Wundheilung verbessern Offenes Bein und Co.: So versorgen Sie chronische Wunden richtig

Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Wunden, wie zum Beispiel einem offenen Bein. Lesen Sie hier, wie Sie diese Wunden richtig versorgen.

Offenes Bein und Co.: So versorgen Sie chronische Wunden richtig
Als chronisch werden Wunden bezeichnet, die auch nach mindestens acht Wochen noch nicht abgeheilt sind.
Inhalt
  1. Chronische Wunden fachmännisch säubern
  2. Lymphdrainage bei offenem Bein und Co.
  3. Spezielle Wundauflagen verwenden
  4. Bei chronischen Wunden selbst aktiv werden

Wer eine chronische Wunde hat (das sind Wunden, die länger als acht Wochen berstehen), leidet meist an einer Grunderkrankung wie Venenschwäche, Arterienverkalkung oder Diabetes. Der Hamburger Wundtherapeut Hauke Cornelsen hat ein Behandlungskonzept entwickelt, das die Wundheilung verbessern und beschleunigen soll. So funktioniert es:

 

Chronische Wunden fachmännisch säubern

Zuerst wird die Wunde genau untersucht und gründlich gesäubert. Denn die obere Schicht von chronischen Wunden besteht oft aus Belägen, die die Heilung behindern. "Aber nur eine saubere Wunde kann heilen", erklärt Cornelsen. Damit die Beläge später entfernt werden können, werden sie rund 20 Minuten in sterilen Lösungen eingeweicht.

 

Lymphdrainage bei offenem Bein und Co.

Zudem setzt der Therapeut auf eine manuelle Lymphdrainage. Dabei werden spezielle Grifftechniken angewendet, damit der Körper überschüssige Flüssigkeit, sogenannte Ödeme, abtransportieren kann, die die Wundheilung beeinträchtigt. "So werden die Zellen vermehrt mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Entzündungen können besser abklingen und der Wundheilungsprozess kann beginnen", erläutert Cornelsen.

Im Video zeigen wir fünf Übungen, die das Lymphsystem aktivieren (Artikel wird unter dem Video fortgesetzt):

 
 

Spezielle Wundauflagen verwenden

Nach der Lymphdrainage wird die Wunde mit einem sterilen Verband versorgt. Hierbei gehen Experten immer häufiger zu speziellen, sogenannten hydroaktiven Wundauflagen über. Dabei wird die Wunde feucht gehalten, was die Heilung beschleunigt und für weniger Schmerzen beim Verbandswechsel sorgt. Zudem verhindern sie Geruchsbildung. Das funktioniert aber nur mit speziellen Auflagen! Auf keinen Fall sollten Sie Kompressen mit Wasser anfeuchten und auf Wunden legen. Das kann die Heilung sogar verzögern!

 

Bei chronischen Wunden selbst aktiv werden

Anschließend erhält der Patient einen Kompressionsverband. So kann Blut besser zum Herzen zurücktransportiert werden, was einem erneuten Anschwellen entgegenwirkt. Patienten sollten sich außerdem viel bewegen, gegebenenfalls unter Anleitung. Dadurch wird das Gewebe besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt.

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