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Schutz wichtig

So gefährlich sind chemische Haushaltsreiniger

Sie stehen in jedem Haushalt und doch macht man sich die Gefahren selten bewusst: Wie Haushaltsreiniger unsere Gesundheit schädigen können.

So gefährlich sind chemische Haushaltsreiniger
Sprühflaschen sind praktisch. Allerdings kann es dazu kommen, dass der Reiniger über die Luft in die Lunge gelangt. Ljubaphoto / iStock

Täglich greifen wir zu ihnen: chemische Haushaltsreiniger. Auf den Flaschen sehen wir zwar Symbole und Sicherheitshinweise, doch einen Gedanken daran verschwenden wir eher selten. Doch dabei kann die Nutzung von Haushaltsreinigern unserer Gesundheit schädigen.

Mehr zum Thema Chemie im Haushalt: Wie schädlich sind Putzmittel wirklich für uns?

Sprühflaschen können Asthma begünstigen

Haushaltsreiniger in Sprühflaschen sind besonders praktisch. Mit ihnen wird das Putzmittel in feinsten Tröpfchen auf eine größere Fläche verteilt - und wir müssen nur noch drüberwischen. Doch genau darin liegt die Gefahr: Der Haushaltsreiniger kann so in unsere Lunge gelangen und unsere Atemwege reizen.

Sehen Sie hier, wie Sie stattdessen ganz natürlich mit Natron reinigen können (Artikel geht unten weiter):

2007 erklärte ein Fachbericht von Forschern, dass der regelmäßige Gebrauch von Haushaltsreinigungsspray möglicherweise ein wichtiger Risikofaktor für Asthma bei Erwachsenen sei. Bestätigt wurde diese Annahme nun durch eine Studie der Universität Bergen in Norwegen: Forscher belegten, dass Frauen, die regelmäßig mit chemischen Reinigern in Berührung kommen, eine schlechtere Lungenfunktion haben als jede, die nicht selber putzen. Erstaunlich: In derselben Forschung wurde festgestellt, dass dieser Effekt bei Männern nicht eintrete.

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Putzen ist so schädlich wie Rauchen

Die Forscher der norwegischen Universität stellen dabei den erschreckenden Vergleich auf, dass sich das Reinigen mit chemischen Mitteln so negativ auf die Gesundheit auswirke, wie regelmäßiges Rauchen. Das Fachmagazin 'American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine' schreibt, dass die Lungenfunktion einer Reinigungskraft der einer Person entspräche, die zehn bis 20 Jahre lang eine Packung Zigaretten am Tag geraucht hat. Besonders gefährlich sollen Lufterfrischer, Möbelpolitur und Glasreiniger sein. Übrigens: Viele Reiniger sollten Sie auch auf keinen Fall miteinander mischen.

Testen Sie unsere selbstgemachten Reiniger:

Warum Handschuhe so wichtig sind

Tragen Sie immer Handschuhe beim Umgang mit Reinigern? Das sollten Sie! Denn Stoffe wie Natriumhydroxid (ist zum Beispiel in Backofenspray oder Abflussreiniger enthalten) oder Fettlöser (in Spülmaschinentabs) sind eine Gefahr für unsere empfindliche Haut und unsere Augen. Schon ein kurzer Kontakt kann die Hornhautschicht lösen und zu Verätzungen führen.

Wenn wir keine Handschuhe tragen besteht außerdem die Gefahr, dass wir den Reiniger unbemerkt in unserem Auge verteilen. Sollten Sie versehentlich direkten Kontakt mit dem Stoff haben, spülen sie die betroffene Stelle sofort gründlich mit warmen Wasser spülen.

Desinfektionsmittel gehören nicht in den Haushalt

Wenn schon wieder die Magen-Darm-Grippe im Büro umgeht oder wir aus anderen Gründen zum Beispiel die Toilette oder ähnliches besonders gründlich reinigen wollen, greifen wir oft zum Desinfektionsmittel. Doch diese sind für einen sauberen Haushalt nicht notwendig. Sie können sogar eher schädlich für den Menschen sein, da sie über das Abwasser in Kläranlagen geraten und dort wichtige Wasserorganismen abtöten. Darüber hinaus können Desinfektionsmittel beim Menschen Allergien und Ekzeme auslösen, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

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