Spanische Studie Werden chronische Krankheiten vom Geburtsmonat beeinflusst?

Was eine neue Studie von spanischen Wissenschaftlern nahe legt, klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich - doch unsere Gesundheit scheint teilweise tatsächlich in den Sternen zu stehen. Wie chronische Krankheiten mit unserem Geburtsmonat zusammenhängen sollen.

Chronische Krankheiten können Forschern zufolge mit dem Geburtsmonat eines Menschen zusammenhängen.
In welchem Monat eine Person geboren wurde kann laut einer neuen Studie Einfluss darauf haben, an welchen chronischen Krankheiten man später leidet.

Forscher der Universität Alicante analysierten den jeweiligen Geburtsmonat von fast 30.000 spanischen Männern und Frauen im Vergleich mit 27 chronischen Krankheiten, um mögliche Verbindungen zu entdecken. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Jahreszeit tatsächlich in Zusammenhang mit der langfristigen Gesundheit einer Person stehen könnte.

 

Welche Monate besonders gut abschneiden

Unter anderem stellten sie bei ihren Untersuchungen fest, dass im Juli zur Welt gekommene Frauen ein um 40 Prozent höheres Risiko haben an Inkontinenz zu leiden. Außerdem sei die Chance, später einen dauerhaft hohen Blutdruck zu bekommen, bei diesen Frauen um etwa ein Drittel höher. Ein hoher Cholesterinspiegel, Osteoporose und Anämie sollen vor allem im Oktober geborene Frauen treffen.

Sehen Sie hier, welche Gewürze gegen Bluthochdruck und einen erhöhten Cholesterinspiegel helfen können (Artikel geht unter dem Video weiter):

 

Im August geborene männliche Babys würden im Vergleich mit jenen, die am Anfang des Jahres zur Welt gekommen sind, später fast doppelt so häufig an Asthma leiden. Generell sollen im September geborene Menschen am seltensten chronisch erkranken. Für Frauen scheint außerdem der Juli besonders vorteilhaft zu sein: Dann geboren zu werden bedeute, dass sie ein um 33 Prozent geringeres Migräne-Risiko haben und dass sie eine bis zu 35 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit haben, während der Menopause Beschwerden zu haben.

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Die Unterschiede, die im Vergleich der einzelnen Geburtsmonate festgestellt wurden, erklären sich die Forscher unter anderem mit saisonalen Unterschieden. So könnten Faktoren wie UV-Strahlung, Vitamin-D-Level, Allergien und Viren, die im Winter zahlreicher auftreten, einen Einfluss auf die Entwicklung eines Fötus haben. Dass die Ergebnisse für Männer und Frauen unterschiedlich ausfallen, könnte den Experten zufolge darauf hindeuten, dass beide Geschlechter anders auf die zuvor genannten Faktoren reagieren.

Nichtsdestotrotz geben die spanischen Wissenschaftler zu bedenken, dass neben dem Geburtsmonat natürlich noch viele weitere Variablen auf die langfristige Gesundheit eines Menschen Einfluss nehmen - unter anderem die Ernährung, Bewegung und der jeweilige Stresspegel.

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