mehr! Bei Freilandpflanzen kann häufig auch komplett auf das Düngen verzichtet werden. 
Experten empfehlen, die Pflanzen einmal im Jahr zurückzuschneiden. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist nach der Blüte, sodass die Pflanze noch vor dem Winter wieder neu austreiben kann. 
Die mediterrane Rosmarinpflanze kann gut mit anderen Kräutern kombiniert werden. In einer Kräuterspirale bevorzugt sie den höchsten Punkt und fühlt sich neben Lavendel, Thymian oder Ysop wohl. Auch mit Salbei verträgt sich Rosmarin sehr gut.  

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Richtig ernten und trocknen

Sie können ihren Rosmarin das ganze Jahr über ernten. Hierbei können Sie sowohl ganze Triebspitzen abschneiden, als auch einzelne Blätter Ihres Strauches pflücken. 
Frisch entfaltet der Rosmarin seine aromatische Note sofort und wird gerne für Fleischgerichte oder Kartoffeln verwendet. Hierbei kann die frische Ernte direkt mitgekocht werden. 
Für die Herstellung von Rosmarin-Öl können frische Zweige direkt in Öl eingelegt werden. Auch in getrocknetem Zustand verliert der Rosmarin sein Aroma nicht. Schneiden Sie dazu einfach frische Zweige ab, binden Sie sie zusammen und hängen Sie sie an einem warmen Standort auf. Trocknen Sie die Pflanze aber nicht in der prallen Sonne. Die trockenen Nadeln können dann ganz leicht abgezupft und in einem Glas aufbewahrt werden. 

Rosmarin Salz
Rosmarin Salz eigent sich hervorragend zum Würzen von Fleischgerichten oder Grillkartoffeln.
 

So gelingt das Vermehren

Ihren Rosmarin vermehren Sie am besten in den Sommermonaten über Stecklinge. Hierfür schneiden Sie etwa zehn Zentimeter lange Triebspitzen ab und entfernen die unteren Blätter. Jetzt haben sie zwei Aufzuchtmöglichkeiten: Entweder Sie stellen die jungen Triebe zum Wurzeln ziehen in ein Glas mit Wasser oder Sie pflanzen sie in einen kleinen Topf mit Anzuchterde. Achten Sie darauf, die Erde regelmäßig anzufeuchten. Ein Folienbeutel über den Töpfen kann der jungen Pflanze beim Bilden von kräftigen Wurzeln helfen.

 

Tipps für das Überwintern der Pflanze 

Da der Rosmarin in unseren Breitengraden nicht vollständig winterhart ist, brauchen Freilandpflanzen einen ausreichenden Winterschutz, etwa durch Schilfrohrmatten, Herbstlaub oder Wintervlies. Achten Sie beim Kauf ihrer Pflanze auf die Wahl einer winterharten Sorte, das macht Ihnen das überwintern leichter. 
Wenn Sie Ihren Rosmarin in einem ausreichend großen Topf angepflanzt haben, überwintern Sie diesen am besten im Haus. Hier bevorzugt der Rosmarin einen hellen, kühlen Ort, zwischen null und zehn Grad Celsius. Im Winter befindet sich die Pflanze in einer Ruhephase und benötigt noch weniger Wasser als im Sommer. 

Rosmarin Topf
Junge Rosmarinpflanzen gedeihen besonders gut an sonnigen Standorten. 
 

Rosmarin für den Balkon

Auch wenn Sie keinen großen Garten zur Verfügung haben, müssen Sie nicht auf ihren eigenen, herrlich duftenden Rosmarin verzichten. In einen ausreichend großen Topf oder Balkonkasten mit einem Gemisch aus Kräutererde und Sand gepflanzt, fühlt sich der Rosmarin auch auf Ihrem Balkon pudelwohl. Das tolle daran: Sie können Ihren Rosmarin ganz einfach samt Topf umsiedeln und so den Standort an die Wetterbedingungen anpassen. Im Winter können Sie Ihre Pflanze dann reinholen oder bei milderen Temperaturen auf dem Balkon, an der geschützten Hauswand überwintern. 
Gießen Sie auch ihren Balkon-Rosmarin nur sparsam und achten Sie darauf, dass das Gießwasser sich unter keinen Umständen im Topf stauen kann. Außerdem sollten Sie Ihre Pflanze zwei bis dreimal pro Saison mit etwas Flüssigdünger versorgen. 

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