Im Interview Zürich-Krimi-Star Christian Kohlund: "Mein Enkel ist ein Geschenk!"

Christian Kohlund blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Das größte Geschenk hat ihm jedoch seine Tochter gemacht: Seinen Enkel. 

 

Ein großes Geschenk und ein schmerzhafter Verlust

Christina Kohlund spielt im ‚Zürich-Krimi‘ den vorbestraften Anwalt Borchert und ist seit dem 18. Januar als Onkel Ludwig beim Bergdoktor zu sehen. Er hatte im letzten Jahr das Glück, sich seine Rollen aussuchen  zu können. Im Interview mit Liebenswert hat der Schauspieler verraten, was sein schönstes Geschenk im vergangenen Jahr war und warum auch bittere Tränen flossen: „Da brauche ich nicht lange nachdenken, meine Tochter Francesca hat einen kleinen entzückenden Jungen zur Welt gebracht. Niklas Christian Lorenz, der war 3520 Gramm schwer und 52 Zentimeter lang, ein ganz entzückender junger Mann. Das absolute Highlight in einem für mich wirklich tollen Jahr 17, das ist meine Glückszahl. Ich habe gut gearbeitet, das hat extrem viel Spaß gemacht. Ein Jahr, wie man es nicht immer hat. In dem du als Schauspieler wirklich das machen kannst, was du wirklich möchtest. Ich habe vier komplett verschiedene Rollen gespielt, so wie man das immer gerne hat. Dass man wirklich das eine gegen das andere setzen kann. Das war sehr schön. Aber wie gesagt, das Highlight ist, dass ich jetzt Opa bin.
Es gab ein paar ganz bittere Tränen vor Weihnachten, weil ich meinen geliebten Hund verloren habe. Ich musste ihn in die ewigen Jagdgründe begleiten und er fehlt mir wahnsinnig. Den Eddie und mich, uns konntest du nicht mehr auseinander dividieren. Wir waren zusammen die Kohlhunde. Der fehlt mir und ich gucke andauernd, ob er nicht vielleicht doch da ist. Aber c'est la vie und die Freude überwiegt.“

Unter dem Video geht das Interview weiter.
 

 

Trotz seines Erfolges ist Christian Kohlund immer bescheiden geblieben. Auf die Frage, worauf er stolz in seinem Leben ist, kommt der Mime ins Grübeln: „Darüber habe ich mir eigentlich gar nicht den Kopf zerbrochen. Ich hadere sehr oft, das liegt vielleicht in meinem Naturell, mit mir selber. Ich bin auch sehr oft unzufrieden mit  mir selber und ich hatte noch nicht genug Zeit um mir zu überlegen, worauf ich jetzt wirklich stolz sein kann. Ich bin manchmal wirklich zufrieden mit meiner Arbeit. Das waren aber meistens die Arbeiten, die ich selber ausgesucht habe. Bei denen man wirklich bis zur Erschöpfung recherchiert, gemacht, gebaut, gespielt hat. Dein eigenes Ding, wie zum Beispiel 'Im Zweifel für den Angeklagten', dieses Ein-Personen-Stück das ich gespielt habe. Das ist dann der Moment in dem ich sage, ich bin stolz auf diese Arbeit, die ich über viele Jahre gemacht habe und die wahrscheinlich nie so ganz ruhen wird. Das ist vielleicht die Arbeit, auf die ich wirklich stolz bin, bis heute. Ich hab mir immer auf die Stirn geschrieben, do it or leave it. Was immer ich gemacht habe, ob das leichte Unterhaltung war oder ganz schwere Kost,  ich habe immer gesagt mach es gut oder lass es sein. Ich habe mich immer mit 100 Prozent bei jeder Arbeit reingeschmissen und ich liebe unseren Beruf nach wie vor. Er ist natürlich immer stressig gewesen, er wird immer stressiger, aber eigentlich mehr das ganze Drumherum. Aber das ist in anderen Berufen genauso, das Drumherum macht es so schwer. Die eigentliche Arbeit ist nach wie vor eine Freude, wenn man dabei ist. Und natürlich gab es auch Phasen mit Arbeiten, die man aus exsitiellen Gründen gemacht hat, auch da habe ich immer gesagt, es ist jetzt vielleicht nicht das, was du dir gewünscht hast aber macht's Beste draus. Und das war eigentlich immer meine Devise und der bin ich treu geblieben. Insofern bin ich auch mir treu geblieben.“

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Seit dem 18. Januar 2017 ist Chritian Kohlund beim ‚Bergdoktor‘ zu sehen.  Seit April 2016 ist der gebürtige Schweizer im ‚Zürich-Krimi‘ zu sehen. Mit seiner Rolle, dem vorbestraften Anwalt Borchert, verbindet Christian Kohlund mehr, als man denkt. Wieviel Borchert steckt in Christian Kohlund?  „Ziemlich viel, würde ich jetzt mal sagen. Also nicht nur der Husten jetzt im dritten Teil, da ist er leider schwer erkältet. Ich finde das wunderbar, das ist auch mir nicht fremd. Er hat halt immer etwas. Der Borchert ist für als Figur eine Passion, ich liebe diese Figur. Weil er doch, auch wenn er ruppig ist oder meint ruppig zu sein, ein Mensch ist, der in einer sehr wohlbehüteten aber seltsamen Familie aufgewachsen ist und sich da sehr gewehrt hat. Als junger Anwalt ein großer Idealist gewesen ist und wie das eben im Leben oft passiert, dass können Sie jeden Tag sehen, dass sich dann jemand in seinem Beruf verliert. Und gerade in Anwaltsberufen, wo die Anwälte oft in der letzten Grauzone der Legalität sind, um noch irgendetwas zu finden um zu sagen "Entschuldigung, das ist Gesetz, das ist legal", dass sie gar nicht mehr merken dass es zwar legal ist, aber grundsätzlich falsch. Und da ist er natürlich auch reingeschlittert und dann hat er seinen Sohn bei einem Autounfall verloren, seine Frau hat sich das Leben genommen, er ist abgestürzt. Trotzdem hat er dann jetzt die Phase, in der er sich befindet, den Wunsch einfach ein bisschen zurückzukommen zu diesem fast naiven Idealismus zurückzufinden, den er mal gehabt hat. Denn eigentlich kann er sich nicht im Spiegel ansehen. Er findet sich ganz schrecklich. Aber er hat Humor, er ist witzig. Die junge Anwältin ist eine Schicksalsverbindung weil er in ihr das sieht, was er mal war. Während ihr Vater, sein Freund, auch so ein Winkelanwalt geworden ist, der eiskalt den Kasus sieht, der zu lösen ist. Mir gefällt diese Figur einfach, auch die Art und Weise, er ist sehr unkonventionell. Der Mann hat ja nichts mehr zu verlieren. Der hat keinen Beruf zu verlieren. Er ist verknackt worden, er ist vorbestraft, wovor soll der noch Angst haben. Und das finde ich klasse, da ist schon sehr viel Christian mit drin.“

Am  8. und 15.Februar 2018 laufen die neuen Folgen vom „Zürich-Krimi“ mit Christian Kohlund im Ersten.

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