Kniebeschwerden Zyste im Knie: So erkennen und behandeln Sie die Baker-Zyste

Für Schmerzen in der Kniekehle ist meist die Baker-Zyste verantwortlich. Wir klären auf warum die Zyste im Knie schmerzt und was Sie dagegen tun können. 

Zyste im Knie erkennen und behandeln
Eine Zyste im Knie kann starke Schmerzen verursachen und sollte unbedingt ärztlich behandelt werden.
Inhalt
  1. Was ist eine Baker-Zyste?
  2. Welche Symptome äußern sich bei einer Zyste im Knie? 
  3. Wodurch entstehen die Schmerzen in der Kniekehle?
  4. Zyste im Knie: Ist eine Operation notwendig?
  5. Eine geplatzte Baker-Zyste ist ein Notfall
  6. Übung gegen Schmerzen in der Baker-Zyste
 

Was ist eine Baker-Zyste?

Schmerzen in der Kniekehle, die mit einer spürbaren Beule einhergehen, deuten auf eine Zyste im Knie hin. Diese mit Flüssigkeit gefüllte Ansammlung ist auch unter dem Namen 'Baker-Zyste' bekannt und wurde nach dem englischen Chirurgen William Morrant Baker benannt, der sie im 19. Jahrhundert als Erster in diesem Zusammenhang beschrieb. Wichtig zu wissen ist, dass jeder Mensch eine Baker-Zyste besitzt. Diese fungiert in gesundem Zustand als Gewebepumpe und verteilt Gelenksflüssigkeit innerhalb des Kniegelenkes. Kann dieser Prozess nicht mehr stattfinden, staut sich Flüssigkeit und aus der Gelenkkapsel heraus bildet sich eine Zyste in der Kniekehle, die sehr schmerzhaft sein kann. Aufgrund ihrer Lage auf der Innenseite des Beines im unteren Bereich der Kniekehle und oberhalb der Wade wird sie auch Poplitealzyste genannt. 

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Welche Symptome äußern sich bei einer Zyste im Knie? 

Die mit Gewebsflüssigkeit gefüllte Zyste in der Kniekehle geht je nach Größe mit Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung einher. Betroffene spüren meist schon im Anfangsstadium eine merkliche Schwellung, die ohne Behandlung schnell zunehmen kann. Hat sich bereits eine Baker-Zyste ausgebildet, sorgt Belastung dafür, dass vermehrt Gelenkschmiere gebildet wird und die Zyste weiter anschwellt. Wird das Knie geschont, bildet sie sich in der Regel wieder etwas zurück. Wird der Ursache jedoch nicht auf den Grund gegangen, bleibt die Zyste bestehen und wächst auch ohne Belastung kontinuierlich. Dieser Prozess kann von folgenden Symptomen begleitet sein:

  • Tast- und sichtbare Schwellung in der Kniekehle
  • Starker Schmerz bei Bewegung, sowie Druckschmerz
  • Spürbare Fluktuation (Bewegung von Flüssigkeit) in der Kniekehle
  • Durchblutungsstörungen und daraus resultierendes Taubheitsgefühl des unteren Beines
  • Kribbeln und/oder Lähmungen im Bein/Fuß


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Wodurch entstehen die Schmerzen in der Kniekehle?

Häufig sind verschleißbedingte Erkrankungen wie Kniegelenksarthrose oder Meniskusschäden ursächlich für die Entstehung einer Baker-Zyste. Aber auch rheumatisch bedingte Reizungen, Entzündungen im Knie oder Knorpelwucherungen können eine Poplitealzyste begünstigen. Ist das Kniegelenk durch eine der oben genannten Erkrankungen beeinträchtigt, wird vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert. Der Druck in der Gelenkkapsel steigt und es bildet sich eine Ausstülpung in der Kniekehle. Insbesondere ältere Menschen sind häufig von Baker-Zysten betroffen. Dies liegt unteranderem daran, dass Gelenkprobleme mit zunehmendem Alter immer häufiger werden. Außerdem begünstigt ständiges Sitzen, bei dem die Beine stets gebeugt sind, ebenfalls die Ausbildung einer Zyste. Die Faszien im Kniegelenk verkleben und beeinträchtigen die bindegewebsartige Pumpe und die Gelenkflüssigkeit kann das Knie nicht mehr ausreichend versorgen.

Schauen Sie im Video, welche Übungen bei Arthrose im Knie helfen können: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

 
 

Zyste im Knie: Ist eine Operation notwendig?

Ob eine Operation notwendig ist, um die Baker-Zyste zu behandeln, ist pauschal nicht so einfach zu beantworten. Hierfür spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. In jedem Fall muss die Ursache für die Entstehung der Zyste geklärt werden, bevor über eine Operation oder andere Behandlungsmöglichkeiten nachgedacht werden kann. Anderenfalls würde lediglich das Symptom, aber nicht die Ursache bekämpft werden und die Poplitealzyste kann sich jederzeit wieder bilden. Wenn Sie einige der genannten Symptome bei sich feststellen können, sollten Sie also umgehend einen ärztlichen Rat einholen. Wird Ihnen eine Operation empfohlen, ist es ratsam, eine zweite Meinung einzuholen. 

Leichte Formen der Baker-Zyste, die beispielsweise auf Bewegungsmangel zurückzuführen sind, können in vielen Fällen ohne Operation therapiert werden. Mit speziellen Übungen und physiotherapeutischen Behandlungen können verklebte Faszien gelöst und so die Gewebepumpe wieder in Gang gebracht werden. Meist ist bereits nach wenigen Anwendungen eine erhebliche Verbesserung zu spüren und der Patient fühlt sich deutlich agiler.   

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Eine geplatzte Baker-Zyste ist ein Notfall

Eine unbehandelte Baker-Zyste kann schlimmstenfalls so stark anschwellen, dass sie platzt. Hat sie bereits eine gewisse Größe erreicht und der Betroffene beugt das Bein, kann die Zystenwand reißen (rupturieren) und die Gelenkflüssigkeit verteilt sich im umliegenden Gewebe und löst dort eine Entzündung aus, die mit starken Schmerzen und einer Schwellung einhergeht. Eine geplatzte Baker-Zyste ist als Notfall einzustufen und sollte umgehend chirurgisch behandelt werden. Anderenfalls können irreparable Gewebeschäden auftreten, die den Verlust des Unterschenkels zur Folge haben können.  

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Übung gegen Schmerzen in der Baker-Zyste

Um eine beginnende Zyste in der Kniekehle zu mobilisieren hat sich folgende Übung bewährt: 

Stellen Sie sich etwa hüftbreit hin und beugen Sie den Oberkörper langsam nach vorne. Beugen Sie sich so lange nach vorne, bis Sie einen leichten Zug in den Kniekehlen spüren. Dehnen Sie die Spannung weiter aus, bis Sie einen kräftigen Zug spüren. Hierbei sollte es Sie keine Anstrengung kosten, die Spannung zu halten und die Übung sollte Ihnen auch keine Schmerzen bereiten. Haben Sie eine Position gefunden, in der Ihre Kniekehlen gut gedehnt werden, halten Sie diese für ca. fünf Minuten und kommen anschließend hoch. Regelmäßig angewendet sorgt diese Übung dafür, dass sich die Baker-Zyste mobilisiert und im besten Fall zurückbilden kann. 

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