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Hiatushernie

Zwerchfellbruch: Wann ärztliche Hilfe notwendig wird

Ein Zwerchfellbruch, auch bekannt unter Hiatushernie, kann völlig harmlos verlaufen. Bestimmte Beschwerden deuten jedoch auf größere Probleme hin, dann sollte ein Arzt zurate gezogen werden.

Ein Arzt stellt fest, ob und wie der Zwerchfellbruch behandelt werden muss.
Ein Arzt stellt fest, ob und wie der Zwerchfellbruch behandelt werden muss. Foto: Sasha_Suzi / iStock

Was sich hinter der Hiatushernie verbirgt

Streng genommen ist ein Zwerchfellbruch kein wirklicher Bruch. Vielmehr handelt es sich um eine durch einen Defekt entstandene Schwäche, bei der Teile des Magens in den Brustraum rutschen können. Dieser kann angeboren sein, durch Schwangerschaften, Übergewicht oder ein geschwächtes Bindegewebe im Alter verursacht werden.

Welche Symptome treten auf?

Oft verläuft das Krankheitsbild symptomfrei und bleibt unentdeckt. Häufig wird die Erkrankung sogar ganz zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt.
Es kann bei einem Zwerchfellbruch jedoch auch zu Sodbrennen, Druckgefühl, Schluckbeschwerden oder Schmerzen hinter dem Brustbein kommen. Bei einer akuten Form der Hiatushernie kann es zu Blutarmut kommen. Auch das Auftreten der Refluxkrankheit ist möglich. Besteht diese über einen längeren Zeitraum, erhöht sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs deutlich.

Um sicher zu gehen, sollte bei anhaltenden Beschwerden frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden. Eine Röntgenkontrastmitteluntersuchung oder eine Magenspiegelung schafft Klarheit. Ein Zwerchfellbruch kann durchaus harmlos sein und in diesem Fall sind keine besonderen Maßnahmen notwendig.

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Wie wird ein Zwerchfellbruch behandelt?

Sollten Beschwerden wie Sodbrennen, Schluckbeschwerden oder Schmerzen auftreten, kann es helfen, die Ernährung umzustellen. Es wird ein Verzicht auf Alkohol und Zigaretten empfohlen. Zudem sollte scharfes und stark gewürztes Essen gemieden werden.
Ist der Zwerchfellbruch auf Übergewicht zurückzuführen, sollte eine Gewichtsreduktion angestrebt werden.

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Sollten diese Maßnahmen die Beschwerden nicht lindern, kann die Lage des Magens operativ verändert werden. Diese Verlagerung sorgt dafür, dass die Schließung des Übergangs von der Speiseröhre in den Magen wieder möglich ist. Dieser Eingriff ist jedoch nur in seltenen Fällen notwendig.

Wer ist häufig betroffen?

Wie bereits erwähnt kann Übergewicht zu einer Hiatushernie führen. Ebenso kann es durch eine Schwangerschaft zum Zwerchfellbruch kommen. Frauen sind durchschnittlich häufiger betroffen als Männer, insgesamt steigt das Risiko eines Zwerchfellbruchs ab dem 50. Lebensjahr.

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