Preiserhöhungen

Preisschock: Wird Brot bald doppelt so teuer?

Aufgrund der politischen Lage in der Ukraine rechnen deutsche Landwirte mit drastischen Preiserhöhungen bei Weizen. Welche Auswirkungen diese auf Brot haben könnte, lesen Sie hier.

Brot vom Bäcker könnte teurer werden.
Der Preis für Brot könnte sich in Zukunft verdoppeln. Foto: koldo studio / iStock
Auf Pinterest merken

Bereits vor wenigen Monaten hatte der Blick auf die Preisschilder in den Supermärkten und Bäckereien bei vielen Verbraucher*innen ein Magengrummeln verursacht. Denn die Preise für Brot und Brötchen stiegen schon Ende 2021 an. Damals lag der Grund für die Preiserhöhung an den stark wachsenden Preisen für Energie und Rohstoffe. Dass nun die Preise für Weizen erneut hinaufschnellen, sei laut Karl-Friedrich Meyer, praktizierender Landwirt aus dem Weserbergland und Vorsitzender des Ausschusses Pflanzenbau im Landvolk Niedersachsen, auf die politische Lage in der Ukraine zurückzuführen.

Lesen Sie auch:

Sehen Sie hier, wie harte Brötchen wieder weich werden (Der Artikel geht unter dem Video weiter):

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Weizenexporte aus der Ukraine könnten ausfallen

"Der Weizen hat sich von 200 Euro pro Tonne auf zeitweise 400 Euro pro Tonne in den letzten Wochen erhöht. Diese Preissteigerungen haben mit dem aktuellen Marktgeschehen nichts zu tun und sind reine Spekulation aufgrund der politischen Entwicklung in der Ukraine", erklärt Landwirt Karl-Friedrich Meyer auf Nachfrage von Liebenswert, die ansteigenden Preise für Brot und Brötchen. Momentan sei genug Weizen verfügbar, allerdings werde sich das mit der neuen Ernte ändern, da die Exporte aus der Ukraine zu einem großen Teil ausfallen würden.

Lesen Sie auch: Trockenster März aller Zeiten? Meteorologen warnen vor Jahrhundert-Dürre

"Die Landwirte dort haben keinen Zugriff auf Dünger und Pflanzenschutz. Zum Teil sind die bestellten Felder nicht mehr zu ernten. Wie stark die Seehäfen (vor allem Odessa) noch beschossen werden, ist zurzeit nicht klar", sagt Meyer. Deswegen sei eine konkrete Einschätzung der Weizenpreise für die nächsten Wochen sehr schwierig. Solche Preise hätte er in seiner 35-jährigen Wirtschaftszeit noch nicht erlebt. Dennoch sei für den Landwirt aus Niedersachsen eine Erhöhung über 400 Euro pro Tonne kaum vorstellbar.

Weizenknappheit in ganz Europa

Auch auf eine Verdopplung der Preise für Brot und Brötchen sehe der Landwirt bisher keine Hinweise. "Ein 500 g Brot kostet zurzeit 2,50 Euro. Der Brotpreis wird steigen in den nächsten Wochen. Ob es zu einer Verdoppelung kommt, kann man noch nicht abschätzen", erklärt Karl-Friedrich Meyer gegenüber Liebenswert. Doch nicht nur in Deutschland könnte es zu Preiserhöhungen für Brot und Brötchen kommen. Eine Weizenknappheit aufgrund des Ukraine-Konflikts könnte sich europaweit, im Nahen Osten und Nordafrika auf die Lebensmittelpreise auswirken.

Lesen Sie hier: