Fiese Masche Enkeltrickbetrug: So schützen Sie sich

Enkeltrickbetrug am Telefon
Enkeltrickbetrüger nutzen eine besonders perfide Masche um an Geld zu kommen.
Inhalt
  1. 290.000 Euro erbeutet - jetzt vor Gericht
  2. Bankmitarbeiter sind sensibilisiert
  3. So können Sie sich schützen
  4. 85-Jährige dreht den Spieß um: Betrüger wird geschnappt

Der Enkeltrick ist eine perfide Betrugsmasche. Liebenswert erklärt, wie sie funktioniert und wie Sie sich davor schützen können.

"Rate mal wer hier spricht" - so beginnen Enkeltrickbetrüger meistens ihre Telefongespräche. Zuvor suchen sie sich im Telefonbuch Menschen mit Vornamen, die vermutlich zu älteren Menschen gehören, wie Gottfried oder Helga. Außerdem schauen sie, dass die Personen in einer sozial starken Wohngegend leben. Antwortet der Angerufene dann am Telefon zum Beispiel mit "Oh, du könntest mein Enkel Herbert sein", geben sich die Betrüger als diese Person aus und spielen vor, in einer Notlage zu sein und dringend Geld zu benötigen. Dabei bauen sie großen Druck auf. Erklären sich die Opfer dann dazu bereit, das Geld rauszugeben, schickt der Anrufer meist einen angeblichen Freund vor, der das Geld abholen kommt.

 

290.000 Euro erbeutet - jetzt vor Gericht

Diese Masche hat auch der 29-jährige Marcin K. häufig angewendet. Er steht seit Mittwoch vor dem Landgericht Hamburg und ist für 43 Betrugstaten angeklagt. In 16 Fällen war er erfolgreich und erbeutete insgesamt 290.000 Euro. Mit seiner Festnahme ist den Fahndern ein großer Schlag im Kampf gegen die Enkeltrick-Mafia gelungen. 

Polizei schnappt Betrueger
Wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt, rufen Sie die Polizei. Nur so können Betrüger geschnappt werden. 
 

Bankmitarbeiter sind sensibilisiert

Glücklicherweise scheitern viele Coups, weil die Opfer doch misstrauisch werden, oder sich Angehörigen anvertrauen. Auch die Mitarbeiter der Geldinstitute sind für Enkeltrickbetrug sensibilisiert und haben durch ihre Aufmerksamkeit schon viele Fälle verhindern können. 

 

So können Sie sich schützen

Doch so weit soll es gar nicht erst kommen. Schon mit kleinen Vorsichtsmaßnahmen können Sie sich vor dem Enkeltrick und anderen Betrugsmaschen schützen:

  1. Damit Sie von den Betrügern gar nicht erst als potenzielles Opfer identifiziert werden können, kürzen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch ab - oder lassen Sie den Eintrag komplett entfernen.
  2. Geben Sie im Gespräch mit fremden Personen keine Details zu Ihrer finanziellen und familiären Situation preis. 
  3. Tragen Sie in der Öffentlichkeit nur wenig Bargeld mit sich und lagern Sie keine großen Summen bei sich zu Hause.
  4. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn ab, dass Sie ein Auge aufeinander haben, wenn fremde Personen an der Tür klingeln.
  5. Wenn Sie vermuten von einem Enkeltrickbetrüger angerufen worden zu sein, stellen Sie ihm eine Kontrollfrage, die er nur beantworten könnte, wenn er wirklich die Person wäre, für die er sich ausgibt. Zum Beispiel: "Wie heißt noch mal dein Studiengang?"
 

85-Jährige dreht den Spieß um: Betrüger wird geschnappt

Am wichtigsten ist: Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Vielleicht geben Sie einen wichtigen Hinweis, sodass Enkeltrickbetrüger geschnappt werden können. Besonders gut handelte eine 85-Jährige aus Hamburg: Sie gab nur vor auf den Enkeltrickbetrug reinzufallen und ging zur Bank, um angeblich Goldbarren im Wert von 65.000 Euro abzuholen. Beim Übergabetermin schnappte die Falle zu - denn die Dame hatte zvuor die Polizei eingeweiht. 

Autor: Carolin Ostrowski

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