Romy Schneider (†): Wie es Tochter Sarah Biasini heute geht

Ihre Mutter Romy liebte das Rampenlicht. Sarah Biasini hingegen will nur eines: so normal leben wie möglich.

Sarah Biasini
Zum 30. Todestag von Romy Schneider (†) eröffnete Tochter Sarah Biasini 2012 eine Ausstellung zu Ehren ihrer berühmten Mutter. Foto: Didier Baverel / Kontributor / Getty Images

"Sind Sie nicht die Tochter von Romy Schneider?" In schlechten Momenten antwortete Sarah Biasini (42) früher darauf einfach mit "Nein". Sie wollte ihre Ruhe haben, nicht schon wieder mit der berühmten Mutter verglichen werden, der sie wie aus dem Gesicht geschnitten ist, an deren Erfolge sie aber nicht herankommt. Am 23. September 2021 wäre ihre Mutter Romy Schneider 83 Jahre alt geworden.

„Es ist traurig, dass meine Mutter so früh gestorben ist. Aber ich wurde mit Liebe verwöhnt.“
Sarah Biasini

Sensibel und impulsiv, stark und zerbrechlich, ein Gefühlsmensch durch und durch – das war Romy Schneider. So spielt sie auch Marie Bäumer (50) im Film "3 Tage in Quiberon". Ihre einzige Tochter Sarah dagegen ist bodenständig, in sich ruhend, akademisch gebildet. Das hat sie ihrem Vater Daniel Biasini (71) zu verdanken, der sie nach Romys tragischem Tod 1982 zu sich nahm und in einem Vorort von Paris behütet großzog. "Es ist traurig, dass meine Mutter so früh gestorben ist. Aber ich wurde mit Liebe verwöhnt", sagte Sarah einmal über ihre Kindheit.

Am 25. Oktober 2021 erscheint die deutsche Auflage von Sarah Biasinis erstem Buch. In 'Die Schönheit des Himmels' verarbeitet sie unter anderem den Verlust ihrer berühmten Mutter. Lesen Sie hier mehr dazu: Sarah Biasini: Schickte Mutter Romy Schneider ihr ein Zeichen?

Erst nach Abitur und Studium (Englisch und Kunstgeschichte) entschied sie sich, Schauspielerin zu werden – und stellte 2004 in dem TV-Zweiteiler "Julie – Agentin des Königs" auch unter Beweis, dass sie es kann. Doch obwohl der Kostümfilm in Frankreich ein Hit wurde (acht Mio. Zuschauer!), verlegte sie sich danach aufs Theaterspielen. Vielleicht auch, weil sie hier den Vergleich mit ihrer Mutter nicht scheuen muss, denn die hatte kaum auf der Bühne gestanden.

Die folgenden Fotos zeigen Romy Schneider und ihre Tochter Sarah:

Sarah wurde im Februar 2018 zum ersten Mal Mutter

Anders als Romy Schneider, die das Blitzlichtgewitter liebte, ist Sarah auch sehr zurückhaltend, was ihr Privatleben betrifft. Es gibt kaum Interviews und nicht viele Fotos. Auch deshalb haben nur wenige Medien über die Geburt ihres ersten Kindes Mitte Februar 2018 berichtet – ein Mädchen, das Anna heißt. Der Vater ist Sarahs Lebensgefährte Gil Lefeuvre (46), der in Paris als Regisseur und Choreograph arbeitet.

Erfahren Sie hier mehr über eine weitere, großartige Schauspielerin (Artikel geht unten weiter):

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Sarah wünscht sich Ruhe vor dem Trubel der Großstadt

Nur eines verriet Sarah vor Jahren einmal einem Magazin: Dass sie sich sehr aufs Mamasein freue und ihre Karriere dann wohl hintenanstellen werde. "Ich kann mir gut vorstellen, in einem Haus auf dem Land zu leben, zu schreiben und Marmelade zu kochen." Und so Ruhe zu haben vor dem Trubel der Großstadt und neugierigen Reporterfragen. Sarah mag Romy Schneider zum Verwechseln ähnlich sehen, ihr Traum vom Glück aber sieht ganz anders aus als der ihrer Mutter.

In ihrem Buch schreibt sie an ihre neugeborene Tochter

In den vergangenen Jahren nutzte Sarah Biasini die 'Ruhe vor dem Trubel' allerdings nicht nur für das Mamasein. Kurz nach ihrer Schwangerschaft begann sie mit dem Schreiben ihres ersten Buches, weil sie plötzlich das dringende Bedürfnis verspürt habe, ihrer Tochter etwas zu hinterlassen, erklärt sie in einem im Mai 2021 veröffentlichten YouTube-Video des Hanser Verlags. In ihrem Buch, 'Die Schönheit des Himmels' (Originaltitel: La beauté du ciel), wendet sich Sarah Biasini daher direkt an ihre neugeborene Tochter und setzt sich auch mit ihren tiefsten Ängsten auseinander. Darin wird deutlich, dass der frühe Tod ihrer berühmten Mutter noch immer auf ihr lastet und in ihr das Bedürfnis ausgelöste, sich damit auseinanderzusetzen, allen voran für ihre Tochter, die ihre berühmte Oma nie kennenlernen wird, aber auch für sich selbst.

Im Gespräch mit dem Magazin 'BUNTE' gestand sie kürzlich, dass sie zwar mit dem Verlust klarkommen müsse, der Schmerz aber niemals verschwinden werde. Nach eigenen Angaben denke sie jeden Tag an ihre verstorbene Mutter und daher sei es ihr auch wichtig, dass ihre Tochter etwas über ihre Großmutter erfahre.