Rechte und Pflichten Schneeschippen im Winter: Wozu Hausbesitzer verpflichtet sind

Als Eigentümer sind gewisse Pflichten zu erfüllen. Vor allem das Schneeschippen gehört im Winter dazu.

Diese Pflichten müssen Hauseigentümer im Winter erfüllen
Diese Pflichten müssen Hauseigentümer im Winter erfüllen
Inhalt
  1. Schneeschippen gehört im Winter dazu
  2. Winterdienst für Berufstätige
  3. Welche Streumittel sind erlaubt?
  4. Häuser frühzeitig winterfest machen
  5. Für ausreichende Beleuchtung sorgen
 

Schneeschippen gehört im Winter dazu

Viele Menschen sind überglücklich, wenn es im Winter schneit. Wer Eigentümer ist, zeigt sich oft eher wenig begeistert. Denn für Hausbesitzer bedeutet die weiße Pracht in aller Frühe Schneeschippen. Dieser Winterdienst gehört zu den Verkehrssicherungspflichten, die Grundstückseigentümer hierzulande haben. Wer den an sein Grundstück angrenzenden Gehweg nicht von Eis und Schnee befreit, muss mit Strafen rechnen. Wurde die Räum- und Streupflicht missachtet, droht Schadensersatz. Beispielweise wenn ein Fußgänger stürzt. Allerdings muss der Geschädigte nachweisen, dass die Streupflicht vernachlässigt wurde.

Lesen Sie auch: Rechte und Pflichten an den Feiertagen: Was erlaubt oder verboten ist

Besitzer von Mehrfamilienhäusern dürfen die Schneeschaufel* (beispielsweise über amazon.de für 38, 71 EUR) an ihre Mieter weiterreichen. Vorausgesetzt der Mietvertrag beinhaltet einen deutlichen Hinweis auf die Räum- und Streupflicht oder ein Absatz in der Hausordnung weist auf die Verpflichtung hin. Die für den Winterdienst benötigten Geräte und Streumittel müssen vom Vermieter  zur Verfügung gestellt werden.

Aus der Kontroll- und Überwachungspflicht ist der Hauseigentümer jedoch nicht entlassen, wenn er den Räumdienst an seine Mieter übergibt. Der Vermieter muss trotzdem kontrollieren, ob die Gehwege wirklich regelmäßig geräumt werden.

 

Winterdienst für Berufstätige

Leider können sich auch berufstätige Hausbesitzer nicht aus der Verantwortung stehlen. Der Gehweg muss von sieben Uhr morgens bis zehn Uhr abends passierbar sein, sonn- und feiertags ab neun Uhr. Wer selber nicht räumen kann, muss jemanden beauftragen. Es empfiehlt sich, mit den Nachbarn eine Art Räumgemeinschaft zu bilden. So kann die Schaufel tageweise weitergereicht werden oder alle Beteiligten werfen zusammen und beauftragen eine Firma, die das Schneeschippen übernimmt. Übrigens gilt auch Urlaub oder ein Krankenhausaufenthalt nicht. Auch hier muss die Räumung organisiert werden.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

 
 

Welche Streumittel sind erlaubt?

Um Unfälle zu vermeiden muss nicht nur geräumt, sondern auch gestreut werden. Salz als Streumittel ist jedoch nicht mehr gerne gesehen! Das Umweltbundesamt und auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) sehen darin eine zu hohe Belastung für die Umwelt. Der NABU empfiehlt, abstumpfenden Streumitteln wie Granulate, Split, Sand oder Kies. 
Außerdem schädigt Salz die Karosserien von Fahrzeugen. In Städten wie beispielsweise München, Hamburg und Berlin ist das Streuen mit Salz sogar verboten. Wer in der Streupflicht steht, sollte sich unbedingt im Vorfeld erkundigen, welches Streugut in seiner Gemeinde erlaubt ist.

 

Häuser frühzeitig winterfest machen

Es gibt im Winter jedoch noch mehr zu tun, als Gehwege zu räumen. So sollten Hausbesitzer ihr Eigentum schon rechtzeitig wintersicher machen. Die Folgen einer länger andauernden Frostperiode werden oft unterschätzt. Eingefroren Rohre können platzen und wenn es taut großen Schaden anrichten. Es sollte bereits vor Wintereinbruch nach Rissen in der Fassade oder losen Ziegeln geschaut werden, Auch das Dach könnte zur Gefahr werden, Dachlawinen und Eiszapfen können Passanten verletzten. Schneefanggitter oder Schneestopper am Dach können hier vorbeugen. Oder der Eigentümer lässt das Dach regelmäßig vom Fachmann räumen. Zudem sollten Dächer nach jedem Sturm gründlich auf Schäden, wie beispielsweise lose Ziegel untersucht werden.

Auch interessant: Lärmbelästigung durch den Nachbarn: Was ist erlaubt?

 

Für ausreichende Beleuchtung sorgen

Eigentümer sind auch dafür verantwortlich, dass Hauseingänge und Flure ausreichend beleuchtet sind. Ebenso müssen Gefahrenstellen wie rutschige Böden mit entsprechenden Schildern gekennzeichnet werden. Und Öltanks müssen regelmäßig vom Fachmann überprüft werden. Neben dem Schneeschippen gibt es im Winter also jede Menge zu tun, wenn man Eigentümer ist. 

*Amazon Affiliate 

Diese Themen könnten Sie auch interessieren: 

Kategorien:
Komm in unsere Community!
Ihr Jahreshoroskop 2019
Abonnieren Sie jetzt unsere Newsletter!
Gesundes Wechselduschen
Sleepink LW
Natürlich gut einschlafen Dieser kleine Saft könnte endlich bei Schlafproblemen helfen
Sturm der Liebe
Hier gibt's alle Infos zu 'Sturm der Liebe'
Haustiere - Hund und Katze
Wir lieben unsere Haustiere
Hufeisen mit Kleeblatt
Unsere Gewinnspiele - viel Glück!
So bereiten Sie Lachs im Backofen zu.
So lecker! Unsere Lieblings-Rezepte
Beliebte Themen
Copyright 2019 liebenswert-magazin.de. All rights reserved.