Wie lässt er sich vermeiden? Vorsicht, Schimmel! Die 11 wichtigsten Fragen über den ungebetenen Gast

Schimmelpilze gibt es überall. Das ist auch kein Problem, so lange es sich nur um geringe Mengen handelt. Doch sobald es draußen kalt wird, steigt die Gefahr der vermehrten Schimmelbildung – mit gefährlichen Folgen für die Gesundheit.

Vorsicht, Schimmel! Die 9 wichtigsten Fragen über den ungebetenen Gast
Wie gefährlich ist Schimmel in der Wohnung wirklich? Und kann man ihn immer sehen?
Inhalt
  1. Wie wirkt sich Schimmel auf die Gesundheit aus?
  2. Warum steigt die Schimmel-Gefahr vor allem im Winter?
  3. Lässt sich Schimmel vermeiden?
  4. Wie lässt sich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit senken?
  5. Ist Lüften denn sinnvoll, wenn es draußen nass und kalt ist?
  6. Darf man Schimmel selbst beseitigen?
  7. Welche Reinigungsmittel sind empfehlenswert gegen Schimmel?
  8. Ist Schimmel immer sichtbar?
  9. Ist Schimmel, der sich hinter der Tapete versteckt, auch gefährlich?
  10. Kondenswasser am Fenster: Kann es Schimmel fördern?
  11. Was ist besser: Tapete oder Putz?

 

Wie wirkt sich Schimmel auf die Gesundheit aus?

Schimmelsporen und Schimmelstaub gelangen über die Luft in die Atemwege und können zu chronischem Husten und Asthma führen. Zudem können sie Entzündungen an der Lunge auslösen, das Immunsystem schädigen und Allergien begünstigen.

 

Warum steigt die Schimmel-Gefahr vor allem im Winter?

Im Herbst und Winter schlägt sich auf den abgekühlten Wänden die Luftfeuchtigkeit nieder, die durch das Kochen, Duschen und Atmen (jeder Mensch gibt täglich bis zu eineinhalb Liter Feuchtigkeit ab) in jeder Wohnung vorhanden ist. Diese feuchten Wände sind der ideale Brutplatz für verschiedene Schimmelarten.

 

Lässt sich Schimmel vermeiden?

Das geht nur, indem man die Luftfeuchtigkeit kontrolliert. Denn bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55 Prozent hat der Schimmel so gut wie keine Chancen. Steigt sie darüber, kann er sich schnell bilden. Bereits einfache Messgeräte (Hygrometer, circa 13 Euro, hier bestellen) zeigen die Feuchtigkeit im Raum an.

Mit diesen drei Tipps können Sie der Schimmelbildung vorbeugen (Artikel wird darunter fortgesetzt):

 
 

Wie lässt sich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit senken?

Richtiges Lüften ist das A und O: Morgens, mittags und abends mit weit geöffnetem Fenster für fünf bis zehn Minuten stoßlüften. Zusätzlich ist es wichtig, die gesamte Wohnung zu heizen. Dadurch sind die Wände warm, und es kann sich weniger Kondenswasser bilden. Nach dem Duschen sollte die Tür des Badezimmers geschlossen bleiben. Andernfalls verteilt sich der Wasserdampf in der Wohnung.

 

Ist Lüften denn sinnvoll, wenn es draußen nass und kalt ist?

Definitiv. Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit als warme. Das gilt selbst dann, wenn es draußen regnet. Mit Stoßlüften tauscht man nicht nur warme Luft gegen kalte, sondern befördert auch viel Wasser aus dem Haus.

 

Darf man Schimmel selbst beseitigen?

Einen kleineren Befall in einer Zimmerecke oder schwarze Fugen im Badezimmer kann man selbst entfernen. Dabei aber immer eine Atemmaske tragen und auf keinen Fall mit einem trockenen Tuch über die Flecken reiben. Dadurch werden nur die giftigen Sporen aufgewirbelt und in der Wohnung verteilt.

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Welche Reinigungsmittel sind empfehlenswert gegen Schimmel?

Bitte keine chlorhaltigen Produkte verwenden, denn Chemikalien gegen Schimmelsporen können auch für Menschen schädlich sein. Auch von Essigessenz rät das Umweltbundesamt ab: Diese enthält organische Nährstoffe, die das Sporenwachstum eher noch fördern. Kleinere Flecken lassen sich gut mit 70-prozentigem Alkohol (Apotheke) bekämpfen: Die Flecken damit befeuchten, eine halbe Stunde einwirken lassen und dann mit alkoholgetränkten Tüchern abreiben. Diese anschließend entsorgen. Bei massivem Schimmelbefall sollten Experten gerufen werden.

 

Ist Schimmel immer sichtbar?

Nein. Oft wachsen Schimmelpilze im Verborgenen. Etwa hinter einer Couch oder einem Schrank, die zu dicht vor einer kalten Wand stehen. Hier zirkuliert weniger warme Luft, die Wand bleibt besonders kühl. Als Schutzregel gilt: mit den Möbeln mindestens sechs Zentimeter Wandabstand halten.

 

Ist Schimmel, der sich hinter der Tapete versteckt, auch gefährlich?

Die Sporen dringen nicht durch Tapeten und Farbe, aber die flüchtigen Substanzen, die die Pilze absondern. Oft kommt es zuerst zu Krankheitssymptomen – und dann wird der Schimmel gesucht und gefunden.

 

Kondenswasser am Fenster: Kann es Schimmel fördern?

Kalte Luft kondensiert an den Fensterecken und -dichtungen. Ideal für Schimmel. Auf keinen Fall mit einem trockenen Lappen über die Schimmelstellen reiben. Denn dann fliegen die Sporen durch die Luft und verteilen sich im ganzen Raum.

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Was ist besser: Tapete oder Putz?

Experten raten zu verputzten Wänden ohne Tapeten. Sie können je nach Anstrich mehr Feuchtigkeit aufnehmen und sorgen so für ein trockeneres, schimmelfeindlicheres Raumklima. Zudem gedeihen Schimmelsporen auf Putz weniger gut.

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Quelle: TV14

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