Studie zeigt

Altersarmut bedroht vor allem alleinstehende Frauen

Die Altersarmut in Deutschland wird steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Eine Gruppe, die besonders gefährdet ist: alleinstehende Frauen.

Alleinstehende Frauen besonders von Altersarmut bedroht
Das Risiko der Altersarmut soll bis 2036 auf 20 Prozent steigen, so eine Studie. Foto: gregory_lee / iStock

Mehr Neurentner auf staatliche Unterstützung angewiesen

Das Risiko der Altersarmut steigt bis 2036 auf 20 Prozent. Das berichtete die Bertelsmann Stiftung bei der Vorstellung ihrer Studie über die Entwicklung des Rentensystems in Deutschland. 2015 waren es noch 16 Prozent. Demnach sind besonders Menschen ohne Berufsausbildung, Langzeitarbeitslose und alleinstehende Frauen gefährdet, unter Altersarmut leiden zu müssen. Die Studie geht von Armut aus, wenn monatlich weniger als 958 Euro auf dem Konto des Rentners oder Rentnerin landen.

Sehen Sie hier, wie Sie mit einer simplen Methode bares Geld sparen können (Artikel geht unten weiter):

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Studie mahnt, dass fast jede dritte alleinstehende Neurentnerin (28%) bis 2036 darauf angewiesen sein könnte, Grundsicherung zu beantragen. Insgesamt sollen dann 7 Prozent der Neurentner auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Insbesondere nimmt die Studie das Eintreten der Babyboomer-Generation in das Rentenalter in ihren Untersuchungen auf. Diese werden ab 2022 Anspruch auf Rente haben.

Lesen Sie dazu auch diesen Artikel:

Altersarmut: Die Politik muss Ursachenforschung betreiben

Als Ursachen für die steigende Altersarmut nennen die Autoren der Studie außerdem die durch Unterbrechungen gekennzeichneten Biographien der Erwerbstätigen und die niedrigen Löhne im Niedriglohnsektor. Außerdem spüre man die Auswirkungen der Änderungen an der rechtlichen Rentensituation und der demografischen Entwicklung, die das Rentenniveau absinken lässt. Diese Problematik müssten Reformvorschläge aus der Politik berücksichtigen, um sinnvolle Lösungen zu finden, so die Studie.

Diese Themen dürften Sie ebenfalls interessieren: