Erfolg, Gesundheit, Liebe Schicksal oder Zufall: Ist im Leben alles vorherbestimmt?

Manchmal scheint bei unserem persönlichen Glück eine höhere Macht seine Hände im Spiel zu haben: das Schicksal. Wir gehen diesem Phänomen nach und fragen Experten, was dahintersteckt.

Welche Rolle spielt das Schicksal in unserem Leben?
Können wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen oder werden wir von einer höheren Macht gelenkt?
Inhalt
  1. Wenn der Kopf nicht mehr weiterkommt
  2. Kein Fatalismus: Auch das eigene Tun zählt
  3. Eine eindeutige Antwort gibt es (noch) nicht

Zwei Menschen lernen sich im Urlaub kennen, verlieren sich danach aus den Augen. Nach zehn Jahren laufen sich beide plötzlich über den Weg. Am anderen Ende der Welt, auf einem wuseligen Marktplatz. Sie verlieben sich erneut, heiraten, bekommen zwei Kinder. Bloßer Zufall oder Schicksal?

 

Wenn der Kopf nicht mehr weiterkommt

Diese Frage ist so alt wie die Menschheit selbst, denn die Suche nach Sinn ist uns angeboren. Permanent suchen wir nach Erklärungen und Mustern. Finden wir keine, sprechen wir von Zufall oder Schicksal. Wo der Kopf nicht mehr weiterkommt, beginnt die Bestimmung. Manchmal fühlt es sich aber tatsächlich so an, als würden wir von einer höheren Macht gelenkt. Wenn man im richtigen Moment am richtigen Ort ist etwa. So wie die beiden Liebenden in unserem Beispiel: Fünf Minuten später und die beiden wären aneinander vorbeigelaufen. Hat da nicht doch jemand nachgeholfen?

Sehen Sie hier ein interessantes Phänomen, das über bloßen Zufall hinausgeht (Artikel wird unten fortgesetzt):

 

Einst ließen selbst mächtige Feldherren Seher und Orakel in die Zukunft schauen, heute bedient man sich Horoskopen. "In der Astrologie kann man erkennen, ob es Potenziale gibt, um erfolgreich zu sein oder eine neue Liebe zu treffen, aber ob wir dieses Potenzial nutzen, liegt an uns", sagt Star-Astrologin Antonia Langsdorf zu auf einen Blick. Lediglich unerklärbare Ereignisse sind unserer Seele quasi wie eine Art Vertrag auferlegt. "Ich glaube, dass bestimmte Dinge vorherbestimmt sind. Es gibt im Leben Prüfungen, denen wir uns stellen müssen. Diese werden im Horoskop zum Beispiel durch den Planeten Saturn angezeigt", so Langsdorf.

 

Kein Fatalismus: Auch das eigene Tun zählt

Der freie Wille bleibt uns stets erhalten und ist auch wichtig. Studien beweisen, dass es eher nachteilig ist, zu glauben, dass man einer Sternenkonstellation oder Gottes Willen ausgeliefert ist. "Wer davon ausgeht, sein Leben selbst in der Hand zu haben, ist beruflich erfolgreicher und zufriedener", sagt Psychologin Jule Specht. Auch auf die Gesundheit wirkt sich diese Einstellung positiv aus. Wer auf sich vertraut, ist weniger krank, lebt gesünder. Lediglich bei traumatischen Ereignissen, auf die wir keinen Einfluss haben, etwa ein Unfall oder der Tod des Partners, ist der Schicksalsglauben tröstlich. "Menschen geraten dann weniger aus dem Gleichgewicht", weiß die Psychologin.

Lesen Sie auch: Was Ihre Schicksalszahl über Sie verrät

 

Eine eindeutige Antwort gibt es (noch) nicht

Ob das Leben nun Zufall oder schicksalshafte Fügung ist, können auch die renommiertesten Wissenschaftler nicht endgültig klären. Die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen. Das Leben bedeutet eben Restrisiko. Ob man dabei vom Glück oder Pech verfolgt wird, liegt schlussendlich an uns selbst. Nicht jeder nimmt ein und dasselbe Erlebnis als negativ wahr. Wer in sich ruht, zieht auch aus schwierigen Zeiten etwas Positives. Und wer weiß, ob unser Seelenverwandter nicht bereits hinter der nächsten Ecke auf uns wartet ...

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