Schauspielerin im Interview Tina Ruland schwärmt von ihrer Mutterrolle

Wir haben mit der zweifachen Mutter Tina Ruland über den Altersunterschied in der Liebe, Reisen und ihre private Mutterrolle gesprochen. 

Schauspielerin Tina Ruland auf Liebenswert
Tina Ruland ist seit den Neunziger Jahren als Schauspielerin bekannt.

Nicht nur privat, auch beruflich ging es für Tina Ruland wieder auf Reisen. Die 52-Jährige ist am 26. Dezember (21:45 Uhr, ZDF) in einer neuen Ausgabe von 'Kreuzfahrt ins Glück' zu sehen. Im Film "Hochzeitsreise ins Piemont" spielt sie die Mutter einer Braut, die sich in einen viel jüngeren Mann (gespielt von Raúl Richter) verliebt. Wir haben mit der ehemaligen 'Let's Dance'-Kandidatin gesprochen. 

Liebenswert: War es Ihre erste Kreuzfahrt?

Tina Ruland: Ich war schon drei Mal auf dem 'Traumschiff' unterwegs, aber es war tatsächlich das erste Mal, dass ich für 'Kreuzfahrt ins Glück' gedreht habe. Beim 'Traumschiff' habe ich noch auf der Deutschland gedreht, da stand das Schiff mehr im Mittelpunkt. Bei „Kreuzfahrt ins Glück“ passiert auch viel an Land, was auch toll ist. 

Wie hat Ihnen der Dreh gefallen?

Es war eine wunderschöne Zeit am Lago Maggiore, den ich noch gar nicht so wirklich kannte. Bei den Dreharbeiten fahren wir in Gegenden, die besonders sind, da wir den Zuschauern die schönsten Orte präsentieren wollen. Das ist für uns Schauspieler natürlich toll, weil wir da dann auch arbeiten dürfen und diese Orte besuchen können.

Welcher Ort hat Sie besonders fasziniert?

Ich war zum ersten Mal auf Elba und fand es sehr schön. Die meiste Zeit waren wir aber am Lago Maggiore. Die ganzen Seen in Italien waren für mich neu und ich habe gemerkt, dass mir das sehr gut gefällt. Es ist nicht zugebaut und hat einen ganz besonderen Charme -  und ich liebe italienisches Essen. Sich nach einem Drehtag an den See zu setzen und auf das ruhige Gewässer zu schauen, das war schön!

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Welcher Reisetyp sind Sie denn privat? Eher Kreuzfahrt oder mit dem Rucksack unterwegs?

Ich bin tatsächlich sehr gerne als Backpackerin unterwegs, Ich habe letztes Jahr mit meiner Familie eine Weltreise gemacht und darüber ein Buch geschrieben ('Move my Heimat. Eine ungeplante Weltreise', Anmerk. d. Red.) . Kreuzfahrten sind sehr schön und ich kann verstehen, warum Menschen das gerne machen. Aber so richtig in ein Land eintauchen kann man bei den kurzen Landgängen natürlich nicht. Dort holt man sich dann tolle Ideen.

Sie waren mehrere Monate auf Weltreise. Welches Land würden Sie als Wohnort gegen Deutschland eintauschen?

Wenn ich könnte, würde ich super gerne in Neuseeland leben. Ich hatte das Land eigentlich nie auf dem Zettel, aber als wir jetzt dort waren hat mich das Land sehr beeindruckt. Ansonsten war einer der schönsten und besonderen Momente auf dieser Reise Kalimantan, das ist der indonesische Teil von Borneo. Da haben wir die freilebenden Orang-Utans gesehen und das war schon sehr sehr besonders.

Sie sind mit ihrer Familie vereist, darunter zwei Kinder. Das stelle ich mir relativ anstrengend vor …

Es ist überhaupt nicht anstrengender mit Kindern unterwegs zu sein. Es ist sogar noch viel schöner, weil man die Orte nochmal mit anderen Augen sieht und sich für einige Dinge auch ein bisschen mehr Zeit nimmt. Kinder wollen nicht immer nur rumjetten.

Bei 'Kreuzfahrt ins Glück' spielen Sie ebenfalls eine Mutter, die sich in den Trauzeugen ihrer Tochter verliebt – der deutlich jünger ist als die Brautmutter. Wie war das für Sie?

Es hat sehr viel Spaß gemacht. Raúl Richter hat meinen Partner gespielt und das ist natürlich ein äußerst attraktiver junger Mann. Da gibt es schlimmere Dinge als ihn küssen zu müssen (lacht).

Meinen Sie, dass der Altersunterschied in der Liebe eine Rolle spielt? Für die Tochter ist die Verliebtheit der Mutter ja nicht ganz so okay …

Ich glaube für die Tochter ist das größere Problem, dass es jemand aus ihrem Freundeskreis ist. Da will man nicht unbedingt seine Mutter drin wildern lassen (lacht). Privat kommt es für mich nicht in Frage. Ich stehe nicht auf Männer, die deutlich jünger oder deutlich älter sind.

Was muss für Sie denn ein Mann haben?

Er muss vor allem erwachsen sein und das ist wirklich schon ziemlich schwierig so jemanden zu finden … (lacht). Mit erwachsen meine ich nicht besonders vernünftig, sondern jemanden, der zuverlässig ist. Ich muss mich auf meinen Partner hundertprozentig verlassen können – auch in schwierigen Zeiten. Darum geht es ja. Den Spaß kann man auch überall anderswo haben. Für eine Beziehung zählt für mich aber Rückgrat, Vertrauen und Zuverlässigkeit.

Man bekommt den Eindruck, dass es bei Männern akzeptierter ist, wenn sie eine deutlich jüngere Lebensgefährtin haben. Haben Sie das auch schon festgestellt?

Ja, definitiv. Das ist bei Frauen immer noch nicht gesellschaftlich anerkannt. Es gibt zwar immer wieder Ausnahmen, denen man das zugesteht, aber wenn wir ehrlich sind, wird immer getuschelt: "Das hält doch nicht". Was natürlich Quatsch ist, wenn Liebe im Spiel ist. Und wenn das Alter dann wirklich eine Rolle spielt, ist es für beide Partner so. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich mit einem 70-Jährigen zusammen wäre, niemals! Ich möchte keine Altenpflegerin sein. Auch in die Richtung wird es irgendwann schwierig, das vergessen die Männer meistens. Frauen überlegen sich schon eher, was das für die Zukunft bedeutet und das es höchstwahrscheinlich schwieriger sein wird. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Aber die Gesellschaft hat es lange noch nicht akzeptiert. Auch wenn Frauen mit 50 nochmal Mutter werden, dann gibt es ein großes Geschrei. Bei einem Mann halten es mittlerweile aber alle für normal …  

Sie haben ihr zweites Kind mit 44 Jahren bekommen. Haben Sie da auch Anfeindungen bekommen oder sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, ob Sie in dem Alter noch ein Kind bekommen möchten?

Nein, weil ich das Ganze nicht so öffentlich gemacht habe. Ich war mit 44 Jahren auch nicht alt, aber natürlich war ich schon älter als so manch andere Frau, die ein Kind bekommt. Darüber habe ich mir aber keine Gedanken gemacht. Das war eine Entscheidung, die Natur hat mitgemacht und wenn es funktioniert, dann soll es so sein. Ich bin da immer recht schicksalsgläubig und denke mir, dass das Schicksal schon darauf aufpasst, dass das richtige passiert.

Im Film sind Sie die beste Freundin ihrer Tochter. Sind Sie auch die beste Freundin Ihrer Söhne?

Ich möchte nicht die Freundin sein, ich möchte die Mama sein. Ich finde das immer ganz gruselig, wenn Leute behaupten, dass sie die besten Freunde ihrer Kinder sind. Meine Söhne sollen ihre Freunde haben und eine Mama - und das bin ich! Als Mama gebe ich ihnen bedingungslose Liebe, Rückhalt und Sicherheit, das ist ja was ganz anders als das, was Freunde erfüllen können und sollen. Mit Freunden kann man auch mal brechen, als Mama bin ich immer für sie da.

Mussten Sie schon einmal mit einer Freundin brechen?

Ja, das passiert ja überall. Manchmal verändern sich Lebenssituationen so drastisch, dass es einfach nicht mehr zusammen passt. Da ist man dann einen tollen Weg zusammen gegangen, aber dann stellt man fest, dass man jetzt getrennt voneinander seine Wege geht. Bei Freundschaften muss man nicht ums Verrecken an etwas festhalten, wenn es keinen Sinn mehr macht. Bei Familie weiß man, dass es bleibt. Das einzige, was in meinem Leben hundertprozentig Bestand hat, sind meine beiden Söhne.

Vielen Dank für das Interview!

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