Die Unbestechlichen Die Fischotter sind endlich zurück

Die Fischotter sind endlich zurück
In den Zoos sind Fischotter keine Seltenheit, nun gibt es sie auch wieder in der freien Wildbahn.

Sie haben alles versucht, um Fischotter zu retten. Doch es half nichts. Jetzt sind die Fischotter überraschend doch wieder da. Es gleicht einem Wunder …

Fischotter galten in den 80er Jahren nahezu als ausgestorben. Neue Gesetze wurden aufgestellt und Schutzgebiete eingerichtet; Flussläufe und ganze Uferregionen blieben unangetastet, kleinere Bäche sowieso. Mehr als 30 Jahre lang bemühten sich Tierschützer, die letzten europäischen Fischotter aus der Reserve zu locken und zur Wiederansiedlung zu bewegen. Vergeblich – bis jetzt!

 

Viele Bemühungen

Die Fischotter schalteten auf stur – trotz aller Schutzmaßnahmen gingen ihre Bestandszahlen demonstrativ zurück, einladende Wasserläufe hin oder her. Den Grund konnte niemand klären – einige Experten munkelten etwas von Wasserverschmutzung, andere von dubiosen Strahlen, die die Tiere womöglich unfruchtbar machten. Das Projekt geriet zu einem der kläglichsten in der Geschichte des Tierschutzes – irgendwann glaubte kein Mensch mehr an eine Rettung. Genau das war der Moment, in dem die Otter entschieden, dass sie doch überleben wollen …

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Fischotter waren fast ausgestorben!

„Jahrelang haben wir alles getan für diese Tiere“, sagt die Biologin Astrid Kaehrs. „Aber erst seit wir gar nichts mehr tun, breiten sie sich wieder aus. Und zwar massiv.“ Nun muss eines klar gesagt werden: Fischotter sind nicht bestechlich. Sie tanzen nicht nach fremden Pfeifen, und nach denen der Menschen schon gar nicht. Außerdem sind sie ziemlich nachtragend: Noch Ende des 19. Jahrhunderts galten die Tiere als bösartige Lämmer-Mörder, und es hieß, sie würden sogar Jagdhunde unter Wasser ziehen und ertränken, wobei es nie verlässliche Zeugen gab für derartige Hinterhalte, versteht sich. Trotzdem wurden saftige Prämien gezahlt für jeden toten Fischotter – umgerechnet bis zu fünf Euro pro Tier. Ende der 80er-Jahre galten sie als nahezu ausgestorben.

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Fischotter leben unsichtbar

Die Marder zogen daraus offenbar ihre eigenen Konsequenzen: Ihre Lebensweise ist heute so uneinheitlich wie die keiner anderen Art. Fischotter können tag- oder nachtaktiv sein oder beides zugleich; sie bewohnen Reviere, die 40 Kilometer Wasserläufe umfassen oder aber nur einen kleinen Flussabschnitt, manche besiedeln sogar die Meeresküsten. Sie ernähren sich von Fisch, von Insekten, von Schermäusen. „Diese Tiere sind zu Phantomen geworden“, sagt Kaehrs. „Unsichtbar und ungreifbar.“ In den vergangenen Jahren gab es überhaupt nur eine Handvoll Sichtungen in freier Wildbahn. „Wir wissen nur dank ihrer Spuren, dass sie irgendwo dort draußen existieren“, so die Forscherin. Und das sogar ganz wunderbar, seit der Mensch sich endlich aus ihrem Leben raushält …

Quelle: Magazin TV Hören und Sehen 

Video: Diese Tierarten sind bedroht

 
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