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Aromatherapie: Heilsame ätherische Öle und ihre Anwendung

Eine Aromatherapie mit ätherischen Ölen stimuliert die Sinne und fördert das Wohlbefinden. Wir erklären, welches Öl für welche Beschwerde angewendet wird und zeigen, wo es diese zu kaufen gibt.

Aromatherapie mit ätherischen Ölen
Ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen und können zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden verwendet werden. Foto: iStock/Madeleine_Steinbach
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Schon ein flüchtig-zarter Duft vermag uns in ein bestimmtes Gefühl, in eine besondere Stimmung zu versetzen. Das ist nicht nur eine Freude für unsere Seele: Ätherische Öle lindern obendrein Erkältungen, verbessern den Schlaf und hellen die Stimmung auf. Eine Aromatherapie können Sie auch ganz einfach zu Hause machen. Wir zeigen Ihnen die besten Öle auf einen Blick.

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Aromatherapie: Welche ätherischen Öle haben welche Wirkung?

Schleimlösende Zypresse bei Erkältungen nutzen

Das Öl der würzigen Zypresse kann gegen Husten, Heiserkeit und Schnupfen wirken. Durch seine schleimlösenden Eigenschaften hilft es Ihnen, viel besser durchatmen zu können. Zur Anwendung können Sie wenige Tropfen Zypressenöl in einen Diffusor geben oder das Öl in warmes Wasser zum Inhalieren mischen.

Erholsamerer Schlaf dank einem Zedernölbad

Der Duft von Zedernöl regt die Produktion des Wohlfühlhormons Serotonin an. Daher wirkt es entspannend, beruhigt die Nerven und fördert einen erholsamen Schlaf. Ideal ist ein Vollbad vor dem Schlafengehen: Geben Sie hierfür zehn Tropfen Zedernöl zum Badewasser (36 bis 38 Grad warm) hinzu.

Aromatherapie mit vitalisierender Pfefferminze

Die ätherischen Öle der Minze machen wach: Ein bis zwei Tropfen Öl auf die Stirn, die Schläfen und hinter die Ohren geben - wenn Sie erschöpft sind, verbessern Sie so Ihre Konzentrationsfähigkeit. Studien belegen zudem, dass ätherische Öle der Minze bei Kopfschmerzen helfen.

Mit Rosmarin den Kreislauf in Schwung bringen

Rosmarinöl regt den Kreislauf an und liefert so besonders Menschen mit niedrigem Blutdruck Energie für den Tag. Geben Sie fünf Tropfen in eine Duftlampe. Oft reicht es auch schon, für eine Minute an der Duftöl-Flasche zu riechen. Ein morgendliches Bad mit Rosmarinöl kann Schwindel-Attacken verhindern. Dazu zehn Tropfen Öl ins warme Badewasser geben und für 15 Minuten darin entspannen.

Anspannungen lösen mit beruhigender Vanille

Ihr warmer, sinnlicher Duft wirkt harmonisierend auf die Seele. Fünf Tropfen Vanilleöl in die Duftlampe geben, idealerweise in Kombination mit fünf Tropfen Jasminöl. Denn Jasmin löst die Anspannung, während Vanille uns das Gefühl von Geborgenheit schenkt - eine tolle Kombination!

Melissenöl zur Aromatherapie gegen Stress nutzen

Lust auf eine Aroma-Massage? Das ätherische Öl der Melisse ist ideal bei Stress. Es beruhigt, löst Ängste und steigert die Produktion von Glückshormonen im Gehirn. Außerdem stärkt es unsere Konzentration und schärft das Gedächtnis. Für eine Massage geben Sie einen Tropfen Melissenöl auf drei EL Mandelöl.

Rückenschmerzen und Krämpfe mit Wintergrün lindern

Ein Stoff namens Methylsalicylat steckt im ätherischen Öl dieser Grünpflanze. Er wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und krampflösend - optimal bei Rücken- und Gelenkbeschwerden. Das Öl im Verhältnis 1 : 1 mit Olivenöl verdünnen und schmerzende Stellen damit einreiben.

Mit dieser Glücksmischung schnuppern Sie sich fröhlich

So geht's: Drei Tropfen nervenstärkendes Arnikaöl, vier Tropfen stimmungsaufhellendes Geranienöl und fünf Tropfen beruhigendes Lavendelöl vermengen. Von der Glücksmischung drei Tropfen in eine Duftlampe geben und dann heißt es: Entspannt durchatmen und relaxen.

Wie funktioniert eine Aromatherapie?

Ätherische Öle werden aus Pflanzen wie Jasmin, Melisse oder Rosmarin gewonnen. Diese werden über die Nase oder die Haut aufgenommen und wirken sanft auf unseren Stoffwechsel und unsere Psyche. Außerdem unterstützen sie die Selbstheilungskräfte - und das frei von Nebenwirkungen.  Besonders unkompliziert können Sie die Düfte über einen Aroma-Diffusor verbreiten und aufnehmen. 

Soll die Aromatherapie gezielt gegen Atemwegserkrankungen wirken, ist eine Inhalation sinnvoll, damit die heilenden Stoffe über die Atmungsorgane in den Blutkreislauf gelangen und gezielt den Körper von innen stärken können.

Außerdem kann das Öl für eine noch stärkere Wirkung direkt auf die Haut aufgetragen werden. Doch Vorsicht: Die meisten reinen Öle sollten nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Es drohen sonst Reizungen. Auch eine naturreine Qualität der ätherischen Öle ist wichtig.

Was bewirkt eine Aromatherapie?

Die Wirkung von ätherischen Ölen kann, je nach Anwendung, Duft und Pflanze, völlig unterschiedlich sein. Hauptsächlich kommt bei der Aromatherapie der olfaktorische Sinn, also der Geruch zum Einsatz. Denn je nach Duft werden verschiedene Reaktionen im Gehirn ausgelöst. Gut riechende Öle wie zum Beispiel Vanille-, Orangen- oder Rosenöl eignen sich zum Entspannen. Wer Zypressenöl oder Thymianöl bei einer Erkältung anwendet, kann sogar die Beschwerden lindern und durch die positive Reaktion auf den Geruch, den Heilungsprozess unterstützen.

Nicht ohne Grund arbeiten mittlerweile viele Heilpraktiker, Ärzte oder sogar Hebammen und Therapeuten im Alltag mit Aromatherapie.

Aromatherapie: Welches ätherische Öl ist für was geeignet?

Wie schon erwähnt, ist die Wirkung von ätherischen Ölen sehr unterschiedlich. Einige Öle eignen sich um das Wohlbefinden zu steigern, andere wiederum können bei der Behandlung von akuten Beschwerden verwendet werden. Wir geben Ihnen eine kleine Übersicht zu verschiedenen Pflanzen und ihrer Wirkung und Anwendung.

Ätherische Öle zur Aromatherapie

Beschwerde

Pflanze

Anwendung

Wirkung

Schmerzen

Grapefruit, Jasmin, Ylang Ylang, Patchouli

Ein paar Tropfen in die Duftlampe geben oder in eine sanfte Massage integrieren

Die Öle steigern das Wohlbefinden, dadurch dass sie die Ausschüttungen von zum Beispiel Serotonin oder Endorphinen anregen. Die Schmerzwahrnehmung wird dadurch positiv beeinflusst.

Rückenschmerzen

Wintergrün, Immortelle, Zimtrinde

Auf die schmerzende Stelle geben und sanft einmassieren

Die Stoffe in den ätherischen Ölen werden über die Haut aufgenommen und können lindernd wirken.

Demenz (Unruhe und Angst)

Lavendel, Orange, Zitronenmelisse

Wenige Tropfen Öl in warmes Wasser geben und den Duft inhalieren.

Bei Menschen mit innerer Unruhe oder Angst (häufig bei Demenzkranken), können die ätherischen Öle beruhigend wirken und zu einem ruhigen Schlaf beitragen.

Übelkeit

Zitrone, Pfefferminze

Ein paar Tropfen auf ein Taschentuch geben oder zum Inhalieren in Wasser verdünnen.

Aromatherapie kann Übelkeit lindern, auch in der Schwangerschaft oder nach einer Operation.

Ist Aromatherapie gesund?

Ätherische Öle haben keine Nebenwirkungen, zumindest nicht wenn sie richtig verwendet werden. Hier sollten Sie darauf achten, kein reines Öl direkt auf die Haut zu geben, da dieses reizen kann. Richtig angewendet, können ätherische Öle ihre volle Wirkung auf Geist und Wohlbefinden steigern. Wenn Sie zum Beispiel eine Duftlampe im Wohnzimmer aufstellen und wohlriechende Düfte hineingeben, kann die Aromatherapie zu dauerhafter Stresslinderung und Entspannung beitragen. 

Da vor allem Botenstoffe im Gehirn ausgeschüttet werden, ist Aromatherapie eine tolle Alternative und Heilmethode für Menschen und teilweise sogar für Tiere. Die Wirkung von ätherischen Ölen ist so überzeugend, dass die Stoffe der Pflanzen sogar in medizinischen Bereichen eingesetzt werden. Der Körper reagiert auf den Geruch, weshalb Immunsystem und Selbstheilung unterstützt werden.

Wie lange dauert eine Aromatherapie?

Das hängt ganz von der Anwendung ab. Nutzen Sie eine Duftlampe, können Sie die Aromatherapie den ganzen Tag genießen. Kommen die Öle bei der Inhalation zum Einsatz, dauert die Anwendung meist nur wenige Minuten. Verwendet man die Öle für die Massage, dann können Sie sich Zeit lassen, denn die Massage wirkt vor allem bei Schmerzen und Verspannungen extrem wohltuend und kann gerne 30 bis 60 Minuten dauern - so lange bis das gesamte ätherische Öl in die Haut eingezogen ist.

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