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Schlafstörung

Schlafwandeln: Was hinter Somnambulismus stecken kann

Schlafwandeln kann auf ernsthafte Erkrankungen des Hirns hindeuten. Erwachsene sollten bei Somnambulismus einen Arzt aufsuchen.

Hinter Schlafwandeln können ernsthafte Erkrankungen stecken.
Hinter Schlafwandeln können ernsthafte Erkrankungen stecken. AlexLinch / iStock

Was genau ist Schlafwandeln eigentlich?

Aus Filmen und Büchern kennen wir Menschen, die nachts mit ausgestreckten Armen im Tiefschlaf durch die Gegend wandeln. Leider sind diese nächtlichen Wanderungen für viele Realität.
Beim Schlafwandeln, oder Somnambulismus, sind Betroffene zwischen einer Tiefschlafphase und dem Aufwachen gefangen. In der Tiefschlafphase ruft das Gehirn unbeabsichtigt motorische Programme ab, der Mechanismus, der normalerweise die Skelettmuskulatur im Schlaf lahmlegt, funktioniert nicht.
Wie es zu dieser Form der Schlafstörungen kommt, konnte bislang nicht vollständig erforscht werden. Stress, Alkoholkonsum, psychische Erkrankungen oder auch erbliche Vorbelastung können hinter Schlafstörungen stecken. Häufig sind Kinder vom Schlafwandeln betroffen, oft während der Pubertät. Meistens verschwindet das Problem nach der Pubertät von ganz alleine, aber eben nicht immer.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

Wie äußert sich Somnambulismus?

Wer selbst von Somnambulismus betroffen ist, bekommt dies oft gar nicht mit. Schlafwandeln kann zudem ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche stehen auf, verlassen sogar das Haus. Andere setzen sich lediglich im Schlaf auf. Der Schlafwandler selbst bemerkt nichts von seinen nächtlichen Aktivitäten und geht diesen furchtlos nach. Er ist lauernden Gefahren wie Stolperfallen, Treppenstufen oder gar Straßenverkehr hilflos ausgeliefert.

Welche Erkrankungen können hinter der Schlafstörung stecken?

Bei Kindern und Jugendlichen ist das Schlafwandeln meist nur eine kurzzeitig auftretende Schlafstörung. Zwar sollten Eltern sicher gehen, dass dem Nachwuchs bei seinen nächtlichen Ausflügen nichts zustößt, prinzipiell verschwindet Somnambulismus jedoch mit dem fortschreitenden Heranwachsen wieder. Bei Erwachsenen sieht es schon anders aus, hinter dem Schlafwandeln könnte eine neurologische Erkrankung stecken, möglicherweise Nebenwirkungen von eingenommenen Psychopharmaka, sogar ein Hirntumor ist nicht auszuschließen. Professor Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Bezirksklinikum Regensburg erklärt welt.de gegenüber: "Es kann mit bestimmten Anfallsleiden verwechselt werden. Wenn ein Erwachsener zum ersten Mal schlafwandelt, sollte er daher zum Neurologen gehen, um andere Erkrankungen auszuschließen."

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Schlafwandler sollten nicht plötzlich geweckt werden

Wenn die Kinder oder der Partner schlafwandeln, ist ruckartiges Wecken der falsche Weg. Lieber versuchen, die betroffene Person sanft wieder ins Bett zu geleiten. Am nächsten Morgen wird der nächtliche Ausflug vom Schlafwandler vergessen sein.

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