Fruchtiges Fasten Saftkur: 5 Tage, 30 Säfte

Saftkur: 5 Tage, 30 Säfte
Inhalt
  1. Tag 1 von 5
  2. Tag 2 von 5
  3. Tag 3 von 5 – Halbzeit!
  4. Tag 4 von 5
  5. Tag 5 von 5 – Finale!
  6. Würde ich noch einmal eine Saftkur machen?
  7. Was ist Kale & Me?
  8. Wie viele und welche Säfte sind enthalten?
  9. Wie viel kostet die Kur?
  10. Woher bekommt man die Kur?

Selbstversuch Saftkur: Mit Vitaminen, schlechter Laune und guter Haut die Grenzen des Durchhaltevermögens testen.

Was passiert mit meinem Körper, wenn er fünf Tage lang keine feste Nahrung, sondern ausschließlich Wasser, Tee und Saft bekommt? Mit dieser Frage habe ich mich an das Selbstexperiment Saftkur gewagt.

Die Hamburger Firma Kale & me hat sich darauf spezialisiert und liefert in einer Kühlbox mit 30 Säften à 320 Mililiter den Bedarf für eine Arbeitswoche Saftkur. Der Plan: Jeden Tag werden sechs unterschiedliche Säfte getrunken, die sich jeden Tag wiederholen. Das Ziel: entgiften, Willensstärke trainieren und endlich einmal die täglich empfohlene Menge an Vitaminen zu sich nehmen. Und so lief's:

 

Tag 1 von 5

Voller Motivation starte ich in den ersten Tag meiner Saftkur. Meiner täglichen Routine entsprechend quäle ich mich an diesem Montagmorgen aus den Federn – bislang nichts Neues. Bis ich im eingeübten Trott mit der linken Hand zur Tasse und mit der rechten zur Kaffeekanne greife, nur um leicht bedröppelt festzustellen, dass diese Saftkur nur den positiven Effekt des Entgiftens haben kann, wenn ich meinem Körper kein Koffein zufüge. Nun gut; ich verkaufe dieses Malheur als wohlwollende Tat für meinen Partner, der sich über den frisch gebrühten Kaffee im Bett sehr freut. Für mich gibt es stattdessen einen magenschonenden Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Im Büro angekommen dauert es keine zehn Minuten, da steht der Kurier von Kale & me mit der heißersehnten Saftlieferung vor mir – Zeit für's Frühstück! In flüssiger Form ist dieses schneller abgehandelt als mir lieb ist. Aber: Mir fällt auf, dass die Öffnung der Fläschchen vergleichsweise klein ist, sodass man langsam an dem Saft nuckelt und dadurch länger etwas davon hat. Satt fühle ich mich nicht, habe aber trotzdem keinen knurrenden Magen. Bis zur nächsten Saftration zwei Stunden später lässt es sich mit Wasser und Tee gut aushalten.

Im Laufe des ersten Tages der Saftkur fallen mir drei Dinge auf:

  1. Ich brauchte keinen Kaffee. Auch ohne Koffeinration fühlte ich mich wach
  2. Mir wurde zunehmend kälter.
  3. Ich habe Kopfschmerzen bekommen, die gegen Abend immer stärker wurden.
 

Tag 2 von 5

Mit einem leichten Kopfschmerz wache ich auf – der erste Griff geht zum Wasserglas. Trinken gilt schließlich als Allheilmittel bei Kopfweh. Allerdings habe ich das am Tag zuvor deutlich ausreichend getan. Mein Körper möchte mir mit den Schmerzen nicht sagen, dass er austrocknet, sondern dass er entgiftet. Der Entzug von Kaffee und industriellem Zucker machen sich in Form von sogenannten Detox-Kopfschmerzen deutlich bemerkbar.

'Kale & me'-Gründerin Annemarie Heyl sagt dazu: "Leute, die täglich und viel Kaffee trinken, verfallen während dieser Tage in einen Entzug, der entsprechende Kopfschmerzen auslöst." Der Auslöser und das Ausmaß der Kopfschmerzen sind je nach Person und Ernährungsgewohnheit unterschiedlich: Wer sonst also viel Kaffee trinkt, ist während der Kur anfälliger für den Entgiftungs-Kopfschmerz. 

Auf eine Kopfschmerztablette verzichte ich: Schließlich soll der Körper in der Zeit der Saftkur entgiften und nicht zusätzlich mit "Giftstoffen" belastet werden. Auffällig heute: Um 16 Uhr schalte ich mental ab, die letzten zwei Stunden im Büro ziehen sich wie Kaugummi, Kreativität und Konzentration klingen wie Fremdwörter. Auch die Kopfschmerzen vom Morgen sind nach wie vor präsent und werden immer stärken. Ich denke an die aufbauenden Worte von Annemarie: "Durchhalten – die Kopfschmerzen gehen nach ein bis zwei Tagen weg."

 

Tag 3 von 5 – Halbzeit!

Mit mittelmäßig guter Laune quäle ich mich am Mittwoch aus dem Bett und überlege, in welchem Kopfschmerzzustand ich mich heute befinde. Das Ergebnis: Ein schwacher Druck wabert in den hinteren Regionen – kaum feststellbar und nicht sonderlich schmerzhaft. Mit der ersten Tasse Tee ist er völlig verflogen. Das sind zwar tolle Neuigkeiten - sie retten meine miese Laune aber leider nicht wirklich. Ich fühle mich frustriert, habe keine Lust auf Saft und möchte abbrechen. Im Büro wartet eine Aufmunterung auf mich: Auf meinem Platz steht ein kleines Alpenveilchen, das mir Kraft geben soll durchzuhalten. Top, die Wette gilt! Die neue Herausforderung heißt: Diese Blume nicht töten, solange ich die Saftkur mache (mein grüner Daumen ist quasi nicht existent).

Ansonsten geht es mir an diesem Mittwoch mittelmäßig gut. Ein Hungergefühl kann ich nach wie vor nicht feststellen, die Säfte retten mich durch den Tag. Jedoch ist mir nach wie vor sehr kalt, wogegen ich inzwischen mit zwei Pullis und dickem Schal angehe. Annemarie erklärt: "Zur Wärmeproduktion verbraucht der Körper Energie, wovon ihm während der Kur weniger zugeführt wird. Das resultiert im Herunterfahren der Wärmeproduktion, um Energie zu sparen - woraus das Frieren entsteht. Das ist aber in keinem Fall schlecht für den Körper: Manche Studien besagen sogar, dass gezieltes Niedrighalten der Körpertemperatur durch Fasten das Leben verlängert." Wer am Frösteln trotzdem keine Freude hat, darf die Saftkur mit Tees und auch Gemüsebrühe ergänzen.

Der Tag nimmt noch eine weitere positive Wendung: Mehr oder weniger zufällig stolpere ich über die Waage, erhasche einen Blick – und stelle erfreut fest, dass ich drei Kilogramm abgenommen habe. Die Saftkur dient zwar nicht per se als Diät, der Nebeneffekt dient aber definitiv als Motivation.

 

Tag 4 von 5

Angespornt von dem schönen Erlebnis auf der Waage gibt mir dieser kopfschmerzfreie Donnerstag die Gelegenheit, weitere Beobachtungen positiver Effekte der Saftkur bis hier hin festzuhalten:

  • Meine Haut ist reiner: Pickelchen sind weitestgehend verschwunden (und das nach nur drei Tagen!)
  • Das Bindegewebe wirkt straffer
  • Ich wirke – wie mir mehrfach gesagt wird – sehr frisch

Abgesehen davon drehen sich meine Gedanken um Nahrung. Feste Nahrung. Hunger verspüre ich nach wie vor nur sehr moderat – das ist kein Problem. Aber die Vorstellung von Essen lässt meine Gedanken auf Wanderung durch kulinarische Welten gehen, von denen ich bisher nicht zu träumen gewagt habe. Sogar der Duft frisch aufgeschnittener Paprika  lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das kannte ich so bisher nur von Omas frischgebackenem Apfelkuchen.

 

Tag 5 von 5 – Finale!

Meine Vorfreude auf feste Nahrung lässt sich kaum in Worte fassen – ebenso mein Stolz auf das eigene Durchhaltevermögen. Als relativ undisziplinierter Mensch, der gern Sachen beginnt und sie nach einer Weile gelangweilt in die Ecke legt, ist es für mich ein großer Erfolg, diese fünf Tage durchgehalten zu haben. Ein großes Plus der Saftkur ist für mich deshalb der Effekt, diese Herausforderung zu meistern. Über meine plötzlich strahlende Haut freue ich mich ebenfalls sehr! Auch jetzt (drei Wochen nach der Kur) hält der Effekt noch an. Bisher habe ich ein halbes Kilogramm wieder zugenommen, von einem "krassen Jo-Jo-Effekt" kann ich aktuell deshalb nicht berichten. Lediglich am letzten Tag der Kur gab es noch ein merkwürdiges Erlebnis: Ich habe starken Schluckauf bekommen, der nur sehr selten für einige Minuten Ruhe gab. Besonders auffällig daran war, dass er stärker wurde, wenn ich ein Saftfläschchen zum Mund geführt habe. Als wollte mein Körper mir sagen: "Hör auf zu trinken, fang an zu essen!" Und das habe ich dann auch wieder getan.

Fazit: Mit viel Unterstützung von Kollegen und den Liebsten lässt sich Versuchungen widerstehen – nach fünf Tagen hat aber auch diese Ausdauer ein Ende. Und das betrifft nicht nur mein Durchhaltevermögen: Auch mein Umfeld freut sich, nicht mehr heimlich naschen zu müssen.

 

Würde ich noch einmal eine Saftkur machen?

Ja – nach schlemmerintensiven Feiertagen ist sie genau das Richtige, um wieder auf die Bedürfnisse des Körpers zu achten und zu einer ausgewogenen Ernährung zurückzufinden.

 

Was ist Kale & Me?

Die drei Freunde Annemarie Heyl, Konstantin Timm und David Vinnitski gründeten im Mai 2015 das Unternehmen Kale & me mit der Idee, hochwertige, kaltgepresste Säfte herzustellen. Dabei legen sie Wert auf Regionalität: Der Großteil ihrer Zutaten stammt aus der Region und sie produzieren in der Lüneburger Heide.

Saftkur: Abfüllung des Saftes mit einem speziellen Verfahren.
Bei der Arbeit: die Abfüllung der Säfte.

Durch ein spezielles Verfahren beim Abfüllen der Säfte wird ein Druck von 6000 Bar erzeugt, der Keime komplett ohne Hitze abtötet - weshalb Vitamine und Nährstoffe der Säfte erhalten bleiben.

 

Wie viele und welche Säfte sind enthalten?

In der fünftägigen Saftkur von Kale & me kommen insgesamt 30 Säfte. Das entspricht sechs unterschiedlichen Säften pro Tag. Darin enthalten sind die Säfte:

  • Pamela Pine: Apfel, Ananas, Gurke, Zitrone, Minze
  • Catie Carrot: Apfel, Karotte, Zitrone
  • Al Avoca: Ananas, Spinat, Avocado, Zitrone
  • Rosy Roots: Apfel, Karotte, Rote Bete, Zitrone, Ingwer
  • Kalvin Kale: Apfel, Gurke, Staudensellerie, Zitrone, Grünkohl, Spinat
  • Amy Almond: Wasser, Mandel, Dattel, Himalaya Salz
 

Wie viel kostet die Kur?

Die fünftägige Saftkur kostet 130 Euro zuzüglich Versand.

 

Woher bekommt man die Kur?

Über den Online-Shop von Kale & me: www.kaleandme.de/shop-kaleandme

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