Gartengemüse Radieschen anpflanzen, pflegen und ernten

Radieschen sind mit ihrer feinen Schärfe ein frisches Sommergemüse. Wir sagen Ihnen, wie Sie Radieschen richtig anpflanzen und später ertragreich ernten können. 

Inhalt
  1. Radieschen anpflanzen: Wann und wie?
  2. Der richtige Standort
  3. Radieschen richtig pflegen
  4. Radieschen ernten und aufbewahren
  5. Radieschen für den Balkon
  6. Wo haben Radieschen ihren Ursprung
 

Radieschen anpflanzen: Wann und wie?

Für den Beginn eines heimischen Gemüsegartens eignen sich Radieschen hervorragend, denn das Anpflanzen der kleinen Knolle hat gleich mehrere Vorteile: Radieschen sind nicht nur sehr einfach und damit für jeden Hobbygärtner anzupflanzen, sondern wachsen sehr schnell und bringen meist eine ertragreiche Ernte innerhalb kurzer Zeit. Da sie bereits ab Februar in ein Frühbeet oder Gewächshaus ausgesät und bis September ins Freiland gepflanzt werden können, lassen sich pro Saison gleich mehrere Sorten ausprobieren. 

  • Ab März können Radieschen-Sorten wie 'Saxa', 'Rota' oder 'Knacker' ausgesät werden.
  • Dazu muss der Boden frostfrei und abgetrocknet sein.
  • Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius sorgen für ein rasches Wachstum der Pflanze.
  • Zuerst sprießen kleine grüne Blätter aus der Erde. Später erreicht die Pflanze eine Höhe von 15 – 20 Zentimetern, die Blätter sind rau behaart und an den Rändern leicht gezackt. 
  • Für die Aussaat eignen sich dünne Saatrillen, die mit einer kleinen Schaufel in das Beet gezogen werden können.
  • Die Samen sollten ca. einen Zentimeter tief bei einem Reihenabstand von zehn Zentimetern in die Erde gedrückt werden. Zwischen den Samen sollten rund fünf bis sieben Zentimeter Platz sein, damit die Radieschen genug Platz haben, sich zu entwickeln.
  • Bedecken Sie die Samen anschließend mit einer dünnen Schicht Erde und gießen Sie das Saatbett mäßig stark mit einem feinen Strahl.
  • Die Pflanzen brauchen ca. eine Woche um zu keimen. 

Was Sie mit Ihrer Ernte machen können: Radieschensalat: 3 Rezepte für besonders leckere Varianten

 

Der richtige Standort

Radieschen gelten auch bezüglich des Standortes als recht anspruchslos. Sie bevorzugen einen sonnigen, luftigen, hellen Platz, wachsen aber auch gut im Halbschatten. Der Boden sollte nicht allzu schwer, humusreich und wasserdurchlässig sein und bestenfalls gleichmäßig feucht. Ist die Erde zu nass, wird meist nur das Wachstum der Blätter und nicht das der Knolle angeregt. Radieschen lassen sich gut mit anderen Gemüsesorten kultivieren. Hierbei eignen sich Tomaten, Kopfsalat, Möhren oder Bohnen besonders gut. Mit anderen Kreuzblütlern wie Gurken und Kohlrabi verstehen sich Radieschen dagegen nicht. Auch Melonen sind als Nachbarn nicht geeignet. 

Radieschen aussäen
Innerhalb einer Woche wachsen aus den Samen kleine Sämlinge. 
 

Radieschen richtig pflegen

Bei der Pflege von Radieschen gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Grundsätzlich ist die Pflanze jedoch sehr pflegeleicht. Zum einen brauchen die Sämlinge genug Platz. Sollten Sie also beim Wuchs der ersten Blätter sehen, dass die Pflanzen zu dicht stehen, müssen sie gegebenenfalls vereinzelt werden. Der Boden sollte immer eine mäßige Feuchte haben und spätestens alle drei Tage gegossen werden. Da Radieschen innerhalb weniger Wochen reifen, benötigen sie vor allem bei Trockenheit und Hitze, wie etwa im Hochsommer, bereits täglich ausreichend Wasser. Gedüngt werden müssen Radieschen nicht! Auch mit frischem Kompost tuen Sie Ihren Radieschen keinen Gefallen, denn sie reagieren sehr empfindlich auf Salze. Achten Sie also nur auf einen lockeren Boden und eine ausreichende Wasserzufuhr. 

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Radieschen ernten und aufbewahren

Radieschen wachsen sehr schnell und können und sollten demnach schon nach wenigen Wochen geerntet werden. Für die frühen Sorten sollten Sie sich nach sechs bis acht Wochen für die Ernte bereithalten. Im Sommer können die leckeren Knollen bereits nach drei bis vier Wochen geerntet werden. Ernten Sie Ihre Radieschen auf keinen Fall zu spät, denn dann werden sie holzig und schmecken nicht mehr. Bei der Ernte sollten die Radieschen also noch recht klein, zwischen zwei und drei Zentimeter im Durchmesser sein, dann sind sie geschmacklich am besten.
Lockern Sie die Erde dafür etwas auf, und ziehen Sie dann einfach eines der Radieschen an den Blättern vorsichtig aus der Erde. Ernten Sie am besten zuerst ein Exemplar mit großen Blättern und testen Sie Größe und Geschmack der Knolle. Haben Sie beides für gut befunden, können alle weiteren geerntet werden. Innerhalb von fünf bis zehn Tagen sollten alle Radieschen aus der Gleichen Aussaat geerntet sein. 

 

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Natürlich schmecken die frisch geernteten Radieschen am besten und es empfiehlt sich, sie direkt zu verbrauchen. Allerdings halten sich die Knollen auch problemlos für ein paar Tage im Kühlschrank. Hinweis: Entfernen Sie dazu die Blätter, denn diese entziehen der Knolle Wasser und wickeln Sie die Radieschen in ein feuchtes Tuch ein. Sind Ihre Radieschen nach ein paar Tagen etwas weich geworden, können Sie sie vor dem Verzehr wässern. Dadurch werden sie wieder knackiger.

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Radieschen für den Balkon

Glücklicherweise lassen sich Radieschen auch hervorragend auf dem Balkon kultivieren. Dies ist sowohl in einem ausreichend großen Topf, als auch in einem Balkonkasten problemlos möglich. Achten Sie beim Aussäen auf den Abstand zwischen den Samen. Dieser sollte genau wie in einem Beet mindestens drei, besser aber fünf Zentimeter, betragen. Auch auf dem Balkon mögen Radieschen es sonnig, aber auf keinen Fall zu trocken! Behalten Sie Ihre Kästen auf jeden Fall gut im Auge und ernten Sie die gesunde Knolle rechtzeitig.

Radieschen Balkon
Radieschen lassen sich problemlos auf dem Balkon anpflanzen. 
 

Wo haben Radieschen ihren Ursprung

Die ursprünglich aus China und Japan stammenden Radieschen gehören zu der Familie der Kreuzblütler und zählen zum Knollengemüse. Die kleinen, meist roten Knollen enthalten viel Vitamin C, Eisen und Magnesium, sowie verschiedene Senföle, die für ihren typisch scharfen Geschmack verantwortlich sind. Neben den, für unsere Gesundheit förderlichen, Vitaminen, regen die Senföle unseren Stoffwechsel an und haben eine antibakterielle Wirkung. Seit dem 16. Jahrhundert sind Radieschen auch in der europäischen Küche zu finden. Aufgrund ihrer guten vegetativen Merkmale erfreuen sich Radieschen großer Beliebtheit. Mittlerweile haben sich viele verschiedene Sorten der schmackhaften Knöllchen entwickelt. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in der Farbe, Form und der Anbauzeit. Sie können weiß, rot-weiß, rot, gelb, violett oder sogar schwarz, sowie rund, oval oder zylindrisch sein und je nach Sorte von Februar bis September angepflanzt werden. 

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