Psychoterror Mobbing am Arbeitsplatz: Was kann ich tun?

Versteckte Beleidigungen, üble Nachrede oder andere Konflikte: Mobbing am Arbeitsplatz gleicht häufig einem Psychoterror. 

Mobbing am Arbeitsplatz
Ständige Schikane durch den Chef kann Mitarbeiter psychisch stark belasten. Besonders Frauen sind gefährdet, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden.
Inhalt
  1. Was ist Mobbing überhaupt?
  2. Was kann ich als Betroffener tun?
  3. Wo bekomme ich noch Hilfe?

 

Was ist Mobbing überhaupt?

Beim Mobbing wird eine Person direkt oder indirekt systematisch und über einen längeren Zeitraum hinweg angegriffen,diskriminiert, beschimpft oder anders schikaniert. Das Ziel der Mobber ist es dabei, diese Person aus einer Gruppe, wie zum Beispiel einem Team am Arbeitsplatz, auszugrenzen. Das Opfer fühlt sich immer mehr isoliert. Dabei kann es sein, dass sich viele kleinere Konflikte mit der Zeit anhäufen und die Mobbing-Situation irgendwann so erdrückend wird für das Opfer, dass es das Unternehmen verlässt.

Mobbing kann zwischen verschiedenen Hierarchiestufen eines Unternehmens stattfinden. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass ein Chef einen bestimmten Mitarbeiter mobbt. Es kann aber auch unter gleichgestellten Kollegen eine Mobbingsituation stattfinden.

Das Mobbing am Arbeitsplatz sollte nicht nur als gezielt gesprochene Wörter am Arbeitsplatz definiert werden. So ist es wichtig zu erkennen, dass Mobbing auch nonverbales Verhalten einschließt. Als Beispiel ist hier das Verrichten von demütigender Arbeit zu nennen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin veröffentlichte 2002 einen Mobbing-Report, um das Phänomen des Mobbings am Arbeitsplatz in Deutschland näher zu untersuchen. Dabei zeigte eine Telefonbefragung, dass Frauen ein um 75 Prozent höheres Risiko haben, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden.

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Was kann ich als Betroffener tun?

Es ist sehr schwierig Mobbing nachzuweisen. Dokumentieren Sie deshalb jede Situation, in der Sie gemobbt werden schriftlich. Außerdem sollten Sie jede schriftliche Beleidigung oder schikanierende Anweisungen in Schriftform (zum Beispiel E-Mails) auf.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie gemobbt werden, können Sie beim Personal- oder Betriebsrat  eine Beschwerde einreichen oder sich direkt an Ihren Vorgesetzten wenden. So können Konflikte meist schnell entschärft werden und alle Parteien zu einem Schlichtungsgespräch gebeten werden. Fordern Sie außerdem, dass der Chef Verwarnungen oder Abmahnungen für das Verhalten der Kollegen ausspricht.

Suchen Sie sich unbedingt anwaltliche Hilfe, wenn Sie überlegen, das Unternehmen aufgrund der Situation zu verlassen. Wenn Sie nämlich von sich aus kündigen, könnte es zu Sperrzeiten beim Arbeitslogengeld kommen.

Zur Hilfe durch einen Anwalt für Arbeitsrecht ist auch dann zu raten, wenn die Mobber selbst ihr Vorgesetzter oder Kollegen aus dem Betriebskreis sind. Dann ist eine Aussprache nämlich selten möglich. In manchen Fällen können Sie sogar Forderungen nach Schadensersatz und Schmerzensgeld geltend machen. Schließlich ist der Arbeitgeber durch das Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, dass Ihre Arbeitsbedingungen menschengerecht sind.  Lassen Sie sich ausführlich vom Fachanwalt beraten.

 

Wo bekomme ich noch Hilfe?

Frauen, die unter Mobbing leiden, können sich an das Hilfetelefon des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben wenden.

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