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Blütenpracht

Stauden pflanzen: Tipps für ein blütenreiches Staudenbeet

Ein buntes Staudenbeet macht sich in jedem Garten gut. Was Sie beim Pflanzen von Stauden beachten müssen, erfahren Sie hier.

Staudenbeet anlegen: Worauf kommt es an?

Wer sich nahezu das ganze Jahr über an einer bunten Blütenpracht im Garten begeistern möchte, sollte über das Anlegen eines Staudenbeetes nachdenken. Möglicherweise haben Sie auch bereits die eine oder andere Staude in Ihrem Garten, denn im Wesentlichen handelt es sich hierbei um eine meist mehrjährige, krautige Blütenpflanze, deren oberirdischer Teil nach jeder Vegetationsphase abstirbt. Im darauffolgenden Jahr schlägt die Staude dann aus der Wurzel neu aus, nachdem sie in der Regel unter der Erdoberfläche überwintert hat. Eine Ausnahme bilden die wintergrünen Stauden, die sich nicht vollständig 'einziehen'.

Lesen Sie auch: Pflanzerde oder Blumenerde: Was ist der Unterschied?

Da es eine Vielzahl an verschiedenen Stauden gibt, sollten Sie vorab prüfen, welche Stauden sich an dem von Ihnen vorgesehenen Standort wohlfühlen. Es gibt nämlich sowohl sonnen- als auch schattenliebende Arten. Recherchieren Sie außerdem, wie viel Platz die Pflanzen benötigen und wann sie blühen. So können Sie mit ein bisschen Planung dafür sorgen, dass Sie die komplette Saison über eine Blütenpracht im Garten bewundern können. Damit das Staudenbeet nicht durcheinander wirkt, sollten große Gerüst- oder auch Leitstauden in den hinteren Teil gepflanzt werden. Es folgen halbhohe Gruppen- oder Begleitstauden und in die Lücken und in den vorderen Teil des Beetes können Füllstauden, sogenannte Bodendecker, gesetzt werden. Es hat sich optisch bewährt, drei bis fünf Leitstauden im hinteren Teil des Beetes zu platzieren und eine entsprechende Anzahl an Begleitstauden drumherum zu setzen.

Leit-, Begleit- und Füllstauden - Übersicht

Leitstauden (140 - 200 cm)

Begleitstauden (50 - 70 cm)

Füllstauden (bis 40 cm)

Hohe Flammenblume

Glockenblume

Storchenschnabel

Sonnenhut

Mädchenauge

Nelkenwurz

Herbst-Anemone

Frauenmantel

Sand-Thymian

Sonnenbraut

Akelei

Kriechender Günsel

Eisenhut

Schafgarbe

Lungenkraut

Lupinen

Tränendes Herz

Blaukissen

Rittersporn

Goldrute

Kleines Immergrün

Pfingstrose

Lavendel

Sternmoos

Fackellilie

Nachtkerze

Teppich-Flammenblume

Die beste Pflanzzeit für Stauden

Um die Stauden nicht in ihrer Hauptwachstumsphase (Sommer) oder in ihrer Winterruhe zu stören, pflanzen Sie sie am besten im Frühjahr oder Herbst ins Beet. Hierbei handelt es sich aber lediglich um die beste Pflanzzeit. Im Topf kultivierte Stauden könne im Grunde das ganze Jahr über gepflanzt werden. Im Sommer müssen sie jedoch ausreichend mit Wasser versorgt werden und im Winter kann den jungen Wurzeln ein zu harter, gefrorener Boden zum Verhängnis werden. Das Pflanzen im Herbst hat den Vorteil, dass die Staude über den Winter Kraft tanken und im Frühjahr direkt austreiben kann. Staunässeempfindliche Pflanzen wie die Pfingstrose pflanzen Sie besser im Frühjahr.

Sehen Sie im Video, wie Sie die Pfingstrose richtig pflanzen: (Der Artikel geht unter dem Video weiter)

Stauden pflanzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Sie sich entschieden haben, welche Stauden künftig in Ihrem Beet wachsen sollen, geht es ans Pflanzen. Der Boden sollte dafür gut aufgelockert und mit etwas Kompost angereichert werden. Unliebsames Unkraut sollten Sie gründlich entfernen. Sandige Böden können mithilfe von Tonmehl (Bentonit) verbessert werden. Lehmigen Böden sollte etwas Sand und Laubkompost hinzugefügt werden. Gehen Sie anschließend wie folgt vor:

  1. Stauden vor dem Pflanzen in einem Eimer mit Wasser tränken, bis keine Bläschen mehr aufsteigen.

  2. Töpfe mit den Pflanzen anschließend im Beet platzieren. Bedenken Sie dabei die Anordnung von Leit-, Begleit- und Füllstauden. Tipp: Achten Sie unbedingt auf den richtigen Pflanzabstand.

  3. Für jede Staude ein Pflanzloch graben, welches ca. doppelt so tief und breit wie der Ballen sein sollte.

  4. Stauden vorsichtig aus dem Topf klopfen, überschüssige Wurzeln notfalls mit einer Gartenschere entfernen.

  5. In das Pflanzloch einsetzen und das Loch mit Erde verfüllen. Anschließend die Erde um die Staude gut andrücken. Tipp: Pflanzen Sie die Staude nicht zu tief!

  6. Stauden gründlich mit einer Gartenbrause gießen, damit sich die jungen Wurzeln mit der Erde verbinden.

  7. Um die Feuchtigkeit im Boden lange zu bewahren und ihn vor Austrocknung im Sommer zu schützen, können Sie Rindenmulch auf dem Beet verteilen. Auch Unkraut hat so deutlich weniger Chancen und die Mulchschicht wirkt sich positiv auf Boden und Pflanzen aus.

Stauden richtig pflegen und schneiden

In den ersten Wochen nach der Pflanzung müssen die Stauden regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Da die Stauden in der Regel gut mit Nährstoffen versorgt wurden und Sie den Boden vor dem Pflanzen mit Kompost angereichert haben, benötigt Ihr Staudenbeet im ersten Jahr keine Extraportion Dünger. Im Frühsommer ausgeblühte Triebe können mit einer Gartenschere zurückgeschnitten werden, denn mit etwas Glück folgt eine zweite Blütephase im Spätsommer oder Herbst. Unkraut sollte regelmäßig entfernt werden, damit es nicht überhandnimmt und den Pflanzen Wasser und Nährstoffe klaut.

Im Herbst können Sie die nicht ganz so winterharten Stauden mit ein bisschen angehäuftem Laub vor dem Winter schützen.  

Der große Rückschnitt findet bei vielen Gartenbesitzern meist erst im Frühjahr kurz vor dem Austrieb statt. Dies hat den Vorteil, dass die verwelkten Blätter eine Schutzfunktion für tiefere Pflanzen oder den eigenen Wurzelballen haben. Außerdem wird den verblühten Blütenständen eine dekorative Eigenschaft zugesprochen. Auch Vögel bedienen sich im Winter gerne an dem einen oder anderen verbliebenen Samen.

Nach dem Rückschnitt im Frühjahr sollte der Boden vorsichtig aufgelockert und mit etwas Kompost versehen werden. Erkundigen Sie sich auch, welcher Dünger für Ihre Stauden infrage kommt. Große Leitstauden müssen möglicherweise mit entsprechenden Staudenhaltern vor dem Abknicken gestützt werden. Achten Sie insbesondere bei blütenreichen Prachtstauden auf einen Pilz- oder Schneckenbefall, um sofort dagegen vorgehen zu können.

Beginnen die Stauden mit der Zeit zu verkahlen oder sind sie nicht mehr so blütenreich und wüchsig, sollten Sie die Stauden teilen. Was Sie beim Teilen von Stauden beachten müssen und wie Sie dabei genau vorgehen, erfahren Sie auf 'selbst.de'.

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