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So gut wie genesen

Nach Corona-Infektion: 68-Jähriger schildert Krankheitsverlauf

Ein Betroffener erzählt, wie sich das Coronavirus bei ihm äußerte und er es schaffte, seine Frau zu schützen.

Das Coronavirus kann sich bei Infizierten ganz unterschiedlich äußern.
Die neuartige Lungenkrankheit COVID-19, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, kann sich bei Infizierten ganz unterschiedlich äußern. jarun011 / iStock

Die Ausbreitung des Coronavirus führt bei uns nicht nur zu massiven Einschränkungen im täglichen Leben, sondern sie flößt uns auch großen Respekt ein: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es bisher keine spezifische, also konkret gegen dieses Virus gerichtete Therapie und an möglichen Impfstoffen wird noch geforscht. Auch die Tatsache, dass eine Corona-Infektion vielfältige Symptome zeigt und der Krankheitsverlauf bei jedem Patienten anders ist, macht deutlich, dass das Virus nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

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An COVID-19 Erkrankter ist jetzt wieder symptomfrei

Der Bericht eines 68-Jährigen aus Deutschland könnte jetzt allerdings gerade älteren Menschen Mut machen und ihnen vielleicht als Orientierung dienen, sollten sie selbst an COVID-19 erkranken. Gegenüber der Redaktion des unabhängigen Versicherungsportals transparent-beraten.de gewährte der mittlerweile wieder fast genesene Mann, der unerkannt bleiben möchte, detaillierte Einblicke in sein Leben seit der COVID-19-Diagnose.

"Körperlich geht es mir wieder sehr gut", so der 68-Jährige, der sich vermutlich Ende Februar während eines Ski-Urlaubs in Südtirol mit dem Coronavirus infiziert hatte. "Ich bin symptomfrei." Er sei nun offiziell aus der Quarantäne entlassen worden, werde aber noch einige Zeit etwas kürzertreten, da sein Kreislauf nach 14 Tagen im Bett "noch nicht ganz so stabil wie vorher" sei. Ob seine Lunge noch angegriffen sei oder er Folgeschäden davontrage, wisse er noch nicht.

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Krankheitsverlauf war von Husten und Schmerzen geprägt

Angefangen habe bei ihm alles mit einer leichten Erkältung, die sein Immunsystem schwächte. Schließlich, noch während des Urlaubs, sei seine Stimme angegriffen gewesen und er habe immer stärkeren Husten gehabt. Allmählich seien dann Symptome wie Atemnot und - später, zurück in Deutschland - auch eine "erhöhte Körpertemperatur von über 38 Grad" hinzugekommen, starkes Fieber habe er aber nicht über einen längeren Zeitraum gehabt.

Sehen Sie hier, welche weiteren Corona-Symptome beim Menschen möglich sind (Artikel geht unten weiter):

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Was seinen weiteren Krankheitsverlauf prägte, war offenbar in erster Linie der starke Husten. Er habe "teilweise morgens erst einmal anderthalb Stunden nur gehustet." Hinzu kamen "dumpfe Kopfschmerzen, wie bei einer starken Erkältung. Ich habe gespürt, dass ich etwas ausbrüte, wie man so schön sagt." Darüber hinaus habe er Druckschmerzen im oberen Lungenbereich sowie Schmerzen beim tiefen Luftholen verspürt. Er habe aber nie das Gefühl gehabt, dass er wegen seiner Beschwerden ins Krankenhaus müsse.

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Insgesamt zieht der Mann ein recht abgeklärtes Fazit zu seiner Erkrankung: "Es waren 10 unangenehme Tage. Und wie bei einer schweren Erkältung oder Grippe muss man wirklich im Bett bleiben und es aushalten." Man müsse sich darauf konzentrieren, Ruhe zu bewahren und diszipliniert zu sein.

68-Jähriger befolgte diszipliniert die Quarantäne-Richtlinien

Dieser eisernen Disziplin ist es wohl auch zu verdanken, dass sich seine Frau zu Hause nicht mit dem Coronavirus ansteckte - zumindest zeigt diese bislang keinerlei Symptome. "Meine Frau und ich haben uns strikt an die Regeln des Robert-Koch-Instituts gehalten", so der 68-Jährige über seine Zeit der Isolation. "Wir haben mindestens zwei Meter Abstand gehalten und hatten getrennte Schlafzimmer." Tagsüber habe er nur selten mit Mundschutz und Handschuhen die Küche betreten, davon abgesehen habe er sich allein in seinem Zimmer aufgehalten und sich am Computer oder vor dem Fernseher die Zeit vertrieben. Essen habe ihm seine Frau vor die Tür gestellt.

Was ihm dabei geholfen hat, Tag für Tag diese Schutzmaßnahmen aufrecht zu erhalten? "Der Zuspruch der Familie und Freunde und die Gewissheit (vielleicht auch nur angenommen), dass ich zwar im kritischen Alter, aber sonst fit und ohne Vor- und Nebenerkrankungen bin", wie der Betroffene auf Nachfrage gegenüber Liebenswert erklärte. Er habe gewusst, dass das der einzige Weg sei und habe sich immer wieder gesagt: "Ich schaffe das!"

Coronavirus-Patient über fehlende medizinische Versorgung

Rückblickend betrachtet sei für ihn während dieser Phase aber nicht die Kontaktsperre oder die Erkrankung selbst das Schlimmste gewesen, sondern "der Stress, den ich anderen gemacht habe, und das Gefühl, ohne wirkliche medizinische Versorgung zu sein." Wie er bereits gegenüber transparent-beraten.de schilderte, hatte ihm seine Frau Medikamente zur Linderung seiner Symptome besorgt und er habe auf eigene Faust zum Beispiel regelmäßig mit ätherischen Ölen inhaliert oder Kaffee gegen die Kopfschmerzen getrunken, doch fachmännische Tipps und eine offizielle medizinische Versorgung habe er nie bekommen. Nach seinem Coronavirus-Schnelltest stand er lediglich jeden Tag mit dem Gesundheitsamt in Kontakt, um seine Beschwerden zu dokumentieren.

Sein abschließender Rat an andere: "Auf jeden Fall die Regelungen der Bundesregierung zum Kontaktverbot einhalten" und "so viel Abstand halten, wie es geht."

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