Prinz Philip ist mit 99 Jahren gestorben

Er gab sein Herz Elisabeth und sein Leben der britischen Krone. Jetzt ist Prinz Philip mit 99 Jahren verstorben.

Prinz Philip
Foto: Antony Jones/Getty Images

Große Trauer um Prinz Philip: Der Herzog von Edinburgh, Prinzgemahl von Königin Elisabeth II. (94), starb am heutigen 9. April 2021. Das gab das britische Königshaus in einem offiziellen Statement bekannt.

In der Mitteilung heißt es: "Mit tiefer Trauer hat Ihre Majestät, die Königin, den Tod ihres geliebten Mannes, Seiner Königlichen Hoheit, des Prinzen Philip, Herzog von Edinburgh, bekanntgegeben. Seine königliche Hoheit ist heute Morgen friedlich auf Schloss Windsor Castle verstorben."

Der Herzog von Edinburgh war über siebzig Jahre lang mit der Königin verheiratet gewesen.

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So lernten sich Prinz Philip und Elisabeth kennen

In Elisabeth Alexandra Mary (Elisabeth II.) fand der am 10. Juni 1921 im Sommerhaus der griechischen Royals auf Korfu geborene Philip seine große Liebe. Die beiden - Cousin und Cousine dritten Grades - lernten sich bereits in jungen Jahren kennen. Bei ihrer ersten Begegnung war Elizabeth damals acht Jahre alt, Prinz Philip von Griechenland und Dänemark mit 13 Jahren bereits ein Teenager. Einige Jahre später trafen sie sich erneut und da sollen die ersten Schmetterlinge geflogen sein. Nach einer ersten heimlichen Verlobung 1946 wurde die offizielle Verlobung am 9. Juli 1947 verkündet. Am 20. November 1947 heirateten die beiden dann in der Westminster Abbey. Mit Elizabeth bekam Philip vier Kinder: Charles (72), Anne (70), Andrew (61) und Edward (57).

Sehen Sie hier, was Sie vielleicht noch nicht über seine Frau, Queen Elizabeth II., wussten (Artikel geht unten weiter):

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Prinz Philips Kindheit und Jugend

Philip selbst hatte eine turbulente Kindheit und zerrütte Familienverhältnisse. Nach dem ersten Aus der griechischen Monarchie ging Philips Familie mit dem Baby nach Frankreich, dort lebte er sieben Jahre lang und lernte fließend Französisch. Die Kindheit und Jugend waren für Philip geprägt von Wandel, seine Mutter Alice von Battenberg litt an Schizophrenie und lebte mehrere Jahre in einer psychiatrischen Anstalt. Seine Eltern waren bereits getrennt und Philip wurde zu Verwandten nach Deutschland geschickt, um danach Schulen in Frankreich und Großbritannien zu besuchen.

Als junger Mann diente Philip der Royal Navy und kämpfte im Zweiten Weltkrieg. Um seine Frau bei ihren royalen Aktivitäten als Königin zu unterstützen, beendete Prinz Philip seine aktive Karriere bei der Marine Anfang der 50er Jahre. Als Elizabeth Königin wurde, ändert sich auch Philips Leben schlagartig. Von nun an musste er sich an seine neue Rolle gewöhnen. Einen Anspruch auf die Krone hatte er nie, ihm wurde der Titel als Prinzgemahl zugesprochen. Während einige seiner Aussagen und Verhaltensweisen ihm vor allem in den ersten Jahrzehnten seiner Zeit am britischen Hof Kritik eingeheimst haben, genoss er als unersetzliche Stütze für Queen Elizabeth den Respekt vieler. Auch für seine Enkel ist Prinz Philip oft weiser Ratgeber gewesen.

Mit 96 Jahren ging Philip in den Ruhestand

Seinen letzten öffentlichen Auftritt als Prinzgemahl absolvierte er im August 2017. Danach wurde er von seinen royalen Pflichten entbunden. Zuvor hatte Prinz Philip mit seiner Gesundheit für Schlagzeilen gesorgt. Obwohl er kürzer treten wollte, setzte sich Prinz Philip noch mit 97 Jahren ans Steuer. Dabei hatte er im Januar 2019 einen Unfall verursacht, bei dem sich zwei Menschen verletzten. Einige Wochen hatte er sich entschieden, seine Fahrerlaubnis abzugeben. Zuletzt hatten die Herzprobleme von Prinz Philip zu Besorgnis geführt, da er bis Mitte März über mehrere Wochen hinweg im Krankenhaus behandelt worden war.

Prinz Philip hinterlässt seine Gattin Elizabeth, vier Kinder, seine acht Enkelkinder und zehn Urenkel.