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Vogelsterben

Bakterium verursacht Blaumeisensterben: Das können Sie tun

Viele Blaumeisen versterben an dem Bakterium Suttonella ornithocola. Was Sie jetzt für die gesunden Vögel tun können.

Blaumeise
Foto: stefbennett / iStock

Was hinter dem plötzlichen Meisensterben steckt

Die kleinen Vögel mit dem gelben Bauch und dem blauen Köpfchen kündigen mit ihrem Gesang Jahr für Jahr den Frühling an. Doch in diesem Jahr steht es schlecht um die Blaumeisen. Bereits seit März 2020 werden immer wieder viele tote Vögel gemeldet.

Schuld an dem Blaumeisensterben ist das Bakterium Suttonella ornithocola, wie der NABU (Naturschutzbund Deutschland) berichtet. Mehrere Landesuntersuchungsämter konnten den Erreger durch Untersuchungen identifizieren.

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Das Bakterium Suttonella ornithocola verursacht bei den betroffenen Meisen eine Lungenentzündung, an der die kleinen Vögel im weiteren Krankheitsverlauf sterben. Von der Infektion sind hauptsächlich kleine Meisenarten, wie Blaumeisen, Tannen- und Haubenmeisen und Sumpf- und Weidenmeisen betroffen. Die größeren Kohlmeisen sind offenbar seltener von dem Bakterium betroffen.

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Was Gartenbesitzer tun können, um die Blaumeisen zu schützen

Wer eine tote Blaumeise in seinem Garten oder der Nähe seines Wohnorts findet, kann eine detaillierte Meldung an die NABU machen. Wenn möglich mit Fotos des Tieres. Wer sehr vorsichtig vorgeht und Handschuhe oder zumindest eine Plastiktüte zum eigenen Schutz verwendet, kann tote Vögel auch einsammeln und an die zuständigen Untersuchungsämter übermitteln, damit die Erkrankung weiter untersucht werden kann.

Da es bei Wildvögeln kaum möglich ist, die bakterielle Infektion, wie sonst üblich, mit Antibiotika zu behandeln, muss den Blaumeisen anders geholfen werden. Gartenbesitzer sollten Futter- und Badestellen für etwa vier Wochen entfernen, damit sich gesunde Vögel nicht anstecken. Natürlich muss es nicht um eine durch das Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Infektion bei erkrankten Vögeln halten. Futter- und Badestellen zu entfernen ist grundsätzlich zu empfehlen, wenn vermehrt kranke und tote Vögel auffallen, es könnte sich um andere Krankheiten handeln.

Zudem können den Blaumeisen möglichst gute Bedingungen für die Brutzeit geschaffen werden, damit sich die Vogelbestände so schnell wie möglich wieder erholen können.

Ob sich das Blaumeisensterben maßgeblich auf den Bestand der kleinen Singvögel auswirkt, lässt sich laut NABU aktuell noch nicht sagen.