Magen-Darm-Erkrankung

"Norwegische Hundekrankheit": Erste Fälle nun offenbar in Deutschland

In Norwegen hat die Magen-Darm-Erkrankung bereits zum Tod mehrerer Hunde geführt. Nun soll der Erreger auch bei Hunden in Deutschland aufgetreten sein. Was Sie zu der mysteriösen Erkrankung wissen sollten.

Die gefährliche Hundekrankheit ist bislang noch wenig erforscht.
Bislang ist wenig über die Magen-Darm-Erkrankung aus Norwegen bekannt. Foto: Alexander Medvedev / iStock
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Erbrechen und blutiger Durchfall mit schneller Todesfolge

Seit einigen Wochen grassiert in Norwegen eine Magen-Darm-Erkrankung bei Hunden, die nun auch den Norden Deutschlands erreicht haben könnte. Der gefährliche Erreger löst bei den Tieren Erbrechen und blutigen Durchfall aus. Rund 40 Hunde verendeten in Norwegen infolge der Krankheit meist innerhalb von 24 Stunden nach der Diagnose.

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In Mecklenburg-Vorpommern wurde der gleiche Keim festgestellt

Bislang ist wenig über die sogenannte "Norwegische Hundekrankheit" bekannt. Erste Fälle sollen nun auch in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten sein. In Boizenburg suchten Hundehalter vermehrt den Tierarzt auf, weil ihre Hunde Symptome der Krankheit zeigten. Dies bestätigte die Boizenburger Tierärztin Katharina Wiener gegenüber dem NDR. Zwar sei bislang nicht offiziell bestätigt, dass es sich bei den Fällen um die Krankheit aus Norwegen handele, erste Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich um die gleichen Keime handele, die auch in Norwegen umhergehen. Ob es sich bei dem Keim um die Ursache der Krankheit handelt, bleibt abzuwarten.

Die Tierärztin erklärte, dass es sehr untypisch sei, dass innerhalb kürzester Zeit mehrere Hunde an Magen-Darm-Erkrankungen erkrankt und sehr schnell verstorben seien. Bislang sollen bakteriologische Untersuchungen zwei Keime identifiziert haben, die als Auslöser infrage kommen, so Wiener.

Sehen Sie im Video, was Sie über Durchfall beim Hund wissen sollten: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

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Video: Glutamat

Auf diese Symptome sollten Sie achten

Da sich der Zustand betroffener Tiere meist innerhalb weniger Stunden drastisch verschlechterte, sollten Sie bei folgenden Symptomen schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen:

  • Plötzliche Ermüdung
  • Abgeschlagenheit
  • Wässriger und/ oder blutiger Durchfall
  • Erbrechen

Laut Katharina Wiener seien Tiere mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem, sowie ältere Hunde besonders anfällig für den Keim.

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Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich treffen?

In Deutschland gibt es bisher keine offiziellen Warnungen. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Kontakt zu fremden Hunden und öffentliche Hundeplätze meiden.

Vor allem Hundehalter, die mit ihren Tieren kürzlich in Norwegen waren, sollten ihren Hund gut beobachten und bei Auftreten eines der Symptome umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

In der Praxis können die Symptome des Hunden dann behandelt werden. Besonders wichtig ist hierbei der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes durch geeignete Elektrolytlösungen, sowie möglicherweise die Gabe eines Antibiotikums.

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