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Charmant, aber mit Akzent

Dafür wird Königin Silvia verspottet

In einer Satiresendung verspottet und von prominenten Schweden in aller Öffentlichkeit angegriffen. Warum Königin Silvia verspottet wird? Wir verraten es Ihnen.

Königin Silvia von Schweden posiert für ein Fotoshooting mit der Göteborgs-Posten Zeitung.
Königin Silvia von Schweden ist gebürtige Heidelbergerin und kam erst mit 32 Jahren in die Heimat ihres Ehemanns. Foto: Nils Petter Nilsson/GettyImages

Seit über 40 Jahren ist Königin Silvia mit ihrem Mann und schwedischem Monarchen Carl XVI. Gustav verheiratet. Seit ihre Eheschließung repräsentiert auch die gebürtige Heidelbergerin die Schweden. Für ihre charmante Art, ihre drei wundervollen Kinder und ihr soziales Engagement wird Königin Silvia von ihrem Volk geliebt sowie geschätzt. Doch der ein oder andere verspottet sie auch. Warum? Wie klären auf.

Diesen Wunsch schlägt Königin Silvia ihren Enkeln ab

Königin Silvia: Prominente Schweden verspotten sie

Das ein Staatsoberhaupt in einer Satiresendung durch den Kakao gezogen wird, kennen wir deutschen auch. Irgendwie ist es eine Form der Kritik, mit der in der Öffentlichkeit stehenden Personen lernen müssen, umzugehen. Bei Königin Silvia übertrieb die schwedische Sendung "Parlament" des TV4-Senders maßlos. Selbst von Schönheitsoperationen war die Rede.

Doch das schwedische Volk stärkte der Monarchin den Rücken! Schließlich ist irgendwo eine Grenze erreicht. Doch andere dürfen Königin Silvia verspotten.

Welche Geheimnisse die britische Monarchin hat? Wir wissen es. ...(Der Text geht unter dem Video weiter.)

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Kritik kommt unter anderem vom schwedischen Romanautor Björn Ranelid: "Sie ist charmant und eine gute Vertreterin für Schweden. Aber ihre Sprache ist voller grammatikalischer Fehler. Das ist seltsam und befremdlich." Erzählt der 71-Jährige gegenüber der Zeitung Svensk Damtidning.

Natürlich könnte man meinen, dass ein Autor, der sich beruflich mit Sprache befasst, etwas sensibel in dem Thema sein könnte. Doch auch Ex-Nationalfußballspieler Glenn Hysén kritisiert: "Wenn Sie so lange in Schweden waren wie sie, sollten Sie Schwedisch besser sprechen. Ich habe nichts gegen sie und finde sie sehr nett, aber sie repräsentiert immerhin Schweden." Harte Worte, vor allem wenn man bedenkt, dass der Sportler viele Jahre seiner Karriere in Italien und England verbrachte.

So äußert sich Königin Silvia zu der Kritik

Viele Königshäusern äußern sich nicht zu Schlagzeilen und Satiresendungen. So auch die Schweden, aber in Bezug auf ihre grammatikalischen Patzer, ihrer nicht perfekten Aussprachen und ihrem deutlich hörbaren deutschen Akzent schriebt sie in ihrem Buch Drottning Silvia: "Viele Leute fragen sich, warum ich immer noch einen Akzent habe, wenn ich Schwedisch spreche. Ich verstehe, was sie meinen. Man muss jedoch bedenken, dass ich bei meiner Ankunft in Schweden bereits zweiunddreißig Jahre alt war und sechs Sprachen sprach. Dann ist es schwierig, mit einer neuen zu beginnen."

Sechs Sprachen? Richtig gelesen. Königin Silvia spricht neben Deutsch und Schwedisch auch Portugiesisch, Englisch, Französisch, Spanisch und beherrscht die Gebärdensprache.

Bei aller Kritik - wichtig ist doch, dass Silvia von Schweden ihr Volk mit Anstand repräsentiert, sich weiterhin für benachteiligte und missbrauchte Kinder einsetzt, ihren eigenen Kindern eine gute Mutter und ihren Enkelkindern eine wundervolle Oma ist. Mehr kann man doch eigentlich nicht verlangen, oder?