Neuer ARD-Hit Charité: 5 Gründe, warum wir die Krankenhausserie lieben

Die neue ARD-Serie Charité begeistert Millionen von Zuschauern. Doch was ist so faszinierend an der Sendung?
Wird sich Ida (Alicia von Rittberg, rechts) am Ende für Dr. Behring (Matthias Koeberlin, links) oder Medizinstudent Georg entscheiden?
Inhalt
  1. Charité: Eine Frau am Scheideweg zwischen Beruf und Ehe
  2. Scheidung, Abtreibung und das Schicksal der Armen
  3. Bedeutende Personen und Entdeckungen
  4. Medizin, wie wir sie heute nicht mehr kennen
  5. Frischzellenkur für das Genre Krankenhausserie

Es geht um Liebe, Selbstbestimmung und ein wichtiges Kapitel deutscher (Medizin-)Geschichte: Die neue Krankenhausserie 'Charité', zu der bis zu acht Millionen Deutsche pro Folge einschalten, hat viel zu bieten. Wir verraten, welche fünf Dinge uns ganz besonders an der Sendung begeistern.

An dieser Serie von Regisseur Sönke Wortmann ('Die Päpstin', 'Das Wunder von Bern') kommt momentan niemand vorbei! Die ersten drei Folgen der UFA-Produktion waren ein echter Publikumsmagnet und auch wir finden es jetzt schon schade, dass 'Charité' am 18. April zu Ende geht. Doch für alle, die die ARD-Serie noch nicht kennen (und die Episoden HIER online nachholen wollen): Worum geht es überhaupt?

Die Serie spielt im Berlin des so genannten Dreikaiserjahrs 1888 und erzählt davon, wie sich die Charité zu einem der renommiertesten Krankenhäuser der Welt entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die junge, aber mittellose Ida Lenze (gespielt von Alicia von Rittberg), die zunächst dort operiert wird und ihre Behandlungskosten abarbeiten muss. Im Laufe der Zeit findet sie dann immer mehr Gefallen an der Medizin und strebt sogar ein Studium an - doch das war Frauen in Deutschland zur damaligen Zeit verboten ...

 

Charité: Eine Frau am Scheideweg zwischen Beruf und Ehe

Was an 'Charité' so begeistert, ist zum einen diese für ihre Epoche ungewöhnlich rebellische Frauenfigur. Ida kämpft für ihren großen Traum, Ärztin zu werden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen - doch gleichzeitig ist sie auch der Liebe nicht abgeneigt und muss sich zwischen zwei Verehrern entscheiden.

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Der Zwiespalt zwischen Eheglück und beruflicher Selbstverwirklichung ist spannend und man kommt nicht umhin sich zu fragen: Was würde ich an ihrer Stelle tun? Heiraten und damit vermutlich den Berufswunsch zerplatzen lassen - oder auf die Ehe verzichten und dafür die Selbstverwirklichung als Ärztin weiterverfolgen?

Mögen Sie auch 'Der Bergdoktor'? Dann ist dieses Video genau das Richtige für Sie (Artikel geht unten weiter):

 
 

Scheidung, Abtreibung und das Schicksal der Armen

Darüber hinaus ist es bewegend zu sehen, unter welchen Umständen insbesondere die arme Bevölkerung damals leben musste: Soziale Ungerechtigkeit war an der Tagesordnung und beispielsweise die Geschichte einer verzweifelten jungen Frau, die illegal abtreiben lassen will, hinterlässt ein flaues Gefühl im Magen.

Unvorstellbar für die heutige Zeit erscheint außerdem das Thema Scheidung, das Ende des 19. Jahrhunderts noch ein großes Tabu war und Menschen in den sozialen Abgrund stürzen konnte. Diese und weitere historische Konflikte bereitet 'Charité' gelungen auf und leistet sich damit an der ein oder anderen Stelle vielleicht sogar einen Handlungsstrang zuviel - sehenswert sind sie aber allemal.  

 

Bedeutende Personen und Entdeckungen

Besonders faszinierend an 'Charité' ist, dass eine Vielzahl der Charaktere tatsächlich existiert haben. Hauptfigur Ida gab es zwar nicht, dafür aber die weltberühmten historische Vorbilder Robert Koch, Emil von Behring, Paul Ehrlich und Rudolf Virchow: Sie alle waren Wegbereiter der modernen Medizin. Umso spannender ist es mitzuerleben, wie ihre wichtigen Errungenschaften (zum Beispiel die Heilung der Diphtherie) zustande kamen. Toll, wenn man sich nicht nur bestens unterhalten fühlen kann, sondern auch noch etwas dabei lernt.

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Medizin, wie wir sie heute nicht mehr kennen

Damals galt es noch als fortschrittlich, ein gebrochenes Bein mit Pappe zu schienen - diese konnte anschließend weggeworfen werden und Wunden entzündeten sich nicht mehr so leicht. Heute erscheint diese Maßnahme trotzdem als vorsintflutlich, aber umso mehr reizt die Zeitreise in die deutsche Medizingeschichte. Zu sehen, wie die Ärzte bei Kerzenlicht und bröckelnden Fassaden operierten, lässt einen trotz aller Faszination aufatmen, dass diese Zeiten lange vorbei sind.

 

Frischzellenkur für das Genre Krankenhausserie

Es mag widersinnig klingen, aber gerade durch ihre Konzentration auf die Vergangenheit wirkt 'Charité' frischer als andere Krankenhausserien, von denen es ja nun wirklich nicht wenige gibt. Die aufwendigen Schauplätze und Kostüme lassen uns in eine andere Epoche eintauchen und mal ehrlich: Liebesgeschichten im Arztkittel mögen wir zwar auch bei Serien wie 'In aller Freundschaft' oder 'Doctor's Diary', im historischen Gewand sind sie aber gleich noch reizvoller.

Umso schöner, dass bereits eine zweite Staffel von 'Charité' bestätigt wurde! Die neuen Folgen sollen in der Zeit des Nationalsozialismus spielen und wir sind schon gespannt, was uns dann erwarten wird. Bis dahin können sich Fans der Serie aber schon mal die DVD zur Serie sichern, die am 21. April erscheint. Ein perfektes Nach-Ostern-Geschenk!

Die vierte Folge von 'Charité' mit dem Titel 'Wundermittel' läuft heute um 20:15 Uhr in der ARD (Wiederholung immer mittwochs um 21:05 Uhr bei One). Alle weiteren Episoden kommen ebenfalls dienstags, 20:15 Uhr im Ersten.

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