Ulrike Kriener: "Ich kann fuchsteufelswild werden"

Ulrike Kriener gesteht, dass ihre schlechte Eigenschaft ihre Ungeduld ist. Sie kann dann sogar fuchsteufelswild werden.

Schauspielerin Ulrike Kriener.
Foto: IMAGO / Sven Simon

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das findet auch Ulrike Kriener. Als Kommissarin Lucas startet sie in einer neuen Dienststelle noch mal durch, zieht von Regensburg nach Nürnberg. Ob sie für einen Umzug auch privat noch mal bereit wäre, verrät die Schauspielerin im Interview.

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Würde Ulrike Kriener eine Neustart wagen?

Könnten Sie sich einen Neustart woanders noch einmal vorstellen?

Ich glaube, das würde mir schwerfallen. Nur, wenn es sein müsste. Ich bin jetzt 66 und lebe gerne in München. Ich habe meine Freunde hier und meine Wurzeln geschlagen. Punktuell immer mal wieder wegzugehen, kann ich mir allerdings sehr gut vorstellen. Für ein paar Monate mal oder auch für ein Jahr.

Wohin würde es gehen?

Ich würde gerne mal am Meer leben. In Südeuropa, auf den Kanaren oder in Portugal.

Was hält Sie davon ab?

Dass ich sehr viel arbeite. Ich bin so eingespannt, dass diese längeren Anreisen zu viel wären. Das könnte ich nur in einer sogenannten Auszeit machen.

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Gab es für Sie je einen Plan B – was wollten Sie als Jugendliche werden?

Mein Interessensschwerpunkt lag bei der Sprache, und ich hatte auch mal Journalismus im Kopf und Sozialpädagogik. Aber im Grunde habe ich mir überhaupt nie Gedanken gemacht. Ich habe einfach gelebt, und dieser Beruf hat sich mehr oder weniger zufällig ergeben, – über eine Freundin, die damals auf die Schauspielschule gegangen ist und mich mitgenommen hat.

Ehrliche Worte über das Älterwerden

In Ihrer Rolle als Ellen Lucas beschäftigen Sie sich nun mit dem Älterwerden. Doch irgendwie hat man das Gefühl, 66 ist das neue 50, oder?

Ja, Frauen achten heute mehr auf sich, sie ernähren sich gesund und machen Sport. Sie kleiden sich nicht mehr so wie früher, sondern jünger.

Sie selbst sehen auch jünger aus – was tun Sie für sich?

Na ja, jedes Foto, das Sie von mir sehen, ist mit Photoshop bearbeitet. Und genauso gut sind auch die Bearbeitungen im Film. Wenn Sie mir gegenüberstehen, sehen Sie sehr genau, wie alt ich bin. Und natürlich färbe ich mir die Haare, das ist doch klar.

Was ist Ihnen im Leben persönlich immer besonders wichtig gewesen?

Dass ich einen Beruf habe und mein eigenes Geld verdiene. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit ist für mich die Voraussetzung dafür, dass man in einer Ehe gleichberechtigt agieren kann.

Nun ist es auch in Ihrem Beruf so, dass Männer immer noch mehr Geld verdienen …

Das stimmt leider. Deshalb sollte man auch ganz offen über die Gagen kommunizieren und sich Tipps geben.

Ihre Stärken und Schwächen kennt Ulrike Kriener ganz genau

Wo liegen Ihre größten Stärken?

Ich glaube, meine größte Stärke ist meine Offenheit. Dass ich keine Angst habe, ungute Themen anzusprechen. Ich kann mich streiten. Aber ich bin auch gerne albern und mache Witze.

Und haben Sie auch Schwächen?

Nicht eine einzige (lacht). Ich kann schon sehr ungeduldig sein. Aber nicht im guten Sinne, also nicht charmant ungeduldig. Ich werde dann fuchsteufelswild und finde mich auch nicht nett.

Was wünschen Sie sich für 2021?

Dass ich mal wieder unbekümmert und angstfrei mit Freunden zusammensitzen kann.

Ulrike Kriener ist ab dem 6. Februar 2021 wieder als Ellen Lucas in den neuen Folgen der ZDF-Krimi-Reihe 'Kommissarin Lucas' zu sehen.