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Royale Rebellin

Prinzessin Anne: Athletin, Modeikone und Rebellin

Prinzessin Anne ritt bei den Olympischen Spielen, trotzte ihrem potenziellen Entführer und setz sich für Frauen und Kinder ein. Die einzige Tochter von Königin Elizabeth II. entwickelte sich von einer royalen Rebellin zum fleißigsten Mitglied der königlichen Familie.

Prinzessin Anne und ihre Schwägerin Sophie, Herzogin von Wessex.
Prinzessin Anne und Herzogin Sophie von Wessex auf dem Weg zu den Pferderennen in Ascot. Karwai Tang/Getty Images

Außerhalb von Großbritannien haben sie nur wenige auf dem Schirm: Prinzessin Anne. Sie ist die einzige Tochter der amtierenden Monarchin und wird am 15. August 2020 stolze 70 Jahre alt. Zu diesem ganz besonderen Anlass blicken wir auf das Leben der heutigen Anne Elizabeth Alice Louise Laurence zurück.

Prinzessin Anne kämpfte gegen Journalisten, trotzte einem potenziellen Entführer, holte sich auf dem Rücken ihrer Pferde mehrere Medaille und unterstützt leidenschaftlich hunderte Organisationen ehrenamtlich. Ein Blick auf das Leben einer bemerkenswerten Frau.

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Prinzessin Anne: Die etwas andere Modeikone

Eine Prinzessin und Stilikone! Eine Aussage, die niemanden wirklich überrascht, weil man einfach zu oft das Gefühl vermittelt bekommt, das das so einfach zu sein hat. Heute wird besonders darauf geachtet, dass Herzogin Katen, Kronprinzessin Victoria und alle anderen Designer aus ihrem Land bevorzugen und auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Die royalen Damen gleichzeitig modische Erklärung machen und Vorbilder für andere sind.

Was nach einem neuen Phänomen ausschaut, praktiziert Prinzessin Anne bereits seit Jahrzehnten! Der britische Modeexperte Edward Enninful sagte beispielsweise zur Zeitschrift Vanity Fair: "Prinzessin Anne ist eine wahre Stilikone, und es ging ihr um nachhaltige Mode, bevor der Rest von uns wirklich wusste, was das bedeutet."

So lässt die britische Prinzessin alte Materialien aufarbeiten und unterstützt so gleichzeitig Hersteller, die noch im Vereinigten Königreich ansässig sind.

Diese Farbe würde Herzogin Kate nie tragen ...(Der Text geht unter dem Video weiter.)

Das Glück von Anne Lawrence liegt auf dem Rücken der Pferde

Ausbrechen aus der königlichen Familie? Unmöglich! Doch um auch außerhalb ihren Platz zu finden, wäre Reiten sicherlich eine gute Wahl. Und das war sie auch. Prinzessin Anne war so talentiert, dass sie sogar Schülerin der Spanischen Hofreitschule in Wien wurde.

In der Disziplin Military-Reiten (bestehend aus Dressur, Geländeritt und Springen) holte sie 1971 sogar die Goldmedaille bei den Europameisterschaften. Ihren Titel verteidigen konnte sie zwar nicht, holte aber dennoch noch zwei Medaillen bei weiteren EMs. 1976 ritt sie sogar bei den Olympischen Spielen in Montreal mit. Leider stürzte sie! Fatal, so reichte es nur für Platz 24.

Ihre aktive Karriere als Turnierreiterin beendete sie erst an ihrem 40. Geburtstag.

Die versuchte Entführung von Prinzessin Anne

So sparsam Prinzessin Anne auch ist, zumindest bezüglich ihrer Kleidung, sie selbst ist im Falle einer Entführung sehr viel Geld wert. Das zumindest dachte sich Ian Ball und wollte am 20. März 1974 die 23-jährige Prinzessin entführen.

Gegen 20 Uhr, auf dem Rückweg einer Veranstaltung drängte Ian Ball den Wagen der Prinzessin ab. Im Auto waren der Chauffeur, Leibwächter, eine Hof-Mitarbeiterin, Prinzessin Anne sowie ihr damaliger Ehemann Mark Philips.

Der potenzielle Entführer schoss auf die Gruppe und attackierte einen herbei eilenden Polizisten, auch ein Journalist kam ums Leben, bis Ian Ball schließlich vor der Tochter der Königin stand und sie anschrie, sie solle aus dem Auto steigen. Prinzessin Anne erzählte im Interview mit der Vanity Fair, sie habe daraufhin versucht, höflich und ruhig zu bleiben. Ob sie das war, nun darüber lässt sich streiten, denn von ihr kam nur ein: "Verdammt unwahrscheinlich." Aber auch eine Ohrfeige hätte niemanden aus ihrem näheren Umfeld überrascht.

Doch Prinzessin Anne hatte sehr viel Glück, denn durch Zufall kam der damalige Profiboxer Ronnie Russel vorbei und schlug Ian Ball nieder. So konnte die einzige Tochter von Königin Elizabeth II. fliehen.

Prinzessin Anne wollte ihr Privatleben privat halten

Heute ist Prinzessin Anne eines der beliebtesten Mitglieder der britischen Königsfamilie. Das verdankt sie ihrem besonderen Engagement, ihrem Fleiß und ihrer Disziplin. Merkmale die sie sicherlich von ihrer Mutter, Königin Elizabeth II., geerbt hat. Doch das war nicht immer so. Die am 15. August 1950 geborene Prinzessin hatte bis in die 1980er-Jahre eher einen schlechten Ruf.

Prinzessin Anne galt als unterkühlt, hochmütig und distanziert. Was einem nach dem Verhalten bei der versuchten Entführung wenig überrascht. Noch heute sind viele der Meinung, dass sie mit Tieren einfach besser zurechtkomme, wie mit Menschen. Oder wie ihr Vater, Prinz Philip es einmal ausgedrückt haben soll:

"Wenn es nicht furzt oder Heu frisst, ist sie nicht interessiert."

Zahlreiche Reporter hielt die Distanziertheit der Prinzessin aber nicht davon ab, mehr über ihr Privatleben erfahren zu wollen. Doch das ließ sich die Tochter von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip nie gefallen und stritt regelmäßig mit ihnen. Doch als sie sich in dann verstärkt für in Not leidende Kinder im In- sowie Ausland und vor Ort engagierte, besserte sich das Verhältnis zu der Presse sowie ihr Ansehen.

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Ganz skandalfrei konnte Prinzessin Anne nicht

Auch wenn Prinzessin Anne ein vorbildliches Privatleben führte, ganz ohne einen Skandal ging es dann doch nicht.

Sie heiratete am 14. November 1973 Mark Philips und dies vor laufenden Kameras. Denn die Hochzeit der beiden Pferdeliebhaber, war die erste royale Hochzeit, die im Fernsehen übertragen wurde. Ihr Glück wurde durch ihre gemeinsamen Kinder Zara und Peter gekrönt. Doch was so traumhaft begann, endete im Desaster.

Gerüchte Mark Philips würde fremdgehen gab es viele, doch schließlich wurden Anne Philips Liebesbriefe an einen anderen Mann der Aufreger. Skandalös! Doch Prinzessin Anne setzte noch einen obendrauf. Im April 1992 kam er zur Scheidung und nur fünf Monate später heiratete sie in Schottland Timothy Laurence.

Prinzessin Anne hat und wird in ihrem Leben so einiges erleben. Schließlich sind da neben den royalen Verpflichtungen, ihren Pferden auch noch ihre beiden Kinder und ihre geliebten Enkelkinder. Aber auch als Schirmherrin wird sie sicherlich noch viele Jahre aktiv sein, gerade um Frauen weiterhin zu unterstützen. Sie selbst wäre gerne Ingenieurin geworden. Ein Traum der sich nie erfüllen ließ, aber kein Grund, warum ihn nicht andere Leben sollten. So sagte sie im Interview mit der Vanity Fair:

"Ich habe es genossen, ein Teil der Bewegung zu sein und mehr Mädchen zu ermutigen, das Ingnieurswesen als eine realistische Karriere in Betracht zu ziehen."

Hoffen wir, das Prinzessin Anne in den nächsten Jahrzehnten noch mehr bewirken kann.

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