Gesundheit

Regionales Superfood – Kleine Wundermittel direkt vor unserer Tür

Superfoods wie Chia-Samen oder Matcha-Pulver gehören längst zu den beliebten Zutaten für Müslis, Smoothies oder als Anreicherung einer Mahlzeit. Doch wieso auf exotische Lösungen setzen, wenn wir ebenso tolle Alternativen auf unseren eigenen Feldern haben? Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Überblick, warum heimisches Superfood mindestens ebenso gut, wenn nicht besser ist.

Verschiedene heimische Superfoods in Schälchen und Behältern
Heimische Superfoods lösen immer mehr die exotischen Trend-Nahrungsmittel ab und werden zu regionalen Kraftstoffquellen. Foto: iStock/los_angela

Heimische Superfoods – die oft bessere Alternative

Was ist der entscheidende Vorteil von heimischem Superfood gegenüber den Importen? Sie sind regional, haben kurze Transportwege und können in puncto Inhaltsstoffe locker mit ihren Konkurrenten mithalten. Dabei unterstützen sie die regionale Landwirtschaft und tun etwas für die Umwelt: Die Ökobilanz importierter Samen oder Beeren ist nämlich wesentlich schlechter. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick, welche heimischen Superfoods es gibt und welche exotischen Varianten Sie dadurch ersetzen können:

  • Leinsamen: Sie enthalten Ballaststoffe, Vitamin E und Kalium und sind auch hinsichtlich Omega-3-Fettsäuren fast gleichwertig mit Chiasamen.

  • Sonnenblumenkerne: Sie haben mehr Ballaststoffe als Pinienkerne und sind zudem etwas fettärmer.

  • Hafer & Hirse: Warum statt Quinoa nicht zu Hafer und Hirse greifen? Hafer punktet durch Ballaststoffe und hochwertige Fette, Hirse ist ein spitzen Eisen- und Zinklieferant.

  • Brombeeren & schwarze Johannisbeeren: Ein guter Ersatz für Goji-Beeren. Beide enthalten wertvolles Vitamin C und E, die Brombeere ist zudem reich an Eisen.

  • Walnüsse: Die Walnuss enthält ungesättigte Fettsäuren und essentielle Omega-3-Fettsäuren. Auch gilt sie als perfekter pflanzlicher Eiweißlieferant und ist eine gute Alternative zur Cashewnuss.

  • Petersilie: Auch Vitamin-C-Bomben wie die Orange lassen sich gut durch heimische Produkte wie die Petersilie ersetzen.

Inspirationen, wie Sie Ihren Speiseplan wertvoll bereichern

Es gibt viele und farbenfrohe Möglichkeiten, wie Sie Ihre Mahlzeiten, Smoothies oder Müslis durch heimisches Superfood ergänzen können. Im Folgenden geben wir Ihnen ein paar Anregungen, wie Sie die Vielfalt heimischen Superfoods besser kennenlernen und verwenden können.

Kochen lernen mit heimischen Superfoods

Einen umfangreichen Ratgeber mit über 50 Rezepten liefert die Apotheken Umschau. Vom Apfel bis hin zum Holunder erhalten Sie zahlreiche Anregungen zum Kochen mit gesunden Kraftquellen aus unserer Heimat. Dabei werden auch der gesundheitliche Aspekt und die Nährstoffe in Hinblick auf die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse beleuchtet.

  • über 50 Rezepte und viele Informationen rund ums Thema

  • 144 Seiten Lesevergnügen

  • Verfasst von Dr. Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau

Heimische und exotische Gewürze und ihre Heilkraft

Wer umfangreichere Informationen sucht und auch auf exotische Superfoods nicht verzichten möchte, der ist bei Bharat B. Aggarwal bestens bedient. Der promovierte Doktor in Biochemie gibt auf über 500 Seiten einen präzisen Einblick in die unterschiedlichsten Formen von Super Foods. Dabei wird deren heilende und gesundheitserhaltende Wirkung untersucht und erläutert, wie man Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs und anderen Problemen vorbeugen und diese behandeln kann.

  • 50 heimische und exotische Gewürze im Fokus

  • 512 Seiten detailreiche Informationen

  • verfasst vom mehrfach ausgezeichneten Dr. Aggarwal von der University of California, Berkeley

Hochwertiges Chlorella-Pulver aus Deutschland

Superfoods in Pulverform gibt es nicht nur als Importware, sondern auch aus dem deutschen Anbau. Die Firma PureRaw stellt hochwertiges Chlorella-Pulver her, das im Glasröhrensystem in einem Gewächshaus in Deutschland angebaut wird. Die Süßwasseralge zählt zu den ältesten Pflanzen der Erde und wird gerne von Sportlern und Gesundheitsbewussten konsumiert.

  • 100 % Chlorella Pulver, getrocknet und ohne Zusätze

  • Reich an Vitalstoffen wie Chlorophyll, Eisen und B12

  • Hervorragend geeignet für die Verfeinerung von Smoothies, Säften, Desserts, Kuchen oder Salat-Dressings

Leinsamen aus deutschem Bio-Anbau

Wenn Sie die tollen, gesundheitsfördernden Eigenschaften von Leinsamen erkannt haben, wollen Sie diese vielleicht schon morgen als Alternative zu Chia verwenden. Mit goldenen Leinsamen aus deutschem Bio-Anbau können Sie sich einer besonderen Qualität sicher sein.

  • Ohne Zusatz von Aromen, Bio, Ohne Zuckerzusatz, Proteinreich, Vegan

  • 350 Gramm Packungsinhalt

  • Bio nach EG-Öko-Verordnung & 100 % regional

Was ist Superfood?

Die Bezeichnung „Superfood“ umfasst alle Lebensmittel, denen eine besonders positive Auswirkung auf die Gesundheit nachgesagt wird. Eine rechtlich verbindliche Definition gibt es jedoch nicht. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und/oder sekundären Pflanzenstoffen aus. Die besonders gesundheitsfördernden Eigenschaften werden an vielen Stellen angepriesen – wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es bisher aber wenige.

Während lange Zeit vor allem exotische Superfoods verzehrt wurden, besteht ein stetig wachsendes Interesse an regionalen Produkten. Neben Früchten, Pflanzen, getrockneten Varianten, Saft, Extrakten und Pulvern gibt es unterschiedlichste Formen der kleinen Nährstoffbomben. Oft werden Sie auch in Müsli, Smoothies oder Brot beigesetzt.

Welche Kritik gibt es an Superfood?

Eine wesentliche Kritik am Superfood ist, dass in der Vermarktung zu viel versprochen und vieles als Wundermittel verkauft wird. Oft mit wundersamen Geschichten verknüpft werden unvergleichliche Eigenschaften angepriesen: Gesundheit, Energie und psychisches Wohlbefinden sind nur ein paar Beispiele, wobei Superfoods wahre Wunder bewirken sollen.

Im Gegensatz dazu gibt es nur wenige wissenschaftliche Nachweise über die tatsächliche Wirkung. Fakt ist, dass Superfoods im Vergleich zu regionalen Nahrungsmitteln keinen Mehrwert bieten, was die Vitamine und Mineralstoffe anbelangt.

Hinzu kommt, dass sie mit Schadstoffen belastet sein können und natürlich im Vergleich zu heimischen Lebensmitteln sehr teuer sind. Auch Allergien oder Überempfindlichkeiten können den Konsum von Superfood für Sie problematisch machen – schließlich sind die exotischen Varianten oft ungewohnt für Körper und Verdauung. Eine vorherige Absprache mit dem Arzt ist also, vor allem bei Vorbelastungen, sinnvoll.

Was sollten Sie beim Verzehr von Superfood beachten?

Vor allem, wenn Sie Superfoods dauerhaft in Ihre Ernährung integrieren wollen, sollten Sie ein paar gesundheitliche als auch ökologische Aspekte beachten:

  • Kaufen Sie vorzugsweise Superfoods in Form von Früchten und Samen frisch, getrocknet oder als Püree

  • Achten Sie auf etwaige Unverträglichkeiten oder Lebensmittelallergien und konsultieren Sie im Ernstfall Ihren Arzt

  • Meiden Sie Gojibeeren, wenn Sie Gerinnungshemmer einnehmen

  • Informieren Sie sich, wenn Sie Medikamente einnehmen, über mögliche Wechselwirkungen

  • Bedenken Sie beim Kauf von Superfoods auch den Einfluss auf die Umwelt und Gesellschaft in den Anbauregionen bedenken

  • Obwohl sich die Situation merklich gebessert hat, können Superfoods mit Schadstoffen wie Pestiziden, Schwermetallen oder Mineralöl belastet sein. Setzen Sie am besten auf etablierte Hersteller mit einem kontrollierten Anbau.

Fazit – Heimische Superfoods sind mehr als eine Überlegung wert

Wie Sie sehen können, gibt es für nahezu jedes exotische Superfood eine geeignete Alternative. In Sachen Inhaltsstoffen sind sie meist gleichwertig – jedoch werden unnötig lange Transportwege vermieden, die regionale Landwirtschaft unterstützt und auch preislich kommen Sie besser weg.

Eine hilfreiche Möglichkeit, sich besser mit den heimischen Superfoods vertraut zu machen, bietet Superfoods: Gesunde Kraftquellen aus unserer Heimat von der Apotheken Umschau. Hier lernen Sie die regionalen Alleskönner kennen und erhalten viele Rezepte mit an die Hand.

Trotz aller positiver Eigenschaften gibt es auch negative Aspekte zu berücksichtigen: Beim Verzehr von Superfoods können Unverträglichkeiten oder Lebensmittelallergien auftreten, auch unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Ein weiterer Risikofaktor ist die mögliche Belastung durch Schadstoffe – im Vorfeld sollten Sie sich also zusätzlich informieren oder sich sogar von einem Arzt beraten lassen.

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