Blutdruck-Schwankungen: Das können Sie dagegen tun

Ein schwankender Blutdruck ist nicht gleich ein Grund zur Sorge. Steigt der Blutdruck jedoch im Tagesverlauf immer wieder stark an, ist Vorsicht geboten. Wir klären Sie über Blutdruck-Schwankungen auf. 

Blutdruck-Schwankungen erkennen
Ein krankhaft schwankender Blutdruck kann ähnlich gesundheitsschädigend sein, wie Bluthochdruck.
Inhalt
  1. Wie macht sich ein schwankender Blutdruck bemerkbar?
  2. Warum habe ich Blutdruck-Schwankungen?
  3. Wie gefährlich ist ein schwankender Blutdruck für mich?
  4. Was kann ich gegen Blutdruck-Schwankungen tun?
 

Wie macht sich ein schwankender Blutdruck bemerkbar?

Meist sind Blutdruck-Schwankungen ein Zufallsbefund. Regelmäßige Blutdruckmessungen über den Tag verteilt zeigen, dass der Blutdruck natürlichen Schwankungen unterliegt, die jedoch völlig normal sind. Bewegt sich der schwankende Blutdruck in einen kritischen Bereich, kann sich dies durch Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen oder auch Schlafstörungen äußern. Für ältere Menschen ist ein Wert von 140/90 mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) ideal. Alles was darüber hinausgeht befindet sich im Bereich des Bluthochdrucks und sollte ärztlich abgeklärt werden. Hierzu wird in der Regel mit einer 24-Stunden-Messung abgeklärt, ob sich der Blutdruck stark nach unten oder oben verändert und damit unnatürliche Abweichungen vom Tagesrythmus vorliegen.

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Warum habe ich Blutdruck-Schwankungen?

Ein schwankender Blutdruck kann viele verschiedene Ursachen haben. In erster Linie sollte über eine Langzeitmessung oder ein Blutdrucktagebuch festgestellt werden, ob es sich um krankhafte Schwankungen handelt, die medikamentös behandelt werden müssen oder ob es sich um natürliche Schwankungen handelt. Liegen die Blutdruck-Schwankungen im Normbereich, sind sie dem zirkadianen Rhythmus, also dem Hell-Dunkel-Rhythmus geschuldet. Die Werte sind dann in der Regel morgens zwischen acht und neun Uhr und nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr am höchsten. Nachts sind sie hingegen am niedrigsten, um dem Körper eine optimale Erholungsphase zu gewährleisten. Kommen die Werte jedoch nachts nicht zur Ruhe oder steigen tagsüber deutlich über 140/90 mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) an, ist der natürliche Rhythmus aus dem Takt geraten. Ursachen für diese unnatürlichen Schwankungen sind zum Beispiel ein erhöhtes, dauerhaftes Stresslevel, die Einnahme von bestimmten Antidepressiva, Nierenfunktionsstörungen oder Schilddrüsenprobleme. Schwankende Blutdruckwerte können auch durch die Wechseljahre bedingt auftreten und sollten in jedem Fall abgeklärt werden.  

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Wie gefährlich ist ein schwankender Blutdruck für mich?

Befindet sich der Blutdruckwert immer wieder in einem kritisch erhöhten Bereich, in dem man bereits von Bluthochdruck oder Hypertonie spricht ist dies genauso schädlich einzustufen, wie ein dauerhaft erhöhter Blutdruck. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöht sich. Der ständige Druck kann die Gefäßwände verhärten und den Blutdruck noch weiter steigen lassen. Eine Herzschwäche oder ein Herzinfarkt können die Folge sein. Bilden sich weitere Ablagerungen (Arteriosklerose) in den Gefäßen erhöht sich auch das Schlaganfallrisiko erheblich. 

Sehen Sie hier, was Sie beim Blutdruckmessen vermeiden sollten (Artikel geht unten weiter):

 
 

Was kann ich gegen Blutdruck-Schwankungen tun?

Um krankhafte Blutdruck-Schwankungen in den Griff zu kriegen, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden. Meist verschreibt der Arzt klassische Betablocker, um den Puls zu verlangsamen und dadurch den Blutdruck zu senken. Dies muss jedoch nicht zwingend notwendig sein, wenn die Hauptursache zum Beispiel durch eine Änderung des Lebensstils abgestellt werden kann. 
Körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung wirken sich ebenfalls positiv auf den Blutdruck aus. Einige Betroffene mit einem schwankenden Blutdruck haben hauptsächlich im Berufsalltag Probleme mit hohen Werten und ihr Blutdruck normalisiert sich am Wochenende oder Urlaub. Damit die Dosierung der Medikamente in solchen Fällen nicht zu hoch ist lohnt es sich, den Stress zum Beispiel durch autogenes Training und Entspannungsübungen zu minimieren und so unter Absprache mit dem behandelnden Arzt möglicherweise auf eine medikamentöse Therapie zu verzichten. 

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