Im Interview Zürich-Krimi-Star Christian Kohlund: "Mein Enkel ist ein Geschenk!"

Schauspieler Christian Kohlund ist der Star im 'Zürich-Krimi' und glücklicher Großvater. Mit seinem Enkel hat ihm Tochter Francesca ein großes Geschenk gemacht. 

Inhalt
  1. Wie viel Thomas Borchert in Christian Kohlund steckt
  2. Der Schauspieler verrät, wie glücklich sein Enkel ihn macht
  3. Große Trauer um Hund Eddie
  4. Worauf Christian Kohlund stolz ist
 

Wie viel Thomas Borchert in Christian Kohlund steckt

Seit April 2016 ist der gebürtige Schweizer im 'Zürich-Krimi' zu sehen. Mit seiner Rolle Thomas Borchert verbindet Christian Kohlund mehr, als man denkt. Im Gespräch mit Liebenswert hat er verraten: "Der Borchert ist als Figur eine Passion, ich liebe diese Figur. Weil er doch, auch wenn er ruppig ist oder meint ruppig zu sein, ein Mensch ist, der in einer sehr wohlbehüteten aber seltsamen Familie aufgewachsen ist und sich da sehr gewehrt hat. Als junger Anwalt ein großer Idealist gewesen ist und wie das eben im Leben oft passiert, dass können Sie jeden Tag sehen, dass sich dann jemand in seinem Beruf verliert. Und gerade in Anwaltsberufen, wo die Anwälte oft in der letzten Grauzone der Legalität sind, um noch irgendetwas zu finden um zu sagen "Entschuldigung, das ist Gesetz, das ist legal", dass sie gar nicht mehr merken dass es zwar legal ist, aber grundsätzlich falsch.

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Und da ist er natürlich auch reingeschlittert und dann hat er seinen Sohn bei einem Autounfall verloren, seine Frau hat sich das Leben genommen, er ist abgestürzt. Trotzdem hat er dann jetzt die Phase, in der er sich befindet, den Wunsch einfach ein bisschen zurückzukommen zu diesem fast naiven Idealismus zurückzufinden, den er mal gehabt hat. Denn eigentlich kann er sich nicht im Spiegel ansehen. Er findet sich ganz schrecklich. Aber er hat Humor, er ist witzig. Die junge Anwältin ist eine Schicksalsverbindung weil er in ihr das sieht, was er mal war. Während ihr Vater, sein Freund, auch so ein Winkelanwalt geworden ist, der eiskalt den Kasus sieht, der zu lösen ist. Mir gefällt diese Figur einfach, auch die Art und Weise, er ist sehr unkonventionell. Der Mann hat ja nichts mehr zu verlieren. Der hat keinen Beruf zu verlieren. Er ist verknackt worden, er ist vorbestraft, wovor soll der noch Angst haben. Und das finde ich klasse, da ist schon sehr viel Christian mit drin.“

 

Der Schauspieler verrät, wie glücklich sein Enkel ihn macht

Vor zwei Jahren ist der heute 68-Jährige Opa geworden. Für ihn ist sein Enkel das größte Geschenk überhaupt: "Meine Tochter Francesca hat 2017 einen kleinen entzückenden Jungen zur Welt gebracht. Niklas Christian Lorenz, der war bei seiner Geburt 3520 Gramm schwer und 52 Zentimeter lang, ein ganz entzückender junger Mann."

 

Große Trauer um Hund Eddie

Aber auch an einen sehr traurigen Moment erinnert Christian Kohlund sich: "Es gab ein paar ganz bittere Tränen vor Weihnachten vor zwei Jahren, weil ich meinen geliebten Hund verloren habe. Ich musste ihn in die ewigen Jagdgründe begleiten und er fehlt mir wahnsinnig. Den Eddie und mich, uns konntest du nicht mehr auseinander dividieren. Wir waren zusammen die Kohlhunde. Der fehlt mir und ich gucke andauernd, ob er nicht vielleicht doch da ist. “

Unter dem Video geht das Interview weiter.
 

 
 

Worauf Christian Kohlund stolz ist

Trotz seines Erfolges ist Christian Kohlund immer bescheiden geblieben. Auf die Frage, worauf er stolz in seinem Leben ist, kommt der Mime ins Grübeln: "Darüber habe ich mir eigentlich gar nicht den Kopf zerbrochen. Ich hadere sehr oft, das liegt vielleicht in meinem Naturell, mit mir selber. Ich bin auch sehr oft unzufrieden mit  mir selber und ich hatte noch nicht genug Zeit um mir zu überlegen, worauf ich jetzt wirklich stolz sein kann. Ich bin manchmal wirklich zufrieden mit meiner Arbeit. Das waren aber meistens die Arbeiten, die ich selber ausgesucht habe. Bei denen man wirklich bis zur Erschöpfung recherchiert, gemacht, gebaut, gespielt hat. Ich hab mir immer auf die Stirn geschrieben, do it or leave it. Was immer ich gemacht habe, ob das leichte Unterhaltung war oder ganz schwere Kost,  ich habe immer gesagt mach es gut oder lass es sein. Ich habe mich immer mit 100 Prozent bei jeder Arbeit reingeschmissen und ich liebe unseren Beruf nach wie vor. Er ist natürlich immer stressig gewesen, er wird immer stressiger, aber eigentlich mehr das ganze Drumherum. Aber das ist in anderen Berufen genauso, das Drumherum macht es so schwer. Die eigentliche Arbeit ist nach wie vor eine Freude, wenn man dabei ist. Und natürlich gab es auch Phasen mit Arbeiten, die man aus exsitiellen Gründen gemacht hat, auch da habe ich immer gesagt, es ist jetzt vielleicht nicht das, was du dir gewünscht hast aber macht's Beste draus. Und das war eigentlich immer meine Devise und der bin ich treu geblieben. Insofern bin ich auch mir treu geblieben.“

Am 28. Februar 2019 und am 7. März 2019 laufen die neuen Folgen vom 'Zürich-Krimi' mit Christian Kohlund als Thomas Borchert im Ersten.

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