Kreatives DIY Projekt

Seife selber herstellen: Die 4 besten Rohseifen

Neues Hobby: Seife gießen! Bestenliste der Rohseifen und Tipps und Tricks für die Seifenherstellung zuhause

Rohseife
Rohseife für die heimische Seifenherstellung: die ideale Basis für Kreativprojekte Foto: iStock/ Dannko
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Der Trend geht eindeutig wieder zum Selbermachen! Mit dem steigenden Bedürfnis nach Transparenz von Inhaltsstoffen und Umweltbewusstsein möchten immer mehr Menschen auch Alltägliches wie ihre Seife selber herstellen. Mit der Grundzutat Rohseife ist das ganz einfach. Sie lässt völlig individuelle Seifenkreationen abgestimmt auf Hauttyp, Pflegebedürfnisse und die liebste Duftrichtung zu, die Haut, Nase und Kreativität gleichermaßen beglücken.

Auf der Suche nach den beliebtesten Rohseifen zum Seifengießen zuhause haben wir eine Bestenliste erstellt. Welche die beste Rohseife ist, worauf es bei der Herstellung eigener Seifen ankommt und natürlich jede Menge Seifen-Tipps, Tricks und Anleitungen haben wir hier für Sie.

Empfehlung der Redaktion: Beste Rohseife mit Sheabutter

Die Greenum Rohseife mit Sheabutter ist unser Favorit! Warum? Ihre vegane Basis aus pflanzlichen Fetten wie Sheabutter ist SLS-frei (Sodium Laryl Sulfate), die schädlich für die Gewässer und die Gesundheit sein können. Reich an Glycerin und den Vitaminen E und A macht die Seifenbasis die Haut auch ohne die Beigabe weiterer Zusätze streichelzart und geschmeidig. Kundenbewertungen zufolge lässt sich die Rohseife leicht einschmelzen, einfärben und mit weiteren Zusätzen wie Blüten oder Ölen verfeinern. Bonus: Die Sheaseife ist FSC-zertifiziert und die plastikfreie Verpackung besteht aus Papier.

Der Hersteller bietet auch transparente Glycerinseife an, die sich ideal für kreative Diy-Projekte eignet.

Was ist Rohseife?

Rohseife bildet die Basis aller Seifen. Für kosmetische Seife wird meist Glycerinseife aus pflanzlichen oder tierischen Fetten verwendet. Glycerin-Rohseife ist transparent, geruchsneutral und hat eine sanfte Waschwirkung – perfekte Voraussetzungen für alle Seifen. Der große Vorteil: Glycerin ist in vielen Pflegeprodukten enthalten, da es Feuchtigkeit einschließt und die Haut nicht austrocknet.

Rohseife im Vergleich: Die besten Seifen zum Gießen

Seife ist nicht gleich Seife. Sie möchten sich an die Seifenherstellung daheim wagen? Wir haben eine Bestenliste der Basisseifen für Sie, mit denen Sie nicht falschliegen können.

Sulfatfreie Honigseife

Die Rohseife mit Honig von den Seifenprofis zählt zu den Kundenfavoriten bei Amazon. Hierbei handelt es sich um ein Seifenerzeugnis ohne Palmöl. Als Seife mit Honig überzeugt sie vor allem mit ihren potenziell entzündungshemmenden Eigenschaften, von der vor allem Menschen mit Ekzemen und Irritationen profitieren. Sie hat bereits eine leicht gelbliche Farbe, die sich unter Zugabe von Farbe aber überdecken lässt.

Transparente Rohbasis mit Aloe Vera

Auch die Black Sea Rohseife mit Sheabutter zählt zu den Topsellern. Der deutsche Hersteller setzt dafür auf eine milde Formulierung ohne SLS und Palmöl. Die zugesetzte Sheabutter agiert hier als zusätzlicher Feuchtigkeitsspender, der die Haut vor dem Austrocknen bewahrt und Hände sowie Körper geschmeidig hält. Mit der durchsichtigen Formel ist sie eine ideale Bastelseife, die sich mit Seifenfarbe leicht einfärben lässt.

Transparente Rohseife, SLS-frei

Auf zu kreativen Bastelprojekten! Die WoldoClean Glycerinseife ist transparent und geruchslos – ideal also zur Seifenherstellung mit Farbe, Blüten und sogar Figuren. Auch dieser Hersteller verzichtet auf den Zusatz von SLS, die die Haut zu stark entfetten können und als umweltschädlich eingestuft werden. Der Lieferumfang umfasst ein Kilogramm hochwertige Rohseife im Block.

Weitere Tipps rund um Seifen

Ob pH-neutrale Seifen oder andere Sorten – bei uns finden Sie noch mehr Infos rund um die verschiedenen Reinigungsmittel >>

Ziegenmilchseife | Aleppo Seife | Schwarze Seife | Grüne Seife | Manna Seife | Lavendelseife | Schafmilchseife | Kernseife |

Aus was besteht Rohseife?

Rohseife besteht traditionell nur aus Fett und Lauge. Beim Kochen der Seife, dem Seifensieden, kommt es zum chemischen Prozess der "Verseifung". Die entstandene Seifenbasis enthält waschaktive Substanzen, die Tenside. Diese lösen Fett, Schmutz, Gerüche und sonstige Verschmutzung von der Haut.

Was brauche ich zum Seifengießen?

Was Sie alles für Ihre Seifen brauchen, hängt ganz davon ab, was Sie vorhaben:

  • Rohseife (opak oder transparent)

  • einen Topf/ ein Gefäß zum Einschmelzen

  • Form zum Eingießen

  • Zubehör und Deko wie Seifenfarben, Perlen, Blüten und Glitzer (optional)

Tipp: Wenn Sie bunte Seifen mit viel Deko herstellen möchten, raten wir Ihnen zu transparenter Rohseife.

Rohseife
Wer freut sich nicht über ein solches duftendes Gastgeschenk? Unser Favorit: Kaffeeseife! Foto: iStock/ taseffski

Anleitung: Seife selber machen

  1. Geben Sie die gewünschte Menge Rohseife in ein hitzebeständiges Gefäß.

  2. Erwärmen Sie die Seife im Wasserbad oder kurz in der Mikrowelle, bis sie flüssig wird.

  3. Geben Sie nun Zusätze wie Pflegeöl oder reines ätherisches Öl für den Duft hinzu. Achtung: Um eine Überfettung der Seife zu vermeiden, sollte ein bestimmtes Verhältnis von Öl und Seife nicht überschreiten. Hinweise dazu finden sich in den Herstellerangaben.

  4. Nun können Sie die flüssige Seifenmasse mit Seifenfarbe und Bastelmaterial wie Blüten, Glitzer und Co dekorieren.

  5. Gießen Sie die fertige Seifenmischung in Schablonen und stellen Sie die Seifenstücke zum Aushärten für mindestens eine Stunde an einen kühlen Ort.

Rohseife kaufen – worauf achten?

Wer Seife selbst herstellt, sollte beim Kauf der Rohstoffe auf folgende Kriterien achten:

  • Farbe: Bei neutralen Seifendesigns können Sie weiße Basisseifen (opak) wählen. Möchten Sie dekorative Seifen etwa zum Verschenken herstellen, sind Sie mit einer transparenten Basis besser beraten.

  • SLS-frei: Viele Seifen enthalten Sulfate, doch vor allem die SLS sind mit Vorsicht zu genießen. SLS steht für Sodium Lauryl Sulfate, die in Seifen als waschaktive Substanzen die Haut von reinigen. Sie sind potenziell hautreizend und umweltschädlich.

Hinweis: Verwechseln Sie die Sodium Lauryl Sulfate nicht mit Sodium Laureth Sulfaten, welche gemeinhin als sicher in der Verwendung gelten.

  • Ohne Palmöl und Kokosöl: Viele Seifenhersteller nutzen günstige Pflanzenfette für ihre Basis. Diese sind selten aus nachhaltigem Anbau und haben weite Transportwege hinter sich. Auch in puncto Hautverträglichkeit sind bestimmte Öle nicht ideal. So ist etwa das beliebte Kokosöl komedogen (porenverstopfend) und somit irritierend.

  • Vegan und ohne Tierversuche: Wählen Sie zum Tierwohl vegane Rohseife auf Pflanzenbasis und möglichst in Bio-Qualität aus, um Ihre selbstgemachte Seife guten Gewissens nutzen zu können.