Auslöser erkennen So vermeiden Sie Kopfschmerzen

Inhalt
  1. Das ist die häufigste Kopfschmerzform
  2. Wie uns Umwelteinflüsse belasten
  3. Auch Stress kann ein Auslöser sein
  4. Schmerzmittel gegen Kopfweh: Auf die richtige Dosis kommt es an

Vom falschen Kopfkissen über Duftkerzen und Lebensmittelunverträglichkeit: Wir nennen die häufigsten Auslöser – und sagen, wie Sie am besten vorbeugen.

Kopfschmerzen sind ein Volksleiden, das 90 Prozent der Bevölkerung mehr oder weniger zu schaffen macht. Wie die Techniker Krankenkasse berichtet, existieren ungefähr 250 verschiedene Arten von Kopfschmerzen! Der beste Weg, sie zu bekämpfen, ist vorbeugen. Wer die Auslöser kennt, kann Beschwerden vermeiden oder schneller lindern.

 

Das ist die häufigste Kopfschmerzform

Die häufigste Form von Kopfschmerzen ist der Spannungskopfschmerz. Welcher Mechanismus dahintersteckt, ist noch weitgehend unbekannt. Viele Wissenschaftler halten eine vermehrte Verspannung der Nackenmuskulatur für die häufigste Ursache. Die Verspannungen führen aber nicht direkt zum Schmerz, sondern verändern die Schmerzverarbeitung im Gehirn. "Dadurch werden Schmerzzentren im Gehirn sensibilisiert und reagieren mit einer verminderten Schmerzschwelle für weitere einkommende Reize von außen", erklärt Dr. Dagny Holle, Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerzzentrums in Essen.

Das hilft gegen Verspannungen in der Nackenmuskulatur: Wer zum Beispiel morgens mit dumpfen, drückenden Kopfschmerzen aufwacht, liegt womöglich auf dem falschen Kopfkissen. "Viele schlafen auf 80 x 80 Zentimeter großen Kissen. Die Schultern können nicht einsinken, der Nacken verspannt", erklärt Detlef Detjen von der Aktion 'Gesunder Rücken'. Damit sich der Nacken besser entspannen kann, empfiehlt die Aktion ein von ihr zertifizierte Kissen mit den Maßen 40 x 80 Zentimeter.

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Bei vielen verspannt sich die Nackenmuskulatur auch erst im Laufe des Tages, zum Beispiel durch Fehlhaltungen beim Sitzen. Um die Muskeln wieder zu lockern, hilft Wärme. Wer kein Wärmekissen parat hat oder keinen Schal tragen möchte, kann eine Föhn-Massage versuchen: Den warmen Luftstrom aus dem Haartrockner ein paar Minuten über Nacken, Schulter und den Hinterkopf kreisen lassen.

 

Wie uns Umwelteinflüsse belasten

Eine andere Art von Kopfschmerzen ist die Reaktion unseres Körpers auf bestimmte Umwelteinflüsse. So belasten zum Beispiel Putzmittel, Duftkerzen und Raumsprays den Kopf – weil sie so gut duften. Dr. Wolfgang Straff vom Umweltbundesamt (UBA): "Duftstoffe können bei sensiblen Menschen Kopfschmerzen auslösen." Vor allem Düfte aus Gewürzextrakten, zum Beispiel Zimt, Vanille oder Nelke, lösen oft Beschwerden aus.

Auch Lebensmittel kommen als Ursache infrage. Wer beispielsweise nach dem Genuss von Salami, Parmesan, Rollmops oder Thunfisch Kopfschmerzen bekommt, verträgt möglicherweise kein Histamin. Auch wer lange nichts gegessen hat, spürt das überdies oft im Kopf. Hintergrund: Der Blutzuckerspiegel sinkt, dem Gehirn fehlt dadurch die Energie, und es kommt zu Funktionsstörungen wie Kopfschmerzen. Achten Sie deshalb auf regelmäßige Mahlzeiten. Außerdem sollte man mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen, sonst trocknet der Körper aus. Die Folge: Das Blut wird dicker, es fließt schlechter durch den Körper und die Sauerstoffversorgung lässt nach. Das kann Kopfschmerzen auslösen. Daher: stündlich ein Glas Wasser trinken!

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Auch Stress kann ein Auslöser sein

Ein weiterer Auslöser ist Stress. Denn dabei erhöht sich unser Magnesiumbedarf. Können wir diesen aber nicht decken, führt das oft zu Kopfschmerzen. Was hilft: Vollkornprodukte, grünes Gemüse, magnesiumreiches Mineralwasser (mehr als 100 mg/l) – oder eine Nahrungsergänzung. Fangen Sie mit 120 bis 240 Milligramm täglich an, steigern Sie die Dosis dann langsam. Höchstdosis: 600 Milligramm täglich.

Neben Stress, Mangel an Frischluft und Schlaf können auch zu schwere Handtaschen, eine veraltete Brille (nicht ausreichende Sehstärke) oder eine Zahnschiefstellung Auslöser von Kopfschmerzen sein.

 

Schmerzmittel gegen Kopfweh: Auf die richtige Dosis kommt es an

1. Nicht lange warten

Wenn Sie mit einem Medikament Schmerzen lindern wollen, warten Sie nicht. Denn dadurch können die Schmerzen schlimmer werden und Sie benötigen mehr Medikamente, um sie zu stoppen. Wer die Mittel hingegen sofort einnimmt, kommt meist mit weniger Tabletten aus.

2. Richtige Dosis

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt entweder Paracetamol (500 mg, leichte Kopfschmerzen) oder Azetylsalizylsäure (1000 mg, leichte bis starke Kopfschmerzen) oder Ibuprofen (400 mg, mittlere bis starke Kopfschmerzen). Niedriger sollte eine Einzeldosis nicht ausfallen. Sonst kann die schmerzlindernde Wirkung zu gering oder ganz ausfallen.

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3. Nicht zu lange einnehmen

Schmerzmittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht öfter als zehn Tage im Monat eingenommen werden. Nimmt man sie häufiger ein, können sie sogar Kopfschmerzen verursachen sowie Leber und Nieren schädigen.

4. Nicht durchbrechen

Tabletten nur teilen, wenn es laut Packungsbeilage erlaubt ist. Sonst kann sich die Wirkstärke verändern und zu einer Überdosierung führen.

5. Packungsbeilage lesen

Halten Sie sich an die Vorschriften aus der Packungsbeilage – das reduziert die Gefahr von Nebenwirkungen.

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