Pflegeversicherung Pflegebeiträge steigen 2019 um 0,5 Prozentpunkte

Das Bundeskabinett hat die Erhöhung der Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung beschlossen. Wir klären Sie darüber auf. 

Pflegebeitrag
Durch die Erhöhung des Pflegebeitrags sollen sich unter anderem die Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal verbessern.
Inhalt
  1. Eingeführte Leistungen wurden stärker in Anspruch genommen
  2. Steigung der Rentenbeiträge werden erwartet
  3. Was bedeutet das für uns?

Wie das Bundeskabinett bereits beschlossen hat, soll der Beitrag zur Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte auf insgesamt 3,05 Prozent steigen. Für Kinderlose wird er auf 3,3 Prozent des Bruttolohns steigen. 

 

Eingeführte Leistungen wurden stärker in Anspruch genommen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechtfertigte die Erhöhung damit, dass in der Vergangenheit eingeführte Leistungen stärker in Anspruch genommen wurden als erwartet. Hier hatte es insbesondere Ausweitungen der Leistungen für Menschen mit einer Demenz gegeben, die für ein Defizit in der Pflegeversicherung gesorgt haben. Außerdem sollen die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessert und auch pflegende Angehörige in Zukunft entlastet werden. 

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Steigung der Rentenbeiträge werden erwartet

Der neue Beschluss wirkt sich auch auf die Arbeitslosen-und Rentenversicherung aus. Steigt der Pflegebeitrag müssen auch die Renten steigen, um das beschlossene Rentenniveau zu halten. Demnach wird der Rentenbeitrag spätestens im Jahre 2023 um 0,2 Prozentpunkte angehoben werden müssen. 

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Was bedeutet das für uns?

Konkret bedeutet das bei einem Bruttolohn von 2000 Euro eine Erhöhung von monatlich rund zehn Euro, wobei sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Summe teilen. 
Kommt es bis 2023 zudem zu einer Erhöhung des Rentenbeitrags, müssen Beitragszahler noch tiefer in die Tasche greifen. 
Ein kleiner Trost bleibt dennoch, dass der Arbeitslosenbeitrag ebenfalls zum 1. Januar 2019 um 0,5 Punkte gesenkt wird. Hierzu hatte FDP-Fraktionschef Michael Theurer gegenüber dem Handelsblatt bereits Kritik geäußert, denn die 'Mini-Senkung' um 0,5 Prozentpunkte könne das seiner Meinung nach nicht ausgleichen. 
Aber das ist noch nicht alles: Langfristig gesehen müssen Beitragszahler auch mit einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträge rechnen. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass Menschen heutzutage deutlich älter werden und medizinischer Fortschritt teuer ist. 

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