Entsetzliche Entdeckung

'Aktenzeichen XY': Babyleiche gefunden - war es Mord?

Bei einem Spaziergang im Wald macht ein Paar eine furchtbare Entdeckung. Was ist dem Baby zugestoßen?

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Die Ermittler erhoffen sich, durch 'Aktenzeichen XY' weitere Hinweise und dadurch die Eltern des toten Babys ausfindig machen zu können. Foto: ZDF / Opium Effect
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"Als wir in der Redaktion erfahren haben, was sich da abgespielt hat, waren wir einfach nur fassungslos. Ich bin sicher, Ihnen wird es jetzt genau so gehen." Mit diesen eindrücklichen Worten versucht 'Aktenzeichen XY'-Moderator Rudi Cerne das Publikum auf den schlimmen Fall vorzubereiten, den er gleich vorstellt. Es geht um einen grausamen Fund, den ein Paar bei einem Spaziergang im Wald machte.

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Alles, was bisher zu dem Fall bekannt ist, erfahren Sie im Text.

Grauenvolle Entdeckung im Karswald bei Arnsdorf

Es ist der 26. September 2021, als ein Paar bei einem Spaziergang, im Karswald bei Arnsdorf, an einem kleinen Waldweg einen schwarzen Müllsack entdeckt. Sie öffnen ihn und finden einen Eimer. Darin, wie sie entsetzt feststellen müssen, befindet sich das Skelett eines toten Babys. Schockiert alarmieren sie sofort die Polizei.

Bei den Ermittlungen kommt heraus, dass das Baby vermutlich spätestens im Frühjahr 2021 geboren wurde. Die Mutter war zu dem Zeitpunkt in der 35. bis 42. Schwangerschaftswoche. Das Baby war also voll entwickelt und lebensfähig.

War es also Mord?

'Aktenzeichen XY': War es Mord?

Die Todesumstände sind bis heute unklar. Es kann sein, dass das Baby bei der Geburt starb oder auch erst danach. Ob es Fremdeinwirkungen gab, ist nach dem Fund nicht mehr nachvollziehbar.

Deshalb setzt die Polizei nun alles daran, die Mutter, beziehungsweise die Eltern des toten Säuglings ausfindig zu machen.

Als die zuständige Ermittlerin Anja Leuschner von der Kripo Görlitz das Studio betritt, zeigt sich Rudi Cerne erschüttert: "Ich frage mich, in was für einer Situation sich ein Mensch befinden muss, um zu so etwas fähig zu sein."

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Die Kripo über mögliche Motive der Eltern

Die Ermittler können ebenfalls nur Mutmaßungen anstellen. Leuschner erklärt: "Wir vermuten, dass sich die Mutter/die Eltern in einer Art Ausnahmezustand befunden haben könnten. Sie waren vermutlich überfordert mit der Situation, vielleicht waren sie auch sehr jung und hatten einfach Angst, dass irgendjemand von dieser Schwangerschaft erfahren könnte."

Die Kripo geht derzeit davon aus, dass die Mutter aus diesem Grund auch versucht haben könnte, ihre Schwangerschaft zu verheimlichen. Rudi Cerne betont noch einmal, dass es immer Auswege gibt. Selbst in so einer verzweifelten Situation ist es möglich, Hilfe zu bekommen. Er verweist unter anderem auf die Babyklappen, die viele Krankenhäuser anbieten, in denen Mütter sogar anonym ihre Babys abgeben können.

Was zu den Eltern bekannt ist

Bis heute haben die Ermittler herausgefunden, dass die Erde, die in dem einen Plastiksack gefunden wurde, nicht der Erde des Fundortes entspricht. Das bedeutet, dass die Mutter oder die Eltern des Babys den Leichnam noch einmal an einen anderen Ort gebracht haben müssen. Die Polizei vermutet, sie taten dies, um ihre Spuren zu verwischen, weil sie Angst hatten, entdeckt zu werden.

Durch die Analyse des Erdbodens kann das Gebiet eingegrenzt werden, in dem der Säugling das erste Mal vergraben wurde. Der westliche/mittlere Teil des Erzgebirges, das tschechische Erzgebirge, das böhmische Becken und das südliche Vogtland kommen infrage. Die Eltern könnten aus diesem Gebiet stammen, das ca. 100 bis 200 Kilometer vom Fundort entfernt liegt.

Hier können Sie Hinweise geben

Um den Fall lösen zu können, erhofft sich die Polizei Antworten auf folgende Fragen:

Wer kann Hinweise zur Herkunft des toten Babys geben? Wer kennt jugendliche oder erwachsene Frauen, welche bis 2021 schwangerschaftstypische Erscheinungen zeigten, über Übelkeit klagten, ihr Äußeres, Verhalten, den Kleidungsstil oder Freizeitaktivitäten veränderten oder soziale Kontakte mieden.

Wer erkennt möglicherweise einen der gefundenen Gegenstände, die sie hier einsehen können.

Falls Sie Hinweise geben können, wenden Sie sich an die Kripo Görlitz, Sie erreichen Sie unter der folgenden Telefonnummer: 03581/4680.

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