Klassiker neu verfilmt

Neuer "Sissi"-Film: Drama statt Romy-Schneider-Romantik?

Schauspielerin Romy Schneider wurde als 'Sissi' in dem gleichnamigen Film zur Kaiserin der Herzen. Nun wird der Klassiker neu verfilmt und hat mit der romantischen Trilogie nur noch wenig gemeinsam.

Romy Schneider als 'Sissi'.
Schauspielerin Romy Schneider spielte sich als 'Sissi' in die Herzen der Zuschauer und gilt bis heute als Ikone. Doch die Neuverfilmung des Klassikers zeigt künftig eine andere Seite von Prinzessin Elisabeth. Foto: ARD Degeto

Die 'Sissi'-Trilogie mit Schauspielerin Romy Schneider als Prinzessin Elisabeth zählt zu den erfolgreichsten Unterhaltungsfilmen in den 1950er-Jahren. Noch heute flimmert die romantische Liebesgeschichte von Kaiser Franz Joseph und Prinzessin Elisabeth traditionell an Weihnachten über die heimischen Bildschirme und sorgt für das ein oder andere glückselige Tränchen bei den TV-Zuschauern.

Doch obwohl die Geschichte der jungen Kaiserin längst Kultstatus erreicht hat, wird sie nun neu verfilmt. Schon im Frühjahr 2022 soll 'Sissi' als neuer Film in den Kinos laufen und sogar als Serie bei dem Streamingdienst 'Netflix' zu sehen sein. Allerdings haben diese Neuauflagen nur wenig mit einer der romantischsten Liebesgeschichte aller Zeiten gemeinsam ...

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Die Neuverfilmung "Sisi und ich" wagt einen Perspektivwechsel

Schon der Name des neuen Films verrät mit der bekannten Version 'Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin' hat die Neuverfilmung nichts am Hut. 'Sisi und ich' bezieht sich auf die historisch korrekte Schreibweise des Spitznamens von Prinzessin Elisabeth. Ein gekonnter Schachzug von Regisseurin Frauke Finsterwalder (45), die gemeinsam mit ihrem Ehemann und Schriftsteller Christan Kracht (53) das Drehbuch zum neuen 'Sissi'-Film verfasst hat. Denn während der Klassiker auf der romantischen Romanvorlage von Autorin Marie Blank-Eismann basiert und darin nur wenige historische Fakten aufgreift, will Finsterwalder laut einer Pressemittelung genau diese in den Vordergrund rücken.

Dabei soll 'Sisi und ich' nicht das Leben der jungen Elisabeth wiedergeben, sondern vielmehr ihre Zeit als gealterte Herrscherin, die sich jahrelang ohne ihren Ehemann mit einer Gefolgschaft von Frauen auf Reisen durch Europa befindet. Für 'Sissi'-Fans wahrscheinlich zunächst eine befremdliche Vorstellung, die Monarchin nicht hinter den prunkvollen Palastmauern im Kreise ihrer Familie zu erleben. Wie weit die Neuauflage von den bekannten 'Sissi'-Klischees entfernt ist, zeigt auch die Erzählperspektive im neuen Film. Diese übernimmt nämlich nicht die Kaiserin selbst, sondern ihre Hofdame Irma.

Lesen Sie hier: Sissis größte Geheimnisse

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Kann Susanne Wolf Romy Schneider das Wasser reichen?

Bis heute wird die junge Romy Schneider als 'Sissi' gefeiert, gilt mit ihrer liebreizenden Art als Kaiserin der Herzen. Ein Bild, das mit Finsterwalders Neuverfilmung 'Sisi und ich' ebenfalls einen Bruch erleben soll. Schauspielerin Susanne Wolf (47) wird in der Neuauflage Kaiserin Elisabeth spielen, bekannt aus Filmen wie 'Styx', 'Bloody Marie' oder dem Kölner 'Tatort'. So scheint die zierliche 'Sissi' einer starken weibliche Hauptfigur weichen zu müssen, schließlich soll die Inszenierung laut Regisseurin Frauke Finsterwalder eher ein Drama mit reichlich schwarzem Humor werden.

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"Sissi" wird zur 'Netflex'-Serie

Nicht nur im Kino soll eine Neuverfilmung von 'Sissi' erscheinen. Auch der Streamingdienst 'Netflix' kündigte eine sechsteilige Serien-Neuauflage mit dem Arbeitstitel 'The Empress' (dt. Übersetzung: 'Die Kaiserin') für das Frühjahr 2022 an. Diese soll ähnlich wie der neue Kinofilm auf einer neuen Romanvorlage basieren und laut den Produzenten die "Reise einer modernen Frau" zeigen. Für die Serie tritt Schauspielerin Devrim Lingnau (22) in die Fußstapfen von Romy Schneider. "Die Unbekümmertheit, der ungetrübt positive und manchmal naive Blick in die Zukunft, war zu der Zeit besonders wichtig. Ich glaube, im Jahr 2021 brauchen wir ein neues Frauenbild. Realistischer, rebellischer, mutiger", erklärt Lingnau im Interview mit 'bild.de' die Neubesetzung der 'Sisi'. Für die Vorbereitung auf das Casting, habe sie sich deswegen mehr mit der historischen Figur 'Sisi', als mit dem Filmklassiker der 50er-Jahre auseinandergesetzt.

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