Bergdoktor-Star im Interview

Ronja Forcher über die neue Bergdoktor-Staffel, Erwachsenwerden und Weihnachten

'Bergdoktor'-Star Ronja Forcher verrät, wie sie erwachsen wurde, ihre skurrilsten Weihnachtstraditionen und was sie Lilli Gruber gerne raten würde.

Ronja Forcher über die neue Bergdoktor-Staffel, Erwachsenwerden und Weihnachten
Ronja Forcher spielt beim Bergdoktor Lilli Gruber, die Tochter von Martin Gruber (Hans Sigl). Foto: IMAGO / Eventpress
Auf Pinterest merken

Ronja Forcher (26) gehört als Bergdoktor-Tochter Lilli Gruber zu den beliebtesten Figuren der bekannten ZDF-Serie. Die neue Staffel war für die Schauspielerin besonders ereignisreich und hielt so manche Überraschung und Herausforderung bereit.

Auch interessant:

Neben Einblicken in die kommenden Folgen, verrät Ronja Forcher uns im Interview, was sie Lilli Gruber gerne raten würde und wie wichtig ihr Weihnachten ist.

Unter dem Video geht es weiter:

Video Platzhalter

Ronja Forcher über Abschiede und Neuzugänge am Bergdoktor-Set

Liebenswert: Die Dreharbeiten zur 16. Staffel 'Der Bergdoktor' sind abgeschlossen, wie ist das Wiedersehen mit dem Cast nach einer Drehpause?

Mit ein paar Kolleginnen habe ich zwischendurch sehr engen Kontakt. Ich telefoniere total viel mit Monika (Baumgartner, spielt Lisbeth) und tausche mich zum Beispiel auch mit Andrea (Gerhard, spielt Linn) und mit Natalie (O’Hara, spielt Susanne) aus. Aber natürlich ist es dann immer was anderes, wenn man sich wiedersieht und weiß, man verbringt jetzt ein halbes Jahr miteinander. Wir erleben wieder viel gemeinsam - einerseits privat und andererseits vor der Kamera. Da ist dann schon immer ein kleines Magenflattern am ersten Drehtag mit dabei (lacht).

In der letzten Staffel gab es einige Abschiede. Wie war das für dich bei diesem Dreh?

Ich habe Ines (Lutz, spielt Anne) sehr vermisst und auch oft an sie gedacht. Es fällt schon auf, wenn jemand geht. Man hält inne und erinnert sich: Jetzt wären wir im Gruberhof zusammen beim Mittagessen oder jetzt hätten wir zusammen einen Kaffee getrunken. Ines und Simone haben schon sehr gefehlt, aber es geht natürlich trotzdem weiter. Und es kommen ja auch neue Leute dazu…

Zum Beispiel Wolfram Berger und Barbara Lanz.

Ja, in dieser Staffel hat gerade der Dreh mit den neuen Kollegen wahnsinnig viel Spaß gemacht!

Hier erfahren Sie schon jetzt, wie es in der neuen Staffel weitergeht:

Wo sieht Ronja Forcher Lilli Gruber in 10 Jahren?

War das dein Highlight der 16. Staffel?

Mein Highlight war der Boxsack (lacht). Das werdet ihr verstehen, wenn ihr die Folge seht.

Das klingt vielversprechend! Was war dein erster Eindruck der Handlung, als du das Drehbuch gelesen hast?

Ich habe sehr viel von der Staffel erwartet und muss sagen, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen! Es war eine echt tolle Zeit. Sehr herausfordernd – im positiven Sinne! Wir haben seit zwei Jahren zwei neue Redakteurinnen beim ZDF und jetzt auch eine ausführende Produzentin, Katrin Frach. Das ist für mich als Frau auch nochmal etwas ganz Besonderes auf Augenhöhe mit anderen Frauen, die dann auch wirklich entscheidungstreffend sind, über die Serie sprechen zu können. Ich habe viel gelernt in diesem Jahr.

Apropos starke Frauen. Wo siehst du Lilli in 10 Jahren?

Ich hoffe, dass sie in der Zukunft ihren eigenen Weg geht und lernt auch ganz unabhängig von ihrer Familie zu funktionieren und zu leben. Sie wird immer ein Familienmensch bleiben, aber ich wünsche mir, dass sie ihre Energie und ihre Aufmerksamkeit sehr auf sich selbst konzentrieren kann. Das klingt jetzt fast so, als sei Lilli eine Freundin von mir (lacht). Ich als Schauspielerin wünsche mir für die Rolle, dass sie in 10 Jahren immer noch ein Teil der ganzen Bergdoktor-Welt sein wird und in dieser vielleicht ein bisschen mehr zu sich steht.

Nehmen wir an, du wärst wirklich eine Freundin von Lilli. Was würdest du ihr in Sachen Liebe raten? Mit Robert lief es ja nicht so gut in Staffel 15…

Ich würde ihr sagen: Hey Mädchen, schau auf dich selbst und schau, wer dir guttut und wer nicht! Hör auf dein Herz und deinen Bauch. Kein Mensch der Welt ist es wert, dass du dich schlecht fühlst oder dass du das Gefühl hast, im Leben zurückgehalten zu werden.

Unter dem Quiz geht es weiter

Ronja Forcher übers Erwachsenwerden und ihre Großmutti

Wie waren deine persönlichen Erfahrungen beim Erwachsenwerden?

Bei mir war das eine einzigartige Situation. Ich war schon sehr früh sehr eigenständig. Einerseits durch meinen Beruf, aber auch dadurch, dass ich mit 14 von meinen Eltern zu meiner Großmutti gezogen bin und sie auch oft nicht da war. Ich habe also schon als Kind damit angefangen, mich selbst als eigenständigen Menschen zu erfahren und unabhängig zu leben und zu handeln. Im Nachhinein wünsche ich mir manchmal, dass ich mehr Zeit mit meinen Eltern verbracht hätte.

Wie ist das Verhältnis heute?

Wir sehen uns und stehen auch regelmäßig in Kontakt. Aber es ist vielleicht nicht so eng, wie es bei anderen in meinem Alter ist.

Hat deine Großmutti dir damals eine Lebensweisheit mitgegeben?

Sie hat mir total viel beigebracht und mich inspiriert. Aber nie durch irgendwelche Sätze oder Worte, sondern durch ihre Taten! Ich habe von gelernt, wie wichtig es ist, dass du einerseits auf dich selbst schaust und gleichzeitig auf die Menschen um dich herum. Man muss trotz Selbstständigkeit auch lernen, Beziehungen zu pflegen. Sie hat mir vorgelebt, dass meine eigene Kraft daher kommt, mit was und mit wem ich meine Zeit verbringe. Alles andere regelt sich von selbst.

Du hast mal gesagt, dass deine Oma der dankbarste Mensch, den du kennst. Wie meinst du das?

Die Großmutti ist ein ganz bescheidener Mensch. Sie ist im zweiten Weltkrieg großgeworden und das war sicher eine Erfahrung, die wir jungen Leute gar nicht nachvollziehen oder verstehen können. Ich sehe an ihr immer, wie wenig man braucht, um wirklich glücklich zu sein. Sie nimmt jede Kleinigkeit ganz bewusst wahr. Sei es Kaffeetrinken in der Sonne, ein Ausflug mit lieben Menschen oder aber ein tolles Kreuzworträtsel (lacht). Ich finde es so schön, wie sie sich daran erfreut. Vor allem in der heutigen Zeit, wo alles so schnell geht und jeder immer nur dem nächsten Ereignis hinterherjagt.

Mehr zu Ronja Forcher und ihrer Großmutti:

Ronja Forcher: Das größte Geschenk an Weihnachten ist die Tradition

Für welches Weihnachtsgeschenk in deinem Leben warst du so richtig dankbar?

Für das Weihnachtsfest an sich! Jedes Jahr ist bei uns genau gleich. Das ist für mich wie ein Anker. Egal wo ich wohne, was ich erlebe oder mache, Weihnachten ist immer bei meiner Oma am Berg, in einer Hütte, mit einem Kaminfeuer und selbstgebackenen Keksen. Das ist das schönste Geschenk, was mir meine Familie hätte machen können: Der magische Moment und dass sie mir gezeigt haben, wie wichtig diese Tradition ist. Und das werde ich so für immer weitergeben, auch wenn ich selbst einmal Kinder habe.

Gibt es in deiner Familie absurde Weihnachtsrituale?

Was ich absurd finde ist was meine Familie alles isst. Ich bin seit vielen Jahren Vegetarierin und zu Weihnachten gibt es immer ein 10-Gänge-Menü, wo jeder Gang aus irgendeinem Fleisch oder Fisch besteht. Ich sitze dann einfach daneben mit meinem Käsebrot und denke mir: Wie könnt ihr das alles essen (lacht). Und besonders bei uns ist, dass wir unseren Christbaum immer mit der Axt selbst im Wald fällen. Dann schleppen wir den bis in die Hütte und es gibt eine Riesendiskussion darüber, ob er schön ist und ob er gut geschnitten wurde (lacht).

Was wünscht du dir für das neue Jahr?

Ich wünsche mir, dass dieses Gefühl, dass gerade so viele Möglichkeiten vor mir liegen, bestehen bleibt. Und dass ich viel Zeit mit meinem Mann Felix verbringen und Zuhause sein darf. Für die Welt wünsche ich mir, dass es ihr wieder gut geht und dass die Menschen in Frieden leben. Das ist das Wichtigste!

Wir bedanken uns bei Ronja Forcher für das nette Interview.

TV Tipp: Am 29.12. startet die 16. Staffel von 'Der Bergdoktor' im ZDF.

*Affiliate Link