Cool bleiben Schweiß, ade! Diese Tipps helfen gegen starkes Schwitzen

Komm in Schweiß - oder lieber doch nicht! Besonders wenn die Temperaturen steigen, gerät man schnell ins Schwitzen. Wenn sich Schweiß dann auf T-Shirts oder im Gesicht abzeichnet, kann das unangenehm sein. Wie Sie übermäßigem Schwitzen den Kampf ansagen ...

Schweiß, ade! Diese Tipps helfen gegen starkes Schwitzen
Schweißflecken auf T-Shirts und Blusen können unangenehm sein - lassen sich mit diesen Tipps aber vermeiden.
Inhalt
  1. Radiowellen gegen starke Schweißproduktion
  2. Botox trickst die Nerven aus
  3. Nie mehr schwitzen dank Laser-Energie
  4. Wie Anti-Schweißtabletten helfen
  5. Strom stoppt die Transpiration
  6. Sanfte Mittel der Natur gegen Schweiß

Gerade erst haben Sie die frische Bluse angezogen - schon hat sie wieder Schweißflecken unter den Achseln. Klar ist das peinlich, kann aber mal vorkommen! Schließlich ist Schwitzen ein ganz normaler und lebenswichtiger Prozess: Er reinigt unseren Organismus und regelt die Körpertemperatur. Doch rund drei Millionen Deutsche leiden unter krankhaft gesteigerter Schweißbildung. Mögliche Ursachen können Wechseljahre, Übergewicht, Krankheiten oder Veranlagung sein. Die gute Nachricht: Dagegen helfen Therapien. Hier sind fünf besonders wirksame und schonende Methoden:

 

Radiowellen gegen starke Schweißproduktion

Heizen Sie Ihren Schweißdrüsen ein - mit Radiofrequenzwellen! Bei der neuen "SweatX"-Methode werden sie so weit erwärmt, dass sie verkleben und keinen Schweiß mehr produzieren können - ganz ohne Medikamente, schädliche Substanzen oder Chirurgie. Mindestens fünf Behandlungen à 30 Minuten sind nötig. Kosten: insgesamt etwa 500 Euro. Bis zu neun Monate hält die Schweißreduktion an. Mehr Infos unter sweatform.de.

 

Botox trickst die Nerven aus

"Die gängigste Methode zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen ist die Injektion von Botox", so Doktor Jan Nebendahl, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Dermatologikum in Hamburg. Das Anti-Falten-Mittel unterbricht die Kommunikation zwischen Nerven und Schweißdrüsen und verhindert so, dass wir schwitzen. "Weil Botox mit der Zeit vom Körper wieder abgebaut wird, muss die Therapie zweimal im Abstand von jeweils etwa sechs Monaten wiederholt werden. Nach drei Sitzungen sind die Patienten in der Regel beschwerdefrei und schwitzen im normalen Maß." Kosten: pro Anwendung zwischen 400 und 800 Euro. An Händen und Füßen kann die Methode schmerzhaft sein. Dagegen hilft eine lokale Betäubung auf Wunsch.

 

Nie mehr schwitzen dank Laser-Energie

Ähnlich wie die elektromagnetischen Radiowellen der "SweatX"-Methode können auch Laserstrahlen Schweißdrüsen durch Hitze deaktivieren. Neueste Geräte arbeiten dabei mit einer Wellenlänge, die das umliegende Hautgewebe nicht beschädigt. Doktor Afschin Fatemi, Facharzt für Dermatologie der S-thetic Clinic in Düsseldorf, Hamburg und München, erklärt: "Der Laser wirkt gezielt auf die Schweißdrüsen und lässt diese im wahrsten Sinne des Wortes schmelzen. Sie wachsen nicht wieder nach. So ist man dauerhaft von Schweiß befreit." Mehr als 90 Prozent der Patienten sind ihr Problem nach einer Sitzung los. Kosten der Behandlung: rund 1.800 Euro.

 

Wie Anti-Schweißtabletten helfen

Mittel gegen Hyperhidrose gibt es auch in der Apotheke. Sogenannte Anticholinergika hemmen die Produktion des Botenstoffes Acetylcholin, der die Schweißdrüsen in unserem Körper überhaupt erst anregt. Weil sie häufig Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schläfrigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen, verschreiben Ärzte diese Medikamente jedoch nur, wenn andere Behandlungen fehlgeschlagen sind.

 

Strom stoppt die Transpiration

Wer besonders an Händen oder Füßen schwitzt, kann diese unter Strom setzen lassen. Ein leichtes Kribbeln ist alles, was wir bei der sogenannten Iontophorese spüren. "Wie das Verfahren genau funktioniert, konnte wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt werden. Die Wirkung ist aber unbestritten", so Dr. Nebendahl. Patienten tauchen Hände oder Füße für 15 Minuten in zwei kleine separate Wannen mit Wasser, durch das mithilfe von Elektroden schwacher Strom geleitet wird. "Eine dauerhafte Therapie mit zwei bis drei Anwendungen pro Woche kann den Schweißfluss reduzieren." Das Gute: Der Preis von etwa 1.000 Euro für ein Iontophorese-Gerät wird von vielen Krankenkassen übernommen.

 

Sanfte Mittel der Natur gegen Schweiß

Salbei bei nächtlichem Schwitzen: Hitzeattacken im Schlaf beugt dieser Tee vor: Vier Teelöffel getrocknete Salbeiblätter (250-Gramm-Beutel von Naturix24, 6,90 Euro über Amazon.de) mit 500 Milliliter heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich zwei Tassen.

Tausendgüldenkraut bei Körpergeruch: Damit Schweiß nicht unangenehm riecht, hilft dieser Aufguss: Ein Teelöffel Tausendgüldenkraut-Blätter (Apotheke) mit 250 Milliliter kaltem Wasser neun Stunden lang ziehen lassen, durch ein Sieb gießen. Täglich schluckweise eine Tasse trinken.

Kamille bei schwitzigen Händen: Warmes Wasser mit ein paar Tropfen Kamillentinktur (50 Milliliter von Abtei, 9,35 Euro über Amazon.de) beugt feuchten Händen vor. Möglichst mehrmals am Tag ein paar Minuten lang beide darin eintauchen.

Eichenblätter und Zinnkraut bei Achselschweiß: Vor Nässe schützt diese Waschlösung: Je zwei Esslöffel Eichenblätter und Zinnkraut (Apotheke) mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Nach dem Duschen die Achselhöhlen damit zusätzlich reinigen.

Bockshornklee bei Schweißfüßen: Seine Samen (ein Kilogramm der Marke vom-Achterhof, 5,95 Euro über Amazon.de) beruhigen überaktive Schweißdrüsen. Zwölf Esslöffel davon mit einem Liter Wasser ansetzen, nach sechs Stunden durchseihen. Als Zusatz für ein Fußbad nutzen (15 Minuten).

Sehen Sie im Video weitere Tipps gegen Schweißfüße (der Artikel geht darunter weiter):
 

 

Übrigens: Schweiß ist eine natürliche Reaktion des Körpers bei Hitze und kühlt ihn effektiv ab!

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