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Glück im Unglück

Norbert Rier: "Mein Mopedunfall war schicksalhaft"

Ein Mopedunfall hat das Leben von Norbert Rier von heute auf morgen verändert. Es war nicht sein einziger Schicksalsschlag.

Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen.
Schlagerstar Norbert Rier. Tristar Media / Getty Images

Sänger Norbert Rier (60) - Ein Schlüsselmoment in seinem Leben veränderte damals alles. Mit uns erinnert sich der Volksmusiker an diese Zeit

Eine lebensnotwendige Herz-Operation veränderte das Leben von Kastelruther Spatzen-Frontmann Norbert Rier. Doch es gab noch einen anderen Schicksalsschlag, für den der Musiker heute extrem dankbar ist. Vielleicht wäre er sonst nie zu den Kastelruther Spatzen gekommen …

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Schön, Sie wieder so munter zu sehen. In der Vergangenheit hatten Sie gesundheitliche Probleme. Wie geht es Ihnen heute?

Hervorragend. Das liegt jetzt knapp zwei Jahre zurück, dass ich operiert wurde. Das war sicherlich nicht ohne, aber es ist Gott sei Dank alles gut gegangen. Es ist etwas, das vielen passiert. Es sind viele danach auf mich zugekommen und haben mir erzählt, dass sie ähnliches erlebt haben. Vor allem junge Leute. Es ist daher sehr wichtig, ab und zu diese Kontrollen zu machen und sich durchchecken zu lassen.

Sie nehmen sich aber ein wenig mehr zurück als vorher?

Ja, ich habe mir das auf jeden Fall vorgenommen. Ich bin ja nun auch nicht mehr der Jüngste, darauf muss man schon achten. Vor allem muss man aufpassen, dass man nicht zu viel Stress hat oder sich ärgert. Arbeiten ist immer noch das Gesündeste, und ich bin auch viel in der freien Natur.

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Heute sind Sie wieder fit. Aber gibt es ein Lebensjahrzehnt, in das Sie sich manchmal zurücksehnen?

50 war irgendwie so ein komischer Knackpunkt. Jetzt werde ich nächstes Jahr schon 60. Und für mich war die Zeit zwischen 20 und 30 am schönsten. Ich bin mittlerweile seit 36 Jahren verheiratet – immer noch mit der gleichen Frau. Das ist ja auch nicht mehr selbstverständlich (lacht). Wir haben vier gesunde Kinder und inzwischen auch drei Enkel. Das ist etwas Wunderbares. Es ist herrlich, wenn man eine intakte Familie hat und immer den Rückhalt spürt. Vor allem, wenn man so viel unterwegs ist und es so gut läuft. Nun bin ich auch schon 40 Jahre bei den Spatzen. Wie es so oft in unseren Liedern heißt, sollte man den Augenblick immer genießen und dankbar dafür sein, was man erleben durfte. Gesundheit und Zufriedenheit sind das Allerwichtigste

Können Sie sich noch erinnern, wie Sie Ihre Frau damals kennengelernt haben?

Das war ungefähr 1978/79 und eigentlich Schicksal. Ich hatte einen Mopedunfall. Ich hatte Isabella kurz vorher kennengelernt und wollte sie eigentlich besuchen. Durch diesen Unfall haben wir uns noch intensiver kennengelernt. Ich bin damals bei der Bundeswehr freigestellt worden und dadurch zu den Spatzen gekommen. Meine Frau hat dann gesagt: "Probiere es mal. Du kommst auch ein bisschen unter die Leute". Ich kann nach wie vor keine Noten, aber Schlagzeug musste ich innerhalb einer kurzen Zeit lernen. Ich hätte nie gedacht, dass es mal so weit kommt, wir es so weit bringen und es so lange anhält. Ich erinnere mich gerne an diesen Unfall, denn es war schicksalhaft und hat viel bewirkt in meinem Leben.

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Jetzt sind Sie 36 Jahre glücklich verheiratet. Aber wie ist das zum Beispiel, wenn Sie gemeinsam vorm Fernseher sitzen? Wer hat die Fernbedienung in der Hand, und gibt es manchmal Streit deswegen?

Eigentlich eine blöde Gewohnheit, aber meistens ich (lacht). Wenn es nie Unstimmigkeiten geben würde, wäre es eine schlimme Beziehung. Es wäre immer ein Zeichen, dass einer nichts zu sagen hat. Meine Schwäche ist schon, dass ich gerne viel Fernsehen schaue. Dann gibt es auch manchmal Diskussionen darum. Wir haben schon einige Dinge, die wir gerne gemeinsam schauen, aber am besten ist es, wenn meine Frau einschläft – dann kann ich in Ruhe schauen (lacht).

Wenn Sie vorm Fernseher sitzen, was läuft dann?

Komödien schauen wir gerne gemeinsam oder Rosamunde Pilcher-Filme – das klingt zwar etwas kitschig, aber ich bin ein großer Träumer und sehr romantisch. Was wir uns beide nicht so gerne ansehen, sind Krimis. Ich persönlich schaue gerne Wildwest-Filme, wegen der Pferde und der schönen Landschaften.

Sie sind ein Träumer, ein Romantiker und leben in einer Idylle. Womit überraschen Sie die Menschen? Hören Sie unter der Dusche vielleicht heimlich Heavy Metal?

Lacht.) Wenn es um die Musik geht, mag ich jegliche Art. Außer Techno und eben Heavy Metal. Menschen sind eher oft überrascht, wenn sie sehen, dass ich ein einfacher Bauer bin. Morgens um sechs Uhr stehe ich bereits im Stall. Viele denken, ich spiele das nur. Ich habe das Glück, dass ich gleich zwei Hobbys zu meinem Beruf machen konnte. Die Musik und die Landwirtschaft. Ich habe eine erfolgreiche Pferdezucht – das ist meine große Leidenschaft. Es ist viel Arbeit, aber für mich eher positiver Stress. Viele sind erstaunt, dass ich wirklich arbeite (lacht).

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