Durchatmen Der Atlas der guten Luft: Atmen Sie sich gesund

Inhalt
  1. Das Reinigungssystem der Lunge
  2. Die Bronchien
  3. Wann macht die Lunge am liebsten Sport?
  4. Richtig atmen
  5. Die Luftröhre
  6. Die Lungenbläschen
  7. Dream-Team: Frische Luft und Bewegung

Atmen hält uns am Leben, doch auch die richtige Atmung ist wichtig. Atmen Sie sich gesund. 

An jedem Tag atmen wir mehr als 20 000-mal ein und aus. Gesteuert wird dieser Mechanismus durch das Atemzentrum im Hirnstamm. Sobald bestimmte Chemorezeptoren eine erhöhte Kohlendioxidkonzentration im Blut messen, wird ein Nervenimpuls an die Atemmuskulatur gesendet und so das Einatmen ausgelöst. Diesen biochemischen Prozess können wir – zumindest dauerhaft – nicht willentlich unterdrücken. Ein Selbstschutzreflex sorgt außerdem dafür, dass bei einem Sauerstoffmangel sofort alle nicht unbedingt erforderlichen Organfunktionen eingestellt werden, um die Lunge zu stärken und das Gehirn wieder ausreichend zu versorgen.

 

Das Reinigungssystem der Lunge

Unsere Atemwege sind vollständig mit Schleimhaut ausgekleidet. Ihre sogenannten Flimmerhärchen und eine dünne Schleimschicht fangen eingeatmete Partikel, Bakterien und Schadstoffe auf. Sogar schädliche Umweltgase (z. B. Ozon) werden im Schleim gelöst und damit teilweise neutralisiert. Die Flimmerhärchen bewegen den Schleimteppich dann mit koordinierten Wellenbewegungen in Richtung Rachen.

 

Die Bronchien

Nach der Luftröhre dienen die Bronchien als Leitsystem für die Luft. Ähnlich wie bei einem Baum teilen sich ihre Äste immer wieder, ab der Luftröhre insgesamt 22 Mal. Nach jeder Teilung werden die Bronchien dünner, bis sie schließlich nur noch Haardicke haben und in die Lungenbläschen münden.

 

Wann macht die Lunge am liebsten Sport?

Einer Studie des Long Island Jewish Medical Centers zeigt: Nachmittags bringen die Lungen 20 Prozent mehr Leistung als zu anderen Tageszeiten. Wer sein Sport- oder Bewegungsprogramm zu dieser Zeit absolviert, profitiert also entsprechend von einer optimalen Sauerstoffversorgung und stärkt gleichzeitig seine Atemmuskulatur. Eine Alternative zum Sport: Auch Yoga oder das Spielen von Holz- und Blechblasinstrumenten weiten die Lunge. Bei regelmäßigem Training lässt sich das Lungenvolumen von einem halben Liter Luft auf ganze vier Liter steigern. Und: Während Untrainierte nur drei Prozent Sauerstoff aus der Luft aufnehmen, sind es bei Sportlern bis zu acht Prozent.

 

Richtig atmen

"Fast 70 Prozent aller Gesundheitsprobleme werden durch falsches Atmen verursacht. Davon bin ich überzeugt", sagt Dr. Andrew Weil, Medizin-Professor an der Universität von Arizona. "Vor allem flaches Atmen ist ein häufiger Grund für Krankheiten." Experten empfehlen daher die Bauchatmung anstatt der Brustatmung. Sie senkt den Blutdruck und fördert nebenbei die Verdauung, indem sie den Darm massiert. Wir nutzen die Bauchatmung meist unbewusst, wenn wir entspannt sind, zum Beispiel im Sitzen oder beim Schlafen. Umgekehrt kann die bewusste Bauchatmung den Körper in stressigen Situation wieder in einen entspannten Zustand versetzen.

Unter dem Video geht der Artikel weiter. 

 
 

Die Luftröhre

Der Kehlkopfdeckel verschließt die Luftröhre und verhindert so, dass z. B. Essen in die Lunge gelangt. In der zehn bis zwölf Zentimeter langen Luftröhre wird die Atemluft erwärmt, befeuchtet und grob gereinigt.

 

Die Lungenbläschen

Am Ende der Bronchien befinden sich mehr als 300 Millionen Lungenbläschen, die wie Trauben aussehen. Ihre Oberfläche ist etwa so groß wie ein Tennisfeld. Durch ihre gerade einmal 0,001 Millimeter dicke Membran, die sogenannte Blut-Luft-Schranke, tritt der Sauerstoff in das Blut ein. Umgekehrt gibt das Blut Kohlendioxid an die Lungenbläschen ab, damit es beim Ausatmen hinaustransportiert wird.

 

Dream-Team: Frische Luft und Bewegung

Unsere Lunge wird noch besser durchlüftet und durchblutet, wenn wir uns draußen an der frischen Luft bewegen, da wir bei Anstrengung wesentlich tiefer atmen. Dadurch wird unser Körpergewebe besser mit Sauerstoff versorgt. Zudem werden durch die Bewegung Glückshormone (Endorphine) freigesetzt, die uns in gute Stimmung versetzen. Für diese Effekte ist leichter Ausdauersport völlig ausreichend, wie etwa Wandern, Radfahren, Walken oder leichtes Joggen.
Quelle: Good Health

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