Schlager-Star

Ross Antony: "Wäre ich nicht Entertainer geworden, wäre ich heute Therapeut"

Sänger Ross Antony (47) verrät seine schönsten Momente der vergangenen 20 Jahre und spricht offen über seinen ursprünglichen Berufswunsch.

Sänger Ross Antony.
Sänger Ross Antony gehört zu den erfolgreichsten deutschen Schlager-Stars. Foto: IMAGO / STAR-MEDIA
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Diesen Sommer feiert der Sänger ein besonderes Jubiläum: Vor genau 20 Jahren begann seine Karriere in Deutschland. Damals nahm er an der Castingshow 'Popstars' teil und wurde Mitglied der Pop-Band Bro’Sis. Seit 2013 singt Ross Antony Schlager – und hat damit seine wahre Berufung gefunden.

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Ross Antony: "Ich liebe es, Menschen zu unterhalten!"

'Das neue Blatt': Lieber Ross, Glückwunsch zu 20 Jahren im deutschen Musikgeschäft! Hätten Sie sich 2001 ausmalen können, wohin der Weg Sie bis heute führen würde?

Ross Antony: Nie im Leben hätte ich damals damit gerechnet, was danach noch alles passieren würde! 12 000 junge Männer und Frauen hatten sich bei 'Popstars' beworben – am Ende zählte ich zu den sechs Glücklichen, die es in die Band schafften. Wir hatten fünf tolle Jahre. Viel mehr als ich je zu hoffen gewagt hätte! Die goldenen Schallplatten an meiner Wand erinnern mich bis heute an diese Zeit.

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Als Bro’Sis getrennte Wege gingen, wussten Sie zunächst nicht so richtig, wie Ihre Reise weitergehen sollte …

Ich musste wieder ganz von vorne anfangen. Die Leute kannten mich zwar, dennoch habe ich aufs Neue beweisen müssen, dass ich gut genug bin für das Showgeschäft. Zunächst stand ich für 'Elisabeth' und 'Saturday Night Fever' auf der Musical-Bühne. Schließlich bekam ich immer mehr Fernseh-Angebote. Ich wollte stets viel ausprobieren und hatte deshalb auch keine Berührungsängste, als man mich fragte, ob ich Schlager singen möchte. Ich liebe es, Menschen zu unterhalten!

Ross Antony: "Ich höre Menschen gerne zu"

Was viele nicht wissen: Ursprünglich wollten Sie gar nicht auf die Showbühne, sondern Psychologie studieren.

Wenn es mit der Show-Karriere nicht geklappt hätte, wäre ich Therapeut geworden. Ich glaube, ich habe alles, was man dafür braucht: Ich höre Menschen gerne zu, nehme mir Zeit für sie, habe Verständnis und Respekt vor ihnen. Ich habe das Psychologie-Studium zwar abgebrochen, aber gewisse Dinge, die ich dort gelernt habe, helfen mir bis heute.

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Was sind Ihre persönlichen Highlights aus den vergangenen 20 Jahren?

Der Antrag meines Mannes Paul und unsere Hochzeit waren sicherlich privat meine größten Highlights. Beruflich durfte ich viele große Stars wie Michael Jackson oder Halle Berry treffen. Ich erinnere mich auch noch gern an meinen allerersten Auftritt in der Show von Florian Silbereisen, in der ich fast die Showtreppe heruntergestolpert wäre, weil ich so aufgeregt war. Ich wurde wahnsinnig schnell aufgenommen in der Schlagerwelt und hätte nie zu träumen gewagt, irgendwann einmal eine TV-Show zu haben, die meinen eigenen Namen trägt. Ich habe nie verbissen gekämpft für etwas, sondern bin bis heute dankbar für jeden kleinen Erfolg. Ich kenne viele, die nie zufrieden sind, und wenn sie etwas geschafft haben, immer sofort noch eine Schippe drauflegen müssen. Sie schaffen es nicht, den Augenblick zu genießen und einfach mal zu entspannen. Das habe ich inzwischen gelernt. Und ich kann mittlerweile auch mal 'Nein' sagen, wenn ich das Gefühl habe, mir wird alles zu viel.

Sänger Ross Antony: "Ich bin selten schlecht gelaunt"

Fällt Ihnen das Neinsagen leicht?

Nicht immer, aber ich habe Hilfe: Sobald ich drei Tage am Stück frei habe, nimmt Paul mir mein Handy weg, damit ich nicht in Versuchung gerate. Er findet, dass mich Facebook und Instagram verrückt machen. Früher lag ich oft schon im Bett und habe noch zwei Stunden lang auf Facebook und Instagram geschaut, was bei den anderen los ist. Das ist nicht gut fürs Gehirn. Nur wenn das Handy weg ist, komme ich runter.

Was tun Sie, wenn Sie schlecht gelaunt sind?

Ich bin selten richtig schlecht gelaunt oder traurig. Ich bin dann eher ruhig und ziehe mich zurück. Was mir hilft, sind lange Spaziergänge in der Natur mit dem Hund. Oder ich rufe meine Mutter an. Ich denke, meine positive Lebenseinstellung habe ich sicherlich ihr zu verdanken.

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