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Schwere Zeiten

G.G. Anderson musste viele Schicksalsschläge verkraften

Das Schicksal hat es G. G. Anderson im Leben oft sehr schwer gemacht. Seine optimistische Einstellung hat er trotzdem nie verloren.

Das Schicksal meinte es nicht immer gut mit G. G. Anderson.
Das Schicksal meinte es nicht immer gut mit G. G. Anderson. Tristar Media / Getty Images

Seit Jahrzehnten verkörpert G. G. Anderson gute Laune auf der Bühne. Der Star singt von der Liebe und dem Glück. Doch einige Zeiten in seinem Leben waren alles andere als ein sonniger Schlager-Hit.

Das Schicksal meinte es nicht immer gut mit G.G. Anderson

Sie haben extrem viel erlebt. Auch schwere Zeiten. Wie gehen Sie damit um?

In jeder Familie gibt es Höhen und Tiefen. Auch bei uns natürlich. Gerade wenn man schwere Schicksalsschläge hat, versucht man, nicht daran zu zerbrechen. Man versucht sich immer zu sagen: "Alles wird gut."

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Es heißt, dass Herausforderungen im Leben, so schlimm sie auch sind, einem etwas mit auf den Weg geben können. Würden Sie das so unterschreiben?

Ich glaube nicht, dass Herausforderungen einem etwas schenken. Es gibt positive wie negative, und die negativen sind die Schicksalsschläge. Manchmal denke ich, gerade unsere Familie hat es besonders getroffen. Wir haben so viele Verluste, so viele Familienmitglieder bereits verloren. Aber wenn du dich dann wieder mit Menschen unterhältst und hörst, was die alles erlebt haben – mein Gott, das ist ja noch schlimmer. Man kann wirklich froh sein, wenn man einigermaßen gesund ist und rumdackeln kann mit 70. Ich fühle mich wie 40. Ich bin immer noch verrückt und ein Kindskopf.

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Der Sänger versuchte immer seinen behinderten Sohn zu beschützen

In dem Song "Mein kleiner Diamant" singen Sie, dass Sie Ihren Sohn vor allem beschützen werden. Wovor?

Ich habe einen sehr großen Beschützerinstinkt. Wenn du dann einen Sohn hast, der geistig behindert und auch noch Autist ist, dann musst du wirklich ganz besonders aufpassen. Philipp hat 25 Jahre zu Hause gelebt. Vor allem Monika hat das so grandios mit ihm gemeistert. Wenn man bedenkt, das eigene Baby wurde gerade erst geboren und der Arzt sagt dann: "Sie haben ein behindertes Kind". Und du guckst dir das Kleine an, und es sieht ganz normal aus. Das habe ich nie kapiert. Philipp war immer ruhiger. Uns wurde gesagt, wenn er in die Pubertät kommt, werden wir nicht mehr mit ihm zurechtkommen. Und bis er 25 wurde, war es wunderbar. Danach ging es wahrhaftig nicht mehr. Aber jetzt ist er nur eine Luftlinie von 300 Metern von uns entfernt und wohnt in einem Heim. Er geht dort zur Arbeit. Wenn er bei uns vorbeiläuft und wir uns sehen, quatschen wir, und wenn wir uns verabschieden, sagt er immer: "Papa, alles wird gut".

G. G. Anderson litt unter Depressionen

Sie versuchen immer positiv zu bleiben, aber wann haben Sie Ihre traurigen Momente?

Klar, das passiert jedem. Zwei Jahre lang hatte ich wirklich sämtliche Krankheiten. Da waren auch Depressionen dabei. Das war das Allerschlimmste. Nicht einmal aus dem Bett herauskommen können oder den Fernseher einschalten können, weil das einen schon stört. Deswegen bin ich froh, dass ich momentan positiv gestimmt bin.

Wie geht es Ihnen heute gesundheitlich?

Alles gut.

Sie sind seit 32 Jahren mit Monika verheiratet. Da gab es sicherlich auch mal Krisen, oder?

Na ja, nach wie vor bin ich ein Mann, der sich gerne hübsche Menschen ansieht. Egal, ob Mann oder Frau. Und manchmal passiert es, dass ich mit Monika unterwegs bin und einen Blick zu viel riskiere. Dann bekomme ich sofort eine geklatscht (lacht). Natürlich kommt es zurecht dann gelegentlich zum Streit. Sie hat nichts dagegen, wenn weibliche Fans mal ein Foto machen wollen, aber wenn ich einer Frau zu lange in die Augen sehe, bekomme ich Ärger mit Monika.

Ist Ihre Frau sehr eifersüchtig?

Ja, ganz furchtbar. Monika ist ziemlich eifersüchtig, aber ich bin es auch.

Wer entschuldigt sich denn zuerst bei dem anderen?

Immer ich. Meine Frau ist stur und empfindlich, wenn man mal ein kleines, falsches Wort sagt. Aber es gibt keine Beziehung, die 44 Jahre geradeaus verläuft. Wir waren mal zwei Wochen in Kitzbühel und haben uns nicht einmal gestritten. Aber Streit muss doch auch sein, und die Versöhnung danach ist sowieso immer das Schönste. Dann lade ich Monika zum Essen ein oder sogar zum Frühstück nach Paris. Das hat es auch schon gegeben. Die Versöhnung darf auch nicht zu lange dauern, man muss sich schnell wieder vertragen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne einmal über sich selbst lesen?

"G. G. Anderson – Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag!" Mein großer Wunsch ist es, gesund alt zu werden.

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