Pulver oder Gel? Wäsche richtig waschen: Worauf Sie wirklich achten sollten

Auch, wenn wir beim Waschen bereits routiniert sind: Einiges machen wir unbewusst trotzdem noch falsch. Wie Sie Wäsche richtig waschen.
Wussten Sie, dass zu viel Waschmittel nicht nur Ihre Handtücher ruinieren kann? Welche Tipps Sie noch beachten sollten, um Ihre Wäsche richtig zu waschen.
Inhalt
  1. Richtig waschen: Wie viel Waschmittel ist zu viel?
  2. Sind Pulver- und Flüssigwaschmittel gleich effektiv?
  3. Wann verwende ich Vollwaschmittel, wann Color-Mittel?
  4. Ist es sinnvoll, Weichspüler zu verwenden?
  5. Reicht es mit niedrigen Temperaturen zu waschen?
  6. Wie verhindere ich, dass meine Wäsche muffig riecht?
  7. Wie lassen sich Schweißflecken effektiv entfernen?

Tipps zum Wäschewaschen brauchen Sie nicht? Vielleicht doch, denn trotz jahrelanger Erfahrung gibt es noch immer Dinge, die wir uns dabei oft nicht bewusst machen. Was Sie beachten sollten, um Ihre Wäsche richtig zu waschen.

Egal, ob es um die richtige Gradzahl oder die Wahl zwischen Flüssig- und Pulverwaschmittel geht: Beim Wäschewaschen sollten wir einige Dinge im Hinterkopf behalten, um lange Freude an unseren Textilien zu haben. Wir haben die wichtigsten Fragen zum Thema zusammengetragen und verraten darüber hinaus ein paar Tricks, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

 

Richtig waschen: Wie viel Waschmittel ist zu viel?

Beim Beladen der Waschmaschine ist es nur allzu verlockend, einen ordentlichen Schuss Waschmittel hinzuzufügen. Viel hilft schließlich viel - oder? So einfach ist es leider nicht, denn oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Eine zu große Menge kann nämlich zu verschmutzenden Rückständen in der Maschine führen, durch die sich mit der Zeit Bakterien und Schimmelpilze ansammeln.

Außerdem ruiniert zu viel Waschmittel auf Dauer Ihre Handtücher: Weil Sie besonders saugfähig sind, nehmen sie auch den überflüssigen Schaum auf und bieten Bakterien so einen idealen Platz, wenn das Waschmittel nicht ausreichend ausgespült werden kann. Zu viel davon kann Handtücher auch steifer und kratziger werden lassen.

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Zu wenig Waschmittel dagegen führt dazu, dass die Textilien nicht richtig sauber werden. Generell gilt also: So viel wie nötig, so wenig wie möglich verwenden. Um die richtige Menge zu ermitteln, sollten Sie daher folgende Punkte beachten: Wie voll ist die Waschmaschine? Wie schmutzig ist die Wäsche? Und wie hoch ist die Wasserhärte? Dabei gilt: Je härter das Wasser vor Ort, desto mehr Waschmittel ist nötig. Die entsprechend empfohlenen Milliliterangaben finden Sie dann auf den Verpackungen Ihres Waschmittels.

 

Sind Pulver- und Flüssigwaschmittel gleich effektiv?

Um richtig zu waschen, brauchen Sie neben Vollwaschmittel (für stark Verschmutztes und Weißes) noch ein Color- und ein Feinwaschmittel - doch dabei sollten Sie nicht nur auf flüssige Produkte setzen. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, wirken flüssige Waschmittel nämlich nicht so effektiv gegen Schmutz wie Waschpulver. Diese entfernen bestimmte Flecken besser und haben ab Temperaturen über 40 Grad eine größere hygienische Wirkung.

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Flüssigwaschmittel können dagegen Fett manchmal besser lösen und eignen sich besonders zur Fleckenvorbehandlung. Außerdem hinterlassen sie keine weißen Rückstände auf der Kleidung, wie es bei Waschpulver gelegentlich der Fall ist.

 

Wann verwende ich Vollwaschmittel, wann Color-Mittel?

Vollwaschmittel sollten Sie besser nicht für Buntes verwenden, da in ihnen Bleichmittel und optische Aufheller enthalten sind, die die Textilien auf Dauer ausbleichen können. Nehmen Sie dafür lieber Color-Waschmittel (egal, ob flüssig oder als Pulver), das die Farben lebendig hält und die Fasern besser pflegt. Einzige Ausnahme: Bei besonders hartnäckigen Flecken oder wenn Sie durch Krankheiten verursachte Keime entfernen wollen, greifen Sie am besten zu einem Pulver-Vollwaschmittel mit mindestens 60 Grad Waschtemperatur.

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Ist es sinnvoll, Weichspüler zu verwenden?

Da Weichspüler die Wäsche glätten und das Bügeln erleichtern, sind sie durchaus eine nützliche Hilfe. Allerdings gilt das nicht unbedingt für das richtige Waschen von Handtüchern: Zu viel Weichspüler mindert ihre Saugfähigkeit, wodurch sie hinterher schlechter trocknen.

 

Reicht es mit niedrigen Temperaturen zu waschen?

Generell ist es ausreichend, leicht verschmutzte Bekleidung bei nur 30 Grad zu waschen. Unterwäsche, Bettwäsche oder Handtücher sollten Sie aber bei mindestens 40 Grad und mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel waschen. Um Ihre Maschine von Keimen zu befreien, die sich vielleicht in der Trommel angesammelt haben, sollten Sie außerdem ein bis zweimal im Monat mit 60 Grad waschen. Noch heißere Temperaturen sind meist nur bei schwer ansteckenden Erkrankungen notwendig.

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Wie verhindere ich, dass meine Wäsche muffig riecht?

Kommt Ihre Kleidung nicht frisch duftend, sondern eher muffig aus der Maschine, kann das ein Zeichen von zu viel Waschmittel und dauerhaft zu niedrigen Waschtemperaturen sein - Bakterienansammlungen sind die Folge. Nehmen Sie Ihre Kleidung außerdem immer möglichst zeitnah aus der Maschine und legen Sie sie nicht klamm in den Schrank.

 

Wie lassen sich Schweißflecken effektiv entfernen?

Es gibt kaum ein schlimmeres Wäscheproblem als unansehnliche gelbliche Schweiß- und Deorückstände an unserer Kleidung. Allerdings können Sie diese Flecken mit Zitronensäure bekämpfen: Lösen Sie dazu etwa drei bis vier Teelöffel davon (gibt es als Pulver im Drogeriemarkt) in einem Liter heißen Wasser auf und weichen die betroffenen Stellen darin ein. Anschließend geben Sie das Kleidungsstück wie gewohnt in die Maschine.

Dieser Trick funktioniert sehr gut bei weißer Wäsche, bei farbigen Textilien sollten Sie die Säure zuvor an einer nicht sichtbaren Stelle testen.

 

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