Jucken, Brennen, Tränen Wie Sie trockene Augen selbst behandeln können

Gerötete und juckende Augen haben im Winter Hochsaison. Wie Sie mit ein paar einfachen Mitteln für eine ausreichende Befeuchtung trockener Augen sorgen.

Inhalt
  1. Auf das richtige Raumklima achten
  2. Lindernde Massage des Lidrandes
  3. Diese Tropfen helfen bei trockenen Augen
  4. So wichtig ist die richtige Ernährung
  5. Wann sollte ich lieber zum Arzt gehen?

Draußen sind es die eisigen Temperaturen sowie der Wind und drinnen die Heizungsluft, die unsere Horn- und Bindehaut reizen. Die Folge sind juckende, brennende oder tränende Augen. In manchen Fällen führt dies sogar zu einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Aber auch bestimmte Medikamente (zum Beispiel Betablocker, Antidepressiva, Antihistaminika) können trockene Augen hervorrufen. Wir verraten, was schnelle Linderung verschafft.

 

Auf das richtige Raumklima achten

Da Heizungsluft unseren Tränenfilm verdunsten lässt, sollten Sie in Wohnräumen für ausreichende Luftfeuchtigkeit (40 bis 60 Prozent, mit einem Hygrometer aus dem Supermarkt überprüfen) sorgen. Dafür eine Wasserschale auf die Heizung stellen und mindestens zweimal täglich fünf bis zehn Minuten lüften.

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Lindernde Massage des Lidrandes

Um die Tränenproduktion anzuregen und die Nährstoffversorgung der Bindehaut zu unterstützen, empfehlen Experten eine Massage der Lider. Dazu mit frisch gewaschenen Fingern oder einem Wattestäbchen bei geschlossenen Augen die oberen und anschließend die unteren Lider leicht massieren - ohne Druck und in kreisenden Bewegungen. Jeweils etwa 30 Sekunden sanft über die Lider in Richtung der Wimpern streichen.

Am besten vor dem Massieren noch eine feuchtwarme Kompresse auflegen - diese hilft, wenn trockene Augen übermäßig tränen.

SOS-Tipp: Bei langer Arbeit am Computer oder häufigem Fernsehen tut es auch gut, die Augen eine Minute lang so oft es geht zu schließen und wieder zu öffnen. Dann die Augen ein paar Sekunden lang geschlossen halten.

 

Diese Tropfen helfen bei trockenen Augen

Spezielle Tropfen, sogenannte künstliche Tränen (aus der Apotheke), helfen ebenfalls und können mehrmals täglich angewendet werden. Sie stabilisieren den Tränenfilm auf der Hornhaut. Präparate ohne Konservierungsmittel sind besonders sanft für das Auge und sind vor allem bei häufiger Benutzung (mehr als viermal täglich) ratsam.

Merken Sie sich: Je größer Ihre Beschwerden sind, desto dickflüssiger sollte das Mittel sein, mit dem Sie Ihre trockenen Augen befeuchten. Allerdings kann die Sicht nach der Verwendung kurzzeitig eingeschränkt sein.

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So wichtig ist die richtige Ernährung

Auch bestimmte Nährstoffe können einen gesunden Tränenfilm fördern. Dazu zählen die Vitamine A, C und E (zum Beispiel in Papaya). Außerdem haben sich Omega-3-Fettsäuren bei trockenen Augen als hilfreich erwiesen. Experten empfehlen, eine Handvoll Nüsse täglich und zweimal pro Woche fetten Seefisch zu essen. Darüber hinaus sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (mindestens 1,5 Liter täglich).

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Wann sollte ich lieber zum Arzt gehen?

Bei einer ständig wiederkehrenden oder anhaltenden Augentrockenheit sollten Sie die genaue Ursache Ihrer Beschwerden von einem Arzt abklären lassen. Dieser kann die von Ihnen produzierte Tränenmenge sowie die Beschaffenheit Ihres Tränenfilms untersuchen und daraufhin eine für Sie wirksame Therapie verordnen.

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