Vogelgrippe Darum gibt es bald keine Freilandeier mehr im Supermarkt

Freilandeier Mangel im Supermarkt
Die Freilandeier in deutschen Supermärkten werden knapp. Schuld ist die Vogelgrippe.
Inhalt
  1. Aus Freilandeiern werden Eier aus Bodenhaltung
  2. Wer trägt die Kosten?
  3. Viele Supermärkt zeigen sich solidarisch
  4. Großer Aufwand für die Landwirte

Ist Ihnen das vielleicht auch in den letzten Tagen passiert? Sie wollten Freilandeier kaufen, standen vor dem Regal und konnten sie nicht finden. Das ist eine Auswirkung der Vogelgrippe, die nun auch die Verbraucher zu spüren bekommen. 

Seit Monaten zieht die Vogelgrippe über Deutschland hinweg. Hühner, die früher in Freilandhaltung gelebt haben, mussten deshalb in den Stall. "Im Kot erkrankter Tiere finden sich Vogelgrippe-Erreger", erklärt Jochen Hentschke, Veterinär und Leiter des Zentrums für Infektionsdiagnostik am Institut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen in Berlin gegenüber der Online-Ausgabe des Magazins Stern. Um die Ansteckung der gesunden Tiere durch freifliegende Vögel (zum Beispiel Wildvögel) zu verhindern, müssen sie also entweder im Stall oder in überdachten Wintergartenausläufen bleiben. 

 

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Aus Freilandeiern werden Eier aus Bodenhaltung

Da beginnt das Problem: Das Gesetz besagt, dass Eier von Freilandhühnern, die länger als zwölf Wochen im Stall verbracht haben, umdeklariert werden müssen. Sie werden also von Klasse eins (=Freilandhaltung) zu Klasse zwei (=Bodenhaltung). Das muss durch einen Aufkleber gekennzeichnet werden, der die Aufschrift "vorrübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)" trägt. Bio-Eier sind von dieser Umdeklarierung noch nicht betroffen. Denn: Solang die Hennen weniger als ein Drittel ihres Lebens im Stall unter Bio-Bedingungen gehalten werden, entsprechen auch die Eier dem Bio-Status. 

 

Wer trägt die Kosten?

"So massiv und langwierig wie dieses Jahr war es noch nie", sagt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gegenüber der Zeitung Bild über die Situation der Vogelgrippe. Vor allem die entstehenden Kosten machen den Landwirten zu schaffen. Ein Ei aus Freilandhaltung kostet etwa drei bis vier Cent mehr als ein Ei aus Bodenhaltung. Die Landwirte bekommen also weniger Geld pro Ei, obwohl sich an ihren Kosten nichts ändert. Im Gegenteil: Landwirten, die diese Regelung betrifft, entstehen Kosten für die Umsetzung der Hygienestandards und Umstrukturierungsmaßnahmen.

 

Viele Supermärkt zeigen sich solidarisch

Einige Supermärkte und Discounter in Deutschland zeigen sich solidarisch mit den Landwirten und verkaufen die Eier weiterhin für den Freilandhaltungs-Preis. Damit unterstützen also auch wir als Verbraucher die Landwirte. Kritiker wollen das nicht akzeptieren. Sie fordern, dass der Staat zahlen solle. Entschädigungen bekommen die Landwirte allerdings nur, wenn sie infizierte Tiere töten müssen. Laut Minister Schmidt können die einzelnen Bundesländer jedoch auch selbst Entschädigungen zahlen  - bisher macht das allerdings nur das Land Schleswig-Holstein. 

 

Großer Aufwand für die Landwirte

Für die Landwirte bedeutet die Vogelgrippe vor allem eins: Stress. Sie müssen sich streng an die Hygienevorschriften halten und viele Auflagen erfüllen. "Wegen der Stallpflicht mussten wir sogar ein extra Zelt für die Hühner aufstellen", sagt Landwirt Philipp Zimmermann gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. "Die Hühner langweilen sich im Stall." 

Autor: Carolin Ostrowski

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