Nach Patricia Aulitzky Judith Hoersch als neue Lena Lorenz: "Alle schauten auf mich"

Die neue 'Lena Lorenz'-Darstellerin Judith Hoersch (38) sprach mit uns über die besonderen Herausforderungen ihrer Rolle in der ZDF-Reihe und darüber, worauf sie sich als künftige Mutter besonders freut.

Judith Hoersch spielt jetzt die Rolle der Lena Lorenz.
In der ZDF-Reihe 'Lena Lorenz' spielt ab jetzt Judith Hoersch die Titelrolle.

Heute Abend ist es so weit: Schauspielerin Judith Hoersch wird zum ersten Mal in der Titelrolle der 'Lena Lorenz' zu sehen sein. Nachdem Vorgängerin Patricia Aulitzky (40) aus der Reihe ausgestiegen und im Oktober zuletzt als in den bayerischen Bergen aktive Hebamme Lena zu sehen gewesen war, sorgt Hoersch nun für frischen Wind. Wie sich das für die gebürtige Kölnerin angefühlt hat, was sie mit der Rolle gemein hat und wie es um ihr Privatleben bestellt ist, verriet uns die 38-Jährige im Interview.

Was hat Sie am meisten an der Reihe 'Lena Lorenz' gereizt?

Die Lena ist eine ganz starke, robuste und Gerechtigkeit empfindende Frau, die dahin geht, wo andere sagen: "Da halt ich mich jetzt mal raus". Das hat mich grundsätzlich einmal an der Rolle gereizt. Darüber hinaus ist es für mich als Schauspielerin, die bislang in sehr viele, unterschiedliche Rollen schlüpfen durfte, spannend, eine Figur einmal länger zu begleiten und dadurch auch mit ihr zusammen zu wachsen.

Sie haben die Titelrolle ja von Ihrer Vorgängerin Patricia Aulitzky übernommen. Hat Sie das in gewisser Weise unter Druck gesetzt, weil Sie als "die Neue" nicht die Fans enttäuschen wollten?

Es ist ja so, dass man nichts nachspielen kann. Ich habe meinen eigenen Zugang zur Figur gefunden und hoffe natürlich, dass der Zuschauer mir folgt. Die Menschen wollen in der Regel nicht, dass sich etwas verändert in einer Serie. Aber nach ein paar Minuten hat man oft auch vergessen, was vorher war, und dass es jetzt eine andere Lena Lorenz gibt. Man hat ja auch quasi einen harten Schnitt gemacht und nichts erklärt. Das finde ich gut so und immerhin war auch ein ganzes Jahr Pause dazwischen. Vielleicht schalten einige Zuschauer nicht ein, weil sie enttäuscht sind, aber ich bin sicher, dass dafür auch ein paar neue hinzukommen werden.

Sehen Sie hier, was Sie in den neuen Episoden von 'Lena Lorenz' erwartet (Artikel geht unten weiter):

 

Was war beim Schlüpfen in diese bereits etablierte Rolle die größte Herausforderung für Sie?

Alles anzunehmen, was bisher war, und doch meinen eigenen Zugang zu finden. Man bereitet sich bestmöglichst vor und dann wird ins kalte Wasser gesprungen. Natürlich schauten dann erst einmal alle auf mich: 'Wie macht sie denn das jetzt so?' Natürlich spürte ich das auch und musste mich davon frei machen, um "meine Lena" zu spielen.

Gibt es Parallelen zwischen der Figur der Lena und Ihnen?

Ich glaube, was uns vereint, ist so ein großer Gerechtigkeitssinn. Wir schauen beide nicht weg. Obwohl wir ganz andere Berufe haben. Sie identifiziert sich sehr mit ihrer Heimat, mit Familie und mit dem Beruf der Hebamme. Ich hab' natürlich ganz eigene Themen als Schauspielerin und Autorin [Anmerkung der Redaktion: Judith Hoersch hat gerade ein philosophisches Märchen geschrieben]. Ich finde es toll, dass es immer mehr starke Frauenfiguren im Film gibt und da gehört Lena sicher dazu.

Lena Lorenz hat das hektische Großstadtleben gegen eine dörfliche Bergidylle getauscht - könnten Sie sich das auch irgendwann mal vorstellen?

Ich bin Stadt- und Landmensch, aber ich bin kein Dorfmensch. Ich mag es gerne in der Natur, aber wenn man alles vom anderen mitbekommt, das ist einfach zu viel. Ich brauche die Gegensätze.

Ihre Karriere hat Sie schon an die verschiedensten (auch internationalen) Orte geführt. Was bedeutet Heimat für Sie?

Das ist eine gute Frage und gerne hätte ich die Paradeantwort darauf. Ich denke, Berlin ist mir eine echte Heimat geworden. Meine liebsten Menschen sind mir Heimat und ansonsten bin ich schon ein Weltenbummler. Ich brauche die Ferne, die anderen Orte, das Reisen und ich bin tatsächlich auch schnell irgendwo angekommen. Das ist vielleicht eine Schauspielerkrankheit: Wir schaffen aus jedem Hotelzimmer schnell ein Zuhause (lacht).

Nicht nur beruflich, sondern auch privat übernehmen Sie jetzt eine neue Rolle, denn Sie werden bald Mutter! Worauf freuen Sie sich bezüglich des Mamaseins am meisten?

Auf Alles! Auf das erste Kennenlernen. Auf die neuen Herausforderungen. Das Zusammenwachsen von uns dreien. Auf das Staunen und das Lieben. Ich bin einfach nur freudiger Erwartung. 

Gibt es etwas, dass Sie sich in Erziehungsfragen von Ihrer Mutter abschauen werden?

Meine Mutter hat mir immer alles zugetraut. Das hat mich sehr geprägt. Ich traue mir auch viel zu und ich denke, das habe ich meiner Mutter zu großen Teilen zu verdanken. Das würde ich gerne weitergeben an mein Kind.

Ihre Schwangerschaft wurde in die Drehbücher der 2020 laufenden, gerade abgedrehten Folgen von 'Lena Lorenz' eingebaut. Können Sie uns schon einen Ausblick darauf geben?

Lena verändert sich auch durch das Schwangersein. Sie geht dann natürlich auch mit ihren Herausforderungen anders um. Sie wird als Mensch und Hebamme nochmal einen anderen Blick auf die Dinge erlangen.

In den Vater Ihres Kindes, Ihren Partner Joe Berger (36), haben Sie sich im Kino verliebt - als Sie zufällig nebeneinander saßen. Warum wussten Sie so schnell, dass er der Richtige ist?

Wenn ich das wüsste! (lacht) Es war eine innere Stimme. Sie war klar und deutlich. Es war das Gefühl, dass ich vollständig angekommen bin. Und das hielt an. Auch nach dem Kinobesuch.

Würden Sie sagen, dass in Ihnen eine Romantikerin steckt?

Klare Antwort: Ja.

Was macht Ihr Leben besonders liebenswert?

Die Liste wäre zu lang zum Drucken. Aber mal ein paar Dinge, die mir spontan in den Kopf kommen: Die kleinen Dinge des Lebens, Cafe ans Bett gebracht zu bekommen, mein Balkon, frische Luft, Fahrrad fahren, meine wundervollen Freunde, Städte zu erkunden, Bergwandern, Zeit für Bücher und DIE ZEIT lesen, mich mit Rollen auseinanderzusetzen, eine Arbeit machen zu dürfen, die ich liebe, zu schreiben, anderen liebenswert zu begegnen, mir selbst liebenswert zu begegnen, Yoga, Urlaub ... Sie sehen vielleicht, was ich meine: Das Leben ist so liebenswert wie wir es sehen und gestalten wollen.

Vier neue Folgen von 'Lena Lorenz' laufen ab dem heutigen Donnerstag, den 5. September um 20:15 Uhr im ZDF. Neben Judith Hoersch sind in weiteren Rollen unter anderem Eva Mattes, Liane Forestieri und Jens Atzorn zu sehen.

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