UV-Strahlung Solarium: Wie gefährlich ist die Sonnenbank wirklich?

Der Gang ins Solarium ist nicht ganz ungefährlich. Wir sagen Ihnen, mit welchen Risiken Sie rechnen müssen und was es zu beachten gilt. 

Wie gefährlich sind Solarien wirklich?
Es ist erwiesen, dass der Gang ins Sonnenstudio das Hautkrebsrisiko erhöht.
Inhalt
  1. Erhöht sich mein Hautkrebsrisiko durch die Sonnenbank?
  2. Wann bin ich besonders gefährdet?
  3. Was muss ich beachten, wenn ich doch ins Solarium gehe?
  4. Wird im Solarium Vitamin D gebildet?
  5. Welche Alternativen zu Solarien gibt es?

Vor allem in den Wintermonaten zieht es viele Menschen ins Solarium. Die wärmende Sonnenbank entspannt den Körper, macht einen frischen Teint und füllt die Vitamin-D-Speicher. Dass die künstliche Strahlung mit einem erheblichen Gesundheitsrisiko verbunden ist, wenn man sich ihr im Übermaß aussetzt, ist vielen nicht bewusst. Genau wie die UV-Strahlung, die im Sonnenlicht vorkommt, ist auch die künstlich erzeugte ultraviolette Strahlung dazu fähig, die Hautzellen zu schädigen. Was Sie beim Gang ins Sonnenstudio beachten sollten und wann Sie besser darauf verzichten sollten, beantworten wir Ihnen im folgenden Teil. 

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Erhöht sich mein Hautkrebsrisiko durch die Sonnenbank?

Das Bundesamt für Strahlenschutz schreibt auf seiner Homepage, dass es als erwiesen gilt, dass die in Solarien verwendete UV-Strahlung in gleichem Maße wie die UV-Strahlung der Sonne beim Menschen Krebserkrankungen auslösen kann. Die UV-Strahlung der Wellenlänge 100 bis 400 Nanometer gilt laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) daher als krebserregend für den Menschen. UV-A-Strahlen können mit Wellenlängen von 315 bis 380 Nanometer tief in unsere Haut eindringen und sind damit am gefährlichsten für den Menschen. Eine tägliche Sonneneinstrahlung, die die 60 Minuten übersteigt, kann demnach bereits als gesundheitsschädigend eingestuft werden. Aufgrund dieser Berechnungen erhöht jede zusätzliche Solarien-Nutzung das Risiko an Hautkrebs zu erkranken um 1,8 Prozent. Für Menschen unter 35 Jahren verdoppelt sich das Risiko an schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken sogar, wenn sie in diesem Alter erstmalig unter die Sonnenbank gehen. Außerdem sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass übermäßige UV-Strahlung die Haut austrocknet, Falten und Pigmentierung der Haut begünstigt und das Bindegewebe schwächt. 

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Wann bin ich besonders gefährdet?

Wie gefährdet jeder Einzelne ist, hängt von vielen Faktoren ab. Im Allgemeinen gelten junge Menschen (>35 Jahren) als besonders gefährdet. Je jünger die Haut, desto schlechter der Schutz vor UV-Strahlen. Menschen die einem besonders hellen Hauttyp entsprechen und viele Sommersprossen haben sind ebenfalls gefährdet. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie zum Beispiel Johanniskrauttabletten, kann die Haut sensibler gegenüber UV-Strahlung machen und stellt daher ein Risiko dar. Grundsätzlich wird von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention empfohlen der Haut nicht mehr als 50 Sonnenbäder (gerechnet in Stunden) im Jahr zuzumuten. Die Zahl beinhaltet sowohl künstliche, als auch natürliche UV-Strahlung. Menschen, die bereits an Hautkrebs oder einer Vorstufe erkrankt sind, wird ans Herz gelegt, auf den Besuch eines Solariums zu verzichten. 

Video: Welcher Hauttyp bin ich? Dieser Test kann Auskunft geben: (Artikel wird unter dem Video fortgeführt)

 
 

Was muss ich beachten, wenn ich doch ins Solarium gehe?

Für den Fall, dass ein Solariumbesuch dennoch geplant ist, hat das Bundesamt für Strahlenschutz eine Liste mit Hinweisen herausgegeben, an der man sich orientieren kann:

  • Nutzen Sie ausschließlich qualifizierte Solarien, die der UV-Schutz-Verordnung entsprechen. (Erkennbar an einem Zertifikatsnachweis) 
  • Lassen Sie sich von geschultem Personal vor Ort beraten, um so Ihr Gesundheitsrisiko zu minimieren.
  • Lassen Sie vorab Ihren Hauttyp bestimmen.
  • Klären Sie, ob Sie Medikamente einnehmen, die Ihr Risiko erhöhen.
  • Tragen Sie eine Schutzbrille, um Ihre Augen vor der schädlichen Strahlung zu schützen.
  • Lassen Sie sich einen Dosierungsplan ausstellen, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.
  • Warten Sie zwischen den Bestrahlungen mindestens 48 Stunden besser jedoch eine Woche. 
  • Steigern Sie die Dauer nur in kleinen Schritten.
  • Überschreiten Sie die Gesamtzahl von 50 Sonnenbädern pro Jahr nicht. Beachten Sie hierbei, dass die intensiven Sonnenstunden gerechnet werden und auch natürliche Sonnenbäder in der Sonne dazuzählen. 
 


Wird im Solarium Vitamin D gebildet?

Es ist erwiesen, dass die UV-B-Strahlung die körpereigene Vitamin-D-Bildung anregt. Da der Körper jedoch im Frühling, Sommer und Herbst ausreichen Vitamin D durch die natürliche UV-Strahlung aufnimmt, ist zusätzliche Strahlung zur Vitamin-D-Produktion nicht notwendig. In den Wintermonaten greift der Körper nämlich auf die gefüllten Speicher zurück. Dennoch ist es möglich, die Vitamin-D-Produktion anzuregen, wenn man unter der Sonnenbank liegt. Im Vergleich zur Sonne herrschen in Solarien jedoch andere UV-Bestrahlungsstärken. Während die UV-B-Strahlung, die für die Produktion von Vitamin D nötig ist, in etwa vergleichbar mit der sommerlichen Mittagssonne ist, kommt die UV-A-Strahlung in Solarien bis zu sechsmal stärker vor. Diese Strahlung erhöht das Hautkrebsrisiko allerdings enorm. 
Bei einem ärztlich nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel sollte mit entsprechend verordneten Präparate behandelt werden. 

Auch interessant: Vitamin D3: Mangel erkennen und ihn richtig ausgleichen

 

Welche Alternativen zu Solarien gibt es?

Um dem typischen Winter-Blues vorzubeugen, gibt es gesündere Methoden als den Gang ins Sonnenstudio. Ein Spaziergang an der frischen Luft versorgt den Körper ebenfalls mit ausreichend Licht, um die Stimmung aufzuhellen. Das Wohlbefinden kann mit dem Gang in die Sauna oder einem heißen Bad gesteigert werden. Die sommerliche Bräune kann zum Beispiel mit Selbstbräuner hergestellt werden. Seit einiger Zeit erfreut sich auch das in der Regel gesundheitlich unbedenkliche 'Sonnenduschen' großer Beliebtheit. Hierbei sprühen feine Düsen eine Bräunungssubstanz gleichmäßig auf den Körper. Wichtig zu wissen ist, dass hierbei kein UV-Schutz entsteht und die Haut nicht 'vorgebräunt' ist. Der braune Teint hat demnach nichts mit der Bildung von körpereigenem Melanin zu tun, wie es zum Schutz der Haut vor intensiver Sonneneinstrahlung passiert. Im Gegenzug ist die 'Sonnendusche' aber völlig ungefährlich. 

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